Der S-Laut hört sich immer gleich an — die Schreibung nicht
„dass" und „Fuß" haben genau denselben scharfen S-Laut, wenn man sie ausspricht.
Erklärung: Richtig. Beide sind ein scharfes, stimmloses [s]. Der Laut selbst verrät nicht, ob ss oder ß geschrieben wird — nur der Vokal davor tut das.
Sprich das Wort „grüßen". Was kannst du dabei wirklich hören?
Erklärung: Die Schreibung selbst hörst du nie — der S-Laut klingt bei ss und ß gleich. Aber den Vokal davor hörst du immer, kurz und knapp oder lang und ruhig.
Timo sagt: „Ich höre am scharfen S-Laut von „Gruß", dass man ß schreibt." Das stimmt.
Erklärung: Falsch. Der S-Laut klingt bei ss und ß genau gleich scharf. Was Timo wirklich hören kann, ist das lange u — und der lange Vokal führt zum ß.
In einem Buch von 1990 steht: „Er ruderte über den Fluß." Welche Schreibung gilt heute?
Erklärung: Vor 1996 schrieb man ß am Wortende, egal wie der Vokal klang. Die Rechtschreibreform hat das vereinheitlicht: Heute entscheidet allein die Vokallänge — kurzes u, also Fluss mit Doppel-s.
Die Ma__e an Zuschauern jubelte laut. (ss / ß) — Tipp: Sprich das Wort. Klingt der Vokal kurz oder lang?
Erklärung: Ma-sse: das a klingt kurz und knapp. Der S-Laut selbst verrät das nicht — nur der Vokal davor.
Bei welchen Wörtern klingt der Vokal vor dem S-Laut kurz? Sortiere sie nach vorne, die mit langem Vokal nach hinten: dass, Fuß, muss, Straße
Erklärung: dass und muss haben kurze Vokale. Fuß und Straße haben lange Vokale. Der S-Laut selbst klingt in allen vier Wörtern scharf — nur der Vokal entscheidet.
Mia liest in einem alten Buch „daß". Was stimmt?
Erklärung: Vor der Rechtschreibreform 1996 stand ß am Wortende unabhängig vom Vokal. Heute zählt nur noch die Vokallänge, deshalb dass mit kurzem a und ss.
Bei welchem Wort klingt der Vokal vor dem S-Laut lang?
Erklärung: Das o in Soße ist lang — darum ß. In Tasse und Kasse ist das a kurz.