Direkt und per Los — wie Athen entschied
In Athen wurden viele Ämter nicht durch Wahl, sondern durch das ___ vergeben.
Erklärung: Man verloste die Ämter, weil man glaubte, so habe jeder Bürger die gleiche Chance und niemand könne sich mit Geld oder Berühmtheit an die Macht bringen.
Was bedeutet „direkte Demokratie“ in Athen?
Erklärung: In der direkten Demokratie entscheiden die Bürger persönlich. In Athen stimmte jeder Bürger in der Ekklesia selbst über Gesetze, Krieg und Frieden ab.
In Athen wurden die meisten Ämter durch eine Wahl mit Stimmzetteln besetzt, so wie wir heute den Bundestag wählen.
Erklärung: Falsch. Die meisten Ämter und die Plätze im Rat der 500 wurden verlost, nicht gewählt. Das ist ein großer Unterschied zu unserer heutigen Demokratie.
Welche Szene zeigt direkte Demokratie in Athen?
Erklärung: Direkt heißt — die Bürger entscheiden selbst, ohne gewählte Vertreter dazwischen. Die Pnyx war der Versammlungshügel.
Den Rat der 500 bildete Athen jedes Jahr neu — die Mitglieder wurden ausgelost.
Erklärung: Je 50 Bürger aus jeder der zehn Phylen wurden gelost. Niemand durfte mehr als zweimal im Leben Ratsherr sein.
Welches Amt besetzten die Athener ausdrücklich durch Wahl statt durch Los?
Erklärung: Wo Fachwissen über Leben und Tod entschied, wählte man — darum war Perikles Stratege. Für fast alles andere galt: Jeder Bürger kann es.
Ein Bürger fürchtet, ein reicher Mann könne sich Stimmen kaufen. Welche Einrichtung verhindert das am besten?
Erklärung: Wen der Zufall bestimmt, den kann man nicht bestechen — so sahen es die Athener.
In Athen konnte die Volksversammlung durch das Scherbengericht einen Bürger für zehn Jahre verbannen.
Erklärung: Beim Ostrakismos ritzte man Namen auf Tonscherben (ostraka). Tausende solcher Scherben sind gefunden worden — Sachquellen zur Demokratie.