Tsunamis — Entstehung, Warnzeichen, richtig handeln
Welches Ereignis kann einen Tsunami auslösen?
Erklärung: Beim Tsunami bewegt sich die ganze Wassersäule vom Meeresboden bis zur Oberfläche, weil sich der Boden selbst bewegt. Sturmwellen bewegen nur die Oberfläche; mit den Gezeiten hat ein Tsunami nichts zu tun.
Ein Orkan peitscht das Meer zu 10 Meter hohen Wellen auf. Das ist ein Tsunami.
Erklärung: Das sind Sturmwellen — vom Wind gemacht, an der Oberfläche. Ein Tsunami entsteht, wenn der Meeresboden (oder ein Hang, ein Vulkan) Wasser verdrängt, und er kann bei völlig ruhigem Wetter kommen.
Ein Tsunami läuft über den tiefen Pazifik. Wie schnell ist er ungefähr?
Erklärung: Im tiefen Ozean erreicht ein Tsunami 500 bis 1000 km/h. Je tiefer das Wasser, desto schneller läuft er.
Ein Schiff liegt auf dem offenen Ozean über 4000 m tiefem Wasser, als ein Tsunami darunter durchläuft. Was bemerkt die Besatzung?
Erklärung: Im tiefen Wasser ist der Tsunami sehr lang, aber flach. Erst an der Küste türmt er sich auf. Schiffe fahren bei Warnung deshalb aufs offene Meer hinaus.
Wo wird derselbe Tsunami am höchsten?
Erklärung: Wird das Wasser flach, bremst die Welle ab; das Wasser von hinten schiebt nach, und die Welle wächst in die Höhe.
Am Strand zieht sich das Meer plötzlich weit zurück, und der Meeresboden liegt frei. Jetzt ist es ungefährlich, dort Muscheln zu sammeln.
Erklärung: Plötzlich zurückweichendes Meer ist ein Warnzeichen: Oft kommt kurz danach die Tsunamiwelle. Sofort weg vom Strand, hinauf auf eine Anhöhe.
Lena ist am Strand in Thailand und spürt ein starkes, langes Erdbeben. Was tut sie richtig?
Erklärung: Ein starkes Beben an der Küste ist selbst die Warnung. Liegt der Herd nah, kann die Welle nach wenigen Minuten da sein — schneller als jede Durchsage.
Die erste Tsunamiwelle ist abgelaufen. Jetzt ist die Gefahr vorbei, und man kann zurück an den Strand.
Erklärung: Ein Tsunami besteht aus mehreren Wellen, die über Stunden kommen; eine spätere ist oft höher als die erste. Erst die Entwarnung abwarten.
An welchem Ort entsteht am ehesten ein großer Tsunami?
Erklärung: Ein Tsunami braucht ein Beben unter dem Meer, das den Boden senkrecht versetzt — typisch für Subduktionszonen wie vor Japan (2011). Ein Beben an Land bewegt kein Meerwasser.
Ein starkes Erdbeben liegt unter Land, 200 km von der nächsten Küste entfernt. Es löst einen Tsunami aus.
Erklärung: Ohne Meer über dem Herd wird kein Wasser verdrängt. Nicht jedes starke Beben macht einen Tsunami — es muss unter dem Meer liegen und den Meeresboden heben oder senken.
Der Tsunami nach dem Beben in Chile 1960 lief quer über den Pazifik bis nach Japan. Dafür brauchte er knapp einen ___.
Erklärung: Rund 17 000 km in etwa 22 Stunden. So weit entfernte Küsten haben Zeit für eine Warnung — wenn es ein Warnsystem gibt.
Weihnachten 2004 löste ein Beben vor Sumatra einen Tsunami aus. Er brauchte rund zwei Stunden bis Sri Lanka, und trotzdem starben dort viele Menschen. Was erklärt das?
Erklärung: Zwei Stunden hätten für eine Räumung der Küste gereicht. Erst nach 2004 wurde ein Warnsystem für den Indischen Ozean aufgebaut — Deutschland half dabei mit.
Welcher dieser Vulkanausbrüche löste einen großen Tsunami aus?
Erklärung: Beim Ausbruch des Krakatau brach die Insel ins Meer ein und verdrängte gewaltige Wassermassen. Ein Ausbruch an Land verdrängt kein Meerwasser.
Bei einem Tsunami strömt das Wasser oft minutenlang landeinwärts, wie eine sehr schnelle Flut, statt sich wie eine Surfwelle einmal zu brechen.
Erklärung: Ein Tsunami ist hunderte Kilometer lang. Darum drückt er lange Wasser an Land und reißt es danach wieder zurück — surfen kann man ihn nicht.