Erdbeben messen â Seismogramm, Magnitude, IntensitĂ€t
Ein Beben hat Magnitude 5, ein zweites am selben Ort Magnitude 6. Wie weit schlÀgt der Seismograph beim zweiten Beben aus?
ErklĂ€rung: Die Magnitude ist eine Stufenskala: Jede ganze Stufe mehr bedeutet einen etwa zehnmal so groĂen Ausschlag im Seismogramm â nicht â6 durch 5â und nicht âeine Stufe = doppeltâ.
Wie viele Beben der Magnitude 5 setzen zusammen ungefÀhr so viel Energie frei wie ein Beben der Magnitude 6?
ErklĂ€rung: Eine ganze Stufe bedeutet etwa 32-mal so viel Energie. Die 10 gilt fĂŒr den Ausschlag im Seismogramm, nicht fĂŒr die Energie.
Ein Beben hat Magnitude 7, ein anderes Magnitude 5. Wie viel Energie setzt das Beben der Magnitude 7 ungefÀhr frei?
ErklĂ€rung: Zwei Stufen heiĂt zweimal mal 32: 32 · 32 â 1000. Wer 32 + 32 rechnet, kommt auf 64 â aber die Stufen werden malgenommen, nicht addiert.
Ein Beben der Magnitude 8 setzt doppelt so viel Energie frei wie ein Beben der Magnitude 4.
ErklĂ€rung: Vier Stufen Unterschied sind 32 · 32 · 32 · 32 â rund eine Million Mal so viel Energie. Die Magnitude ist keine Skala, auf der 8 das Doppelte von 4 ist.
Ein Beben der Magnitude 3 lÀsst den Zeiger eines Seismographen 1 mm ausschlagen. Ein Beben der Magnitude 5 am selben Ort lÀsst ihn ___ mm ausschlagen.
ErklÀrung: Zwei Stufen mehr: zehnmal und noch einmal zehnmal so weit, also 100 mm.
Die Zickzacklinie, die ein Seismograph bei einem Erdbeben aufzeichnet, heiĂt ___.
ErklĂ€rung: Der Seismograph ist das GerĂ€t, das Seismogramm ist seine Aufzeichnung â wie Fotoapparat und Foto.
Ein Seismogramm zeigt drei AusschlĂ€ge, um 10:02 Uhr klein, um 10:05 Uhr sehr groĂ, um 10:20 Uhr klein. Wann bebte die Erde am Messort am stĂ€rksten?
ErklĂ€rung: Je gröĂer der Ausschlag, desto stĂ€rker bewegt sich der Boden am Messort. Der erste Ausschlag ist nicht automatisch der stĂ€rkste.
Dasselbe Beben erreicht Station A um 14:03 Uhr und Station B um 14:01 Uhr. Welche Station liegt nÀher am Epizentrum?
ErklĂ€rung: Die Erdbebenwellen laufen vom Herd nach auĂen. Wo sie zuerst ankommen, ist der Weg am kĂŒrzesten.
Zwischen der ersten Welle (P-Welle) und der zweiten Welle (S-Welle) vergehen an Station 1 20 Sekunden, an Station 2 60 Sekunden, an Station 3 35 Sekunden. Welche Station liegt am weitesten vom Erdbebenherd entfernt?
ErklĂ€rung: P-Wellen sind schneller als S-Wellen. Je weiter der Weg, desto gröĂer wird der Vorsprung der P-Welle â der lĂ€ngste Abstand gehört zur fernsten Station. Mit drei Stationen lĂ€sst sich so das Epizentrum bestimmen.
Ein Beben der Magnitude 6 wird in einer Stadt 10 km entfernt und in einem Dorf 200 km entfernt gespĂŒrt. In beiden Orten hat das Beben dieselbe Magnitude.
ErklĂ€rung: Die Magnitude ist eine Zahl fĂŒr das ganze Beben. Was es an einem Ort anrichtet, beschreibt die IntensitĂ€t â und die ist in der nahen Stadt viel höher als im fernen Dorf.
Ein Beben der Magnitude 6 trifft drei Orte. Wo richtet es vermutlich den gröĂten Schaden an?
ErklĂ€rung: Bei gleicher Magnitude entscheiden Entfernung und Bauweise ĂŒber den Schaden. Nah und schlecht gebaut ist am gefĂ€hrlichsten.
Ein Beben der Magnitude 7 liegt tief unter dem Meeresboden, 300 km vor der KĂŒste. Ein Beben der Magnitude 6 liegt direkt unter einer GroĂstadt. Das Beben der Magnitude 7 richtet sicher mehr Schaden an.
ErklĂ€rung: Das Magnitude-7-Beben setzt mehr Energie frei, aber auf dem Weg bis zur KĂŒste wird das SchĂŒtteln schwĂ€cher. Unter der GroĂstadt kann das kleinere Beben mehr zerstören. Die Magnitude allein sagt nichts ĂŒber den Schaden.
Eine Zeitung schreibt, ein Beben habe âStĂ€rke 9 von 10 möglichenâ gehabt. So darf man die Magnitude beschreiben.
ErklÀrung: Die Magnitudenskala hat kein oberes Ende. Das stÀrkste gemessene Beben (Chile 1960) hatte Magnitude 9,5. Die IntensitÀtsskala mit ihren 12 Stufen ist eine andere Skala.
Eine Nachricht meldet, Forscher hĂ€tten ein starkes Erdbeben fĂŒr nĂ€chsten Dienstag in Neapel vorhergesagt. Die Nachricht ist glaubwĂŒrdig.
ErklĂ€rung: Den Zeitpunkt eines Erdbebens kann bis heute niemand vorhersagen. Seismologen können nur angeben, wie wahrscheinlich starke Beben in einer Region ĂŒber viele Jahre sind (GefĂ€hrdungskarten).