ErzÀhlende Texte sinnvoll aufbauen
Was gehört in die Einleitung einer ErzÀhlung?
ErklÀrung: Die Einleitung beantwortet die Fragen: Wer ist dabei? Wo spielt die Geschichte? Wann passiert sie? Der spannendste Moment gehört in den Hauptteil, das Ende in den Schluss.
Eine gute ErzÀhlung hat drei Teile: Einleitung, Hauptteil und Schluss.
ErklĂ€rung: Die Einleitung fĂŒhrt in die Situation ein, der Hauptteil erzĂ€hlt die Ereignisse bis zum Höhepunkt, und der Schluss bringt die Geschichte zu einem Ende.
Der spannendste Moment einer Geschichte heiĂt auch ___. (Höhepunkt / Einleitung / Schluss)
ErklÀrung: Der Höhepunkt ist die spannendste Stelle im Hauptteil - auf ihn lÀuft die ErzÀhlung zu, danach löst sich die Geschichte auf.
Welcher Satzanfang macht eine ErzÀhlung spannender?
ErklĂ€rung: 'Plötzlich' kĂŒndigt etwas Unerwartetes an und erzeugt so Spannung. 'Und dann', 'Dann' und 'Und' reihen die Ereignisse nur aneinander und wirken schnell eintönig.
Man sollte in einer ErzÀhlung immer mit dem gleichen Satzanfang beginnen.
ErklÀrung: Abwechslungsreiche SatzanfÀnge halten den Leser bei der Stange: 'Plötzlich...', 'Leise...', 'Vor Angst...'. Immer derselbe Anfang macht den Text eintönig.
Bringe die Teile der ErzÀhlung in die richtige Reihenfolge.
ErklÀrung: Die Handlung folgt einem roten Faden: Erst entsteht das Problem (der Hund ist weg), dann folgt die Suche, dann die Lösung (er wird gefunden) und zum Schluss das gute Ende.
Wie macht man eine ErzÀhlung lebendiger?
ErklĂ€rung: Wörtliche Rede (âHilfe!â, rief er) und GefĂŒhlsbeschreibungen (Sein Herz klopfte vor Aufregung) lassen den Leser die Szene miterleben, statt sie nur berichtet zu bekommen.
Statt 'Er ging in den Wald' kann man spannender schreiben: 'Er ___ sich vorsichtig in den dunklen Wald.' (schlich / ging / stellte)
ErklÀrung: 'schlich' zeigt, WIE er sich bewegt - leise und vorsichtig. Das erzeugt Spannung. 'ging sich' und 'stellte sich in den Wald' ergeben keinen sinnvollen Satz.
Im Schluss einer ErzĂ€hlung kann man beschreiben, wie die Figuren sich fĂŒhlen und was sie erlebt oder gelernt haben.
ErklĂ€rung: Ein guter Schluss rundet die Geschichte ab - mit den GefĂŒhlen der Figuren, der Lösung des Problems oder dem, was sie aus dem Erlebnis mitnehmen. So bleibt der Leser nicht ratlos zurĂŒck.
Welches Wort beschreibt ein GefĂŒhl am genauesten?
ErklĂ€rung: 'ĂŒberglĂŒcklich' benennt ein bestimmtes, starkes GefĂŒhl. 'gut', 'schön' und 'nett' sind Allerweltswörter - sie passen auf fast alles und sagen deshalb wenig aus.
Um Spannung aufzubauen, kann man eine Frage in den Text einbauen. ErgĂ€nze: 'Was wĂŒrde wohl als NĂ€chstes ___?' (passieren / gehen / machen)
ErklĂ€rung: Die Frage 'Was wĂŒrde wohl als NĂ€chstes passieren?' weckt Neugier auf den Fortgang der Handlung. 'gehen' und 'machen' ergeben in diesem Satz keinen Sinn.
Ordne die AusdrĂŒcke vom schwĂ€chsten zum stĂ€rksten GefĂŒhl der Ăberraschung.
ErklĂ€rung: Die Steigerung lĂ€uft von leicht zu heftig: erst nur ein bisschen erstaunt, dann ĂŒberrascht, dann verblĂŒfft - und 'fassungslos' bedeutet, dass man es gar nicht fassen kann. Starke AusdrĂŒcke passen zum Höhepunkt.
Was ist der 'rote Faden' in einer ErzÀhlung?
ErklĂ€rung: Der 'rote Faden' ist ein bildlicher Ausdruck fĂŒr den logischen Zusammenhang der Handlung - jeder Teil der Geschichte knĂŒpft an den vorherigen an, nichts hĂ€ngt in der Luft.
Verbinde die kurzen SĂ€tze zu einem: 'Die Sonne schien. Sie wĂ€rmte die Luft.' â 'Die Sonne schien und ___ die Luft.' (wĂ€rmte / regnete / schien)
ErklĂ€rung: Zwei kurze SĂ€tze mit demselben Satzgegenstand lassen sich mit 'und' verbinden - das macht den Text flĂŒssiger. 'regnete' passt nicht zur Sonne, und 'schien die Luft' ergibt keinen Sinn.
Ein guter ErzÀhltext verwendet verschiedene SatzanfÀnge, treffende Verben und beschreibende Adjektive.
ErklÀrung: Diese drei Mittel wirken zusammen - abwechslungsreiche SatzanfÀnge halten den Rhythmus lebendig, treffende Verben zeigen das Geschehen genau, und Adjektive malen die Bilder aus.