NatĂŒrliche Selektion und Angepasstheit
In welcher Geschichte wirkt die natĂŒrliche Selektion?
ErklĂ€rung: NatĂŒrliche Selektion heiĂt: Es gibt zufĂ€llige Unterschiede (helles und dunkles Fell), die Umwelt bevorzugt eine Variante (dunkle MĂ€use werden seltener gefressen), und diese vermehrt sich stĂ€rker. Tiere verĂ€ndern ihr Fell nicht selbst und nicht mit Absicht.
Zwei MistkĂ€fer leben auf dunklem Waldboden. Der kleine, gut getarnte KĂ€fer hinterlĂ€sst mehr Nachkommen als der groĂe, auffĂ€llige. Ist der kleine KĂ€fer hier der besser angepasste (der 'fittere')?
ErklĂ€rung: Richtig. Fit heiĂt am besten angepasst, nicht am stĂ€rksten oder gröĂten. Der kleine, gut getarnte KĂ€fer wird seltener gefressen und hat mehr Nachkommen. Er ist hier der fittere.
Die drei Evolutionsfaktoren der erweiterten Theorie sind: genetische VariabilitĂ€t, natĂŒrliche Selektion und ___.
ErklÀrung: Isolation (besonders geographische Isolation) verhindert den Genfluss zwischen Populationen. Dadurch können sich getrennte Populationen unterschiedlich entwickeln und neue Arten entstehen.
Am Grand Canyon lebt auf der Nordseite eine andere Hörnchenart als auf der SĂŒdseite, obwohl beide von einer gemeinsamen Ursprungsart abstammen. Wie ist das zu erklĂ€ren?
ErklĂ€rung: Geographische Isolation: Eine Barriere (hier die Schlucht) trennt eine Population. Ohne Genaustausch entwickeln sich die Teilpopulationen durch Mutation und Selektion unabhĂ€ngig â so können neue Arten entstehen. Tiere passen sich nicht durch Gebrauch an und wandern nicht mit Absicht auseinander.
Ein klassisches Beispiel fĂŒr natĂŒrliche Selektion ist der Birkenspanner in England. Was geschah wĂ€hrend der Industrialisierung?
ErklĂ€rung: Auf ruĂgeschwĂ€rzten BaumstĂ€mmen waren dunkle Birkenspanner besser getarnt und wurden von Vögeln weniger gefressen. Die dunkle Variante setzte sich durch (Industriemelanismus). Einzelne Falter fĂ€rben sich nicht selbst um.
Ein Maulwurf grÀbt sein Leben lang und bekommt dadurch krÀftigere GrabhÀnde. Diese krÀftigeren HÀnde vererbt er an seine Jungen.
ErklĂ€rung: Falsch! Das wĂ€re Lamarckismus â im Leben erworbene Merkmale (trainierte HĂ€nde) werden nicht vererbt, vererbt werden nur die Gene. Angepasstheiten entstehen, weil Tiere mit zufĂ€llig vorteilhaften Genen mehr Nachkommen haben.
Auf mehreren Galåpagos-Inseln mit unterschiedlicher Nahrung (harte Samen, Insekten, Kakteen) leben heute Finken mit verschieden geformten SchnÀbeln, die alle von einer Ursprungsart abstammen. Wie ist diese Vielfalt entstanden?
ErklĂ€rung: Auf jeder Insel wirkte ein anderer Selektionsdruck (die Nahrungsart). Finken, deren Schnabelform zufĂ€llig gut passte, ĂŒberlebten und vermehrten sich hĂ€ufiger. Zusammen mit der Isolation der Inseln entstand so die Artenvielfalt. SchnĂ€bel formen sich nicht durch Gebrauch und nicht mit Absicht.
Wenn eine Art durch geographische Isolation in mehrere neue Arten aufgespalten wird, spricht man von ___.
ErklÀrung: Artbildung (Speziation) ist der Prozess, bei dem aus einer Art mehrere neue Arten entstehen. Die hÀufigste Form ist die allopatrische Artbildung durch geographische Isolation.
Ein EisbĂ€r hat weiĂes Fell. Was ist die evolutionsbiologische ErklĂ€rung?
ErklĂ€rung: In der arktischen Umwelt hatten BĂ€ren mit hellerem Fell einen Selektionsvorteil bei der Robbenjagd und mehr Nachkommen. Ăber viele Generationen setzte sich weiĂes Fell durch. Die KĂ€lte fĂ€rbt kein Fell, und Tiere können ihre Fellfarbe nicht willentlich wĂ€hlen.
Ein breiter Fluss teilt eine Eidechsenpopulation in zwei Gruppen, die ĂŒber tausende Generationen keinen Kontakt mehr haben. So können mit der Zeit zwei verschiedene Arten entstehen.
ErklÀrung: Richtig. Der Fluss ist eine Barriere, die den Genaustausch verhindert (geographische Isolation). Getrennte Populationen entwickeln sich unabhÀngig weiter, bis daraus neue Arten werden können.
Ordne die Schritte der natĂŒrlichen Selektion in die richtige Reihenfolge:
ErklĂ€rung: Die natĂŒrliche Selektion beginnt mit vorhandener Variation, wirkt durch Umweltdruck, bevorzugt angepasste Individuen und verĂ€ndert so die Population ĂŒber Generationen.
In welcher Situation kann die natĂŒrliche Selektion eine Population verĂ€ndern?
ErklÀrung: Selektion braucht Unterschiede, an denen sie ansetzen kann. Nur wenn es genetische Variation gibt (gelbe und braune GehÀuse), kann eine Variante bevorzugt werden. Ohne Unterschiede oder bei einem einzelnen Tier verschiebt sich nichts. Variation ist das Rohmaterial der Evolution.
Merkmale, die an eine bestimmte Umwelt besonders gut angepasst sind, nennt man ___.
ErklĂ€rung: Angepasstheiten sind Merkmale, die einem Organismus in seiner Umwelt einen Ăberlebensvorteil bieten. Sie entstehen durch natĂŒrliche Selektion ĂŒber viele Generationen.
Antibiotikaresistenz bei Bakterien ist ein Beispiel fĂŒr âŠ
ErklĂ€rung: Einige Bakterien tragen zufĂ€llig ein Resistenz-Gen. Beim Antibiotikaeinsatz ĂŒberleben nur diese und vermehren sich â ein Selektionsvorteil. Die Bakterien verĂ€ndern ihre Gene nicht gezielt und erwerben die Resistenz nicht durch Gebrauch.
Giraffen haben lange HÀlse, weil sie sich durch Strecken nach hohen BlÀttern verlÀngert haben.
ErklÀrung: Falsch! Das wÀre Lamarckismus (Vererbung erworbener Eigenschaften), der widerlegt ist. Korrekt: Giraffen mit zufÀllig lÀngeren HÀlsen konnten höhere BlÀtter erreichen, hatten einen Selektionsvorteil und gaben ihre Gene weiter.
Welche Situation beschreibt einen Selektionsdruck?
ErklĂ€rung: Ein Selektionsdruck ist ein Umweltfaktor, der bestimmte Merkmale begĂŒnstigt oder benachteiligt. Der strenge Winter bevorzugt Vögel mit dichtem Gefieder â sie ĂŒberleben hĂ€ufiger. Gemeinsames Wegfliegen oder individuelles Lernen verĂ€ndern nicht, welche Merkmale vererbt werden.