Erzählendes Schreiben vertieft
'Mir klopfte das Herz, als ich die knarrende Tür öffnete.' Aus welcher Perspektive wird hier erzählt?
Erklärung: 'Mir' und 'ich' zeigen: Die Figur erzählt ihr eigenes Erleben — Ich-Erzähler. Ein Er/Sie-Erzähler bliebe in der Außensicht, ein auktorialer Erzähler wüsste über alle Figuren Bescheid.
Welcher Satz gehört an den Anfang einer Erzählung, in die Erzählsituation?
Erklärung: Die Erzählsituation beantwortet Wer? Wo? Wann? und führt in die Geschichte ein. Der zweite Satz gehört zum Höhepunkt des Ereignisses, der dritte zum Ausgang.
Wenn eine Geschichte aus der Sicht einer bestimmten Figur erzählt wird und man deren Gedanken kennt, nutzt man einen ___-Erzähler.
Erklärung: Der Ich-Erzähler berichtet aus seiner eigenen Sicht. Der Leser erfährt nur, was diese Figur denkt, fühlt und erlebt.
Welcher Satz zeigt das innere Geschehen einer Figur?
Erklärung: Gedanken, Gefühle und Ängste sind das innere Geschehen — hier Toms bange Hoffnung. Aussehen und Handlungen gehören zum äußeren Geschehen.
'Ich, der Wolf, hatte seit Tagen nichts gegessen — da klopfte es an meine Tür.' — Hier wird eine bekannte Geschichte aus einer neuen Perspektive erzählt.
Erklärung: Richtig! Die Märchenfigur Wolf erzählt als Ich-Erzähler ihre eigene Sicht — ein beliebtes Mittel des kreativen Schreibens, um bekannte Texte neu zu beleuchten.
Welche Fassung der Höhepunktszene erzeugt die meiste Spannung?
Erklärung: Kurze, abgehackte Sätze erhöhen das Erzähltempo und lassen den Leser den Atem anhalten. Lange, ruhige Beschreibungen bremsen die Höhepunktszene aus.
Die Verwendung von menschlichen Eigenschaften fĂĽr nichtmenschliche Dinge nennt man ___.
Erklärung: Personifikationen machen Texte lebendiger: 'Der Wind heulte', 'Die Sonne lächelte'. Sie sind ein wichtiges Stilmittel beim Erzählen.
Eine Sage soll aus der Perspektive des Minotaurus nacherzählt werden. Welche Erzählform bietet sich an?
Erklärung: Wenn die Sage aus Sicht des Minotaurus erzählt wird, ist der Ich-Erzähler ideal. So können Gedanken und Gefühle der Figur direkt dargestellt werden.
Welche Beschreibung macht Ritter Kuno am lebendigsten?
Erklärung: Lebendig wird eine Figur, wenn Aussehen, Verhalten und Inneres zusammen gezeigt werden — die leise Stimme und die vernarbten Hände lassen Kunos Geschichte ahnen. Bloße Fakten oder aneinandergereihte Eigenschaftswörter bleiben blass.
Vor dem Schreiben notiert Ben: '1. Gewitter zieht auf, 2. Boot kentert, 3. Rettung im letzten Moment.' — Ben hat einen Schreibplan erstellt.
Erklärung: Richtig! Ben hat die Handlung vor dem Schreiben in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht — genau das leistet ein Schreibplan (auch als Cluster, Mindmap oder Skizze möglich).
Welcher Satz steht im passenden Erzähltempus?
Erklärung: Das Erzähltempus ist das Präteritum: 'öffnete'. Präsens und Futur passen nicht zum klassischen Erzählton; für Vorzeitiges nutzt man das Plusquamperfekt.
Die spannendste Stelle einer Erzählung nennt man den ___.
Erklärung: Der Höhepunkt (Klimax) ist der spannendste oder entscheidende Moment der Handlung. Die Spannung steigt bis dorthin und fällt danach ab.
'Der Dieb ___ aus dem Haus.' Welches Verb ist am treffendsten?
Erklärung: 'Schlich' zeigt genau, WIE der Dieb sich bewegt — leise und heimlich. 'Ging' ist blass und allgemein, 'spazierte' passt nicht zur heimlichen Situation. Treffende Wörter machen die Erzählung lebendig.
Welche Textstelle hat einen abwechslungsreichen Satzbau?
Erklärung: Kurze Sätze, eine Frage und ein längerer Satz wechseln sich ab — das hält den Leser aufmerksam. Immer gleiche kurze Sätze oder eine lange und-Kette wirken eintönig.
'Der Hund bellte laut. Der Hund lief zum Tor. Der Hund sprang hoch.' — Beim Überarbeiten sollte man hier den Ausdruck variieren.
Erklärung: Richtig! Dreimal 'Der Hund' hintereinander wirkt eintönig. Beim Überarbeiten ersetzt man Wiederholungen durch Synonyme oder Umstellungen, z. B. 'Aufgeregt lief er zum Tor und sprang hoch.'
Im Originaltext steht nur: 'Der Fischer ruderte hinaus und kehrte nie zurück.' Welche Ergänzung füllt eine Leerstelle dieser Geschichte?
Erklärung: Eine Leerstelle ist das, was der Text offen lässt — hier die Gedanken und Gefühle der Angehörigen. Die zweite Ergänzung wiederholt nur den Text, die dritte ist allgemeine Sachinfo ohne Bezug zur Geschichte.
Die drei Grundformen schriftlicher Darstellung in der 6. Klasse sind Erzählen, Informieren und ___.
Erklärung: Die drei Grundformen sind: Erzählen (Geschichten, Erlebnisse), Informieren (Berichte, Beschreibungen) und Argumentieren (Meinung begründen).