Energie bei chemischen Reaktionen
Welche dieser Reaktionen ist endotherm?
ErklĂ€rung: Endotherm heiĂt: Die Reaktion nimmt Energie aus der Umgebung auf. Natron (NaHCOâ) zerfĂ€llt im Teig nur, solange es WĂ€rme aus dem heiĂen Ofen aufnimmt â dabei entsteht das COâ, das den Teig lockert. Das Teelicht muss zwar angezĂŒndet werden, gibt dann aber viel WĂ€rme ab: exotherm. Rosten ist langsam, aber ebenfalls exotherm â TaschenwĂ€rmer nutzen genau diese Reaktion. Ob eine Reaktion schnell oder langsam ist, sagt nichts darĂŒber.
CHâ + 2 Oâ â COâ + 2 HâO: Das Spalten der Edukt-Bindungen kostet etwa 2650 kJ, das Bilden der Produkt-Bindungen setzt etwa 3450 kJ frei. Wie fĂ€llt die Bilanz aus?
ErklĂ€rung: Bindungen spalten kostet Energie, Bindungen bilden setzt Energie frei. Bilanz: 3450 kJ â 2650 kJ = 800 kJ werden frei, weil die Bindungen in COâ und HâO zusammen stĂ€rker sind als die in CHâ und Oâ. Wer beide BetrĂ€ge addiert, nimmt fĂ€lschlich an, dass auch das Spalten Energie freisetzt; wer âaufgenommenâ wĂ€hlt, vertauscht die Vorzeichen.
Die Energie, die nötig ist, um eine chemische Reaktion zu starten, heiĂt ___.
ErklĂ€rung: Die Aktivierungsenergie ist die Energiebarriere, die ĂŒberwunden werden muss, damit eine Reaktion beginnt. Auch exotherme Reaktionen (z. B. Verbrennung) brauchen Aktivierungsenergie â z. B. den Funken zum AnzĂŒnden.
Ein Katalysator senkt die Aktivierungsenergie einer Reaktion.
ErklÀrung: Richtig! Ein Katalysator bietet einen alternativen Reaktionsweg mit niedrigerer Aktivierungsenergie. Dadurch lÀuft die Reaktion schneller ab. Die Gesamtenergiebilanz (Reaktionsenergie) bleibt aber gleich.
In einem Energiediagramm einer exothermen Reaktion â wo liegen die Produkte im Vergleich zu den Edukten?
ErklĂ€rung: Bei exothermen Reaktionen haben die Produkte weniger Energie als die Edukte â die Differenz wurde als WĂ€rme an die Umgebung abgegeben. Im Energiediagramm liegen die Produkte daher tiefer. Dazwischen liegt der Aktivierungsenergie-Berg.
Was entsteht bei der vollstÀndigen Verbrennung von Kohlenwasserstoffen (z. B. Methan, Propan)?
ErklĂ€rung: Bei der vollstĂ€ndigen Verbrennung von Kohlenwasserstoffen (CâHâ) reagiert der Kohlenstoff zu COâ und der Wasserstoff zu HâO. Beispiel: CHâ + 2 Oâ â COâ + 2 HâO.
Fossile EnergietrÀger wie Erdöl, Erdgas und ___ sind vor Millionen von Jahren aus abgestorbenen Organismen entstanden.
ErklĂ€rung: Fossile EnergietrĂ€ger (Erdöl, Erdgas, Kohle) entstanden ĂŒber Millionen von Jahren aus organischem Material unter hohem Druck und hoher Temperatur. Bei ihrer Verbrennung wird der gespeicherte Kohlenstoff als COâ freigesetzt.
Ein Kohlekraftwerk stöĂt COâ aus. Woher stammt der Kohlenstoff in diesem COâ?
ErklĂ€rung: Kohle ist aus Pflanzen entstanden, die vor Jahrmillionen COâ aus der Luft aufgenommen haben. Dieser Kohlenstoff war seitdem im Boden eingeschlossen. Beim Verbrennen entsteht kein neuer Kohlenstoff â die Atome bleiben erhalten â, aber der alte Kohlenstoff kommt als zusĂ€tzliches COâ in die AtmosphĂ€re. Ozeane und Pflanzen können diese Zusatzmenge nicht vollstĂ€ndig aufnehmen, darum steigt die COâ-Konzentration.
Nachwachsende EnergietrĂ€ger wie Holz setzen bei der Verbrennung kein COâ frei.
ErklĂ€rung: Falsch! Auch Holz und andere nachwachsende EnergietrĂ€ger setzen bei der Verbrennung COâ frei. Der Unterschied ist: Sie gelten als COâ-neutral, weil die nachwachsenden Pflanzen wĂ€hrend ihres Wachstums die gleiche Menge COâ wieder aufnehmen.
Was ist der Kohlenstoffatom-Kreislauf?
ErklĂ€rung: Im Kohlenstoffkreislauf wird Kohlenstoff stĂ€ndig zwischen verschiedenen Reservoirs ausgetauscht: Pflanzen nehmen COâ auf (Photosynthese), Lebewesen geben COâ ab (Zellatmung), Ozeane lösen/geben COâ ab, fossile Brennstoffe speichern Kohlenstoff langfristig.
Welcher fossile EnergietrĂ€ger setzt bei der Verbrennung pro erzeugter Energieeinheit am meisten COâ frei?
ErklĂ€rung: Kohle hat den höchsten COâ-AusstoĂ pro Energieeinheit, da sie hauptsĂ€chlich aus Kohlenstoff besteht. Erdgas (Methan, CHâ) setzt pro Energieeinheit am wenigsten COâ frei, da bei seiner Verbrennung auch Wasser entsteht und Methan einen hohen Energiegehalt hat.
Energie kann bei chemischen Reaktionen in verschiedenen Formen auftreten: WĂ€rme, Licht, elektrische Energie und ___.
ErklÀrung: Reaktionsenergie kann als WÀrme (thermische Energie), Licht (Strahlung), elektrische Energie (z. B. in Batterien) oder mechanische Arbeit (z. B. Explosion, Bewegung) freigesetzt oder aufgenommen werden.
Welcher Stoff steckt im ungefilterten Abgas eines Kohlekraftwerks, im Abgas eines Erdgaskraftwerks aber praktisch nicht?
ErklĂ€rung: Kohle enthĂ€lt Schwefelverbindungen, die beim Verbrennen zu Schwefeldioxid (SOâ) werden â daneben entsteht RuĂ. Erdgas (Methan, CHâ) wird vor der Nutzung entschwefelt und verbrennt sauber zu COâ und Wasser. Kohlenstoffdioxid entsteht aber auch beim Erdgas, denn Methan enthĂ€lt Kohlenstoff: Erdgas ist sauberer, bleibt aber ein fossiler EnergietrĂ€ger. Wasserdampf entsteht beim Erdgas sogar besonders viel.
Bei einer endothermen Reaktion muss stĂ€ndig Energie zugefĂŒhrt werden, damit sie weiterlĂ€uft.
ErklÀrung: Nicht unbedingt! Viele endotherme Reaktionen brauchen Aktivierungsenergie zum Start und nehmen dann selbststÀndig Energie aus der Umgebung auf. Es gibt aber auch Reaktionen, die kontinuierliche Energiezufuhr benötigen.
Wie beeinflusst ein Katalysator das Energiediagramm einer Reaktion?
ErklÀrung: Ein Katalysator ermöglicht einen alternativen Reaktionsweg mit niedrigerer Aktivierungsenergie. Die Reaktionsenergie (Differenz Edukte-Produkte) bleibt unverÀndert. Die Reaktion lÀuft einfach schneller ab.
Was versteht man unter Nachhaltigkeit bei der Nutzung von EnergietrÀgern?
ErklĂ€rung: Nachhaltigkeit bedeutet verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Im Kontext der EnergietrĂ€ger heiĂt das: Erneuerbare Energien nutzen, fossile Brennstoffe einsparen, COâ-AusstoĂ reduzieren und Energieeffizienz steigern.