Menstruationszyklus
Wie viele Tage dauert ein durchschnittlicher Menstruationszyklus?
Erklärung: Der durchschnittliche Menstruationszyklus dauert 28 Tage, gerechnet vom ersten Tag der Menstruation bis zum Tag vor der nächsten Menstruation. Abweichungen von 21 bis 35 Tagen sind normal.
Was passiert beim Eisprung (Ovulation)?
Erklärung: Beim Eisprung (ca. Tag 14 des Zyklus) platzt ein reifer Follikel im Eierstock auf und gibt die Eizelle frei. Diese wird vom Eileiter aufgefangen und in Richtung Gebärmutter transportiert.
Der Eisprung findet ungefähr am ___ Tag eines 28-tägigen Zyklus statt.
Erklärung: Bei einem 28-Tage-Zyklus findet der Eisprung ungefähr in der Mitte, also am 14. Tag statt. Das Hormon LH (luteinisierendes Hormon) löst den Eisprung aus.
Welches Hormon löst den Eisprung aus?
Erklärung: Ein starker Anstieg des LH-Spiegels (LH-Peak) aus der Hypophyse löst den Eisprung aus. FSH hat vorher die Reifung des Follikels im Eierstock unterstützt.
Progesteron wird hauptsächlich vom Gelbkörper nach dem Eisprung produziert.
Erklärung: Richtig! Nach dem Eisprung bildet sich aus dem geplatzten Follikel der Gelbkörper (Corpus luteum). Er produziert Progesteron, das die Gebärmutterschleimhaut für eine mögliche Einnistung vorbereitet und aufrechterhält.
Was passiert, wenn die Eizelle nicht befruchtet wird?
Erklärung: Ohne Befruchtung degeneriert der Gelbkörper nach ca. 12 Tagen. Der sinkende Progesteronspiegel führt zur Ablösung der Gebärmutterschleimhaut – die Menstruation setzt ein und ein neuer Zyklus beginnt.
Ordne die Phasen des Menstruationszyklus in der richtigen Reihenfolge:
Erklärung: Der Zyklus beginnt mit der Menstruation (Tag 1–5), gefolgt von der Follikelphase (Eizellreifung, Schleimhautaufbau). Am ca. 14. Tag findet der Eisprung statt, danach folgt die Gelbkörperphase bis zum Ende des Zyklus.
Welche Funktion hat Östrogen in der ersten Hälfte des Zyklus?
Erklärung: In der Follikelphase produziert der heranreifende Follikel zunehmend Östrogen. Dieses fördert den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut (Vorbereitung auf eine mögliche Einnistung) und die weitere Reifung der Eizelle.
Die fruchtbaren Tage der Frau liegen rund um den ___, da die Eizelle nur etwa 12–24 Stunden befruchtungsfähig ist.
Erklärung: Die Eizelle ist nach dem Eisprung nur 12–24 Stunden befruchtungsfähig. Da Spermien bis zu 5 Tage im Eileiter überleben können, erstreckt sich das fruchtbare Fenster auf etwa 5–6 Tage rund um den Eisprung.
FSH (follikelstimulierendes Hormon) wird in den Eierstöcken produziert.
Erklärung: Falsch! FSH wird in der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) produziert und stimuliert die Reifung des Follikels im Eierstock. Der Follikel produziert dann Östrogen. Die Eierstöcke produzieren Östrogen und Progesteron, nicht FSH.
Was ist der Gelbkörper (Corpus luteum)?
Erklärung: Nach dem Eisprung wandelt sich der leere Follikel im Eierstock in den Gelbkörper um. Dieser produziert Progesteron, das die Gebärmutterschleimhaut für eine mögliche Schwangerschaft erhält.
Wie beeinflusst die Antibabypille den Menstruationszyklus?
Erklärung: Die Pille enthält synthetische Östrogene und/oder Gestagene, die der Hypophyse signalisieren, dass genug Hormone vorhanden sind. Dadurch werden FSH und LH unterdrückt, und es kommt kein Eisprung zustande.
Spermien können im weiblichen Körper bis zu 5 Tage überleben.
Erklärung: Richtig! Spermien können im Eileiter und in der Gebärmutter unter günstigen Bedingungen bis zu 5 Tage überleben. Deshalb kann Geschlechtsverkehr einige Tage vor dem Eisprung bereits zur Befruchtung führen.
Die vier Hormone, die den Menstruationszyklus steuern, sind FSH, LH, Ă–strogen und ___.
Erklärung: FSH und LH werden von der Hypophyse ausgeschüttet und steuern den Eierstock. Östrogen wird vom reifenden Follikel produziert, Progesteron vom Gelbkörper nach dem Eisprung. Alle vier Hormone wirken im Regelkreis zusammen.
Was geschieht bei der Einnistung (Nidation) einer befruchteten Eizelle?
Erklärung: Etwa 6–7 Tage nach der Befruchtung erreicht der Embryo die Gebärmutter und nistet sich in die durch Progesteron vorbereitete Schleimhaut ein. Der Embryo produziert dann HCG, das den Gelbkörper erhält und die Menstruation verhindert.