Primär- und Sekundärquelle
Welches Stück ist eine Primärquelle für die Steinzeit?
Erklärung: Die Höhlenmalerei stammt unmittelbar aus der Zeit, um die es geht — das macht sie zur Primärquelle. Buch, Doku und Tafelbild entstehen erst lange danach.
Mia will einen Überblick, wie die Römer in Augsburg lebten. Was hilft ihr dabei am meisten?
Erklärung: Das Museumsbuch ist eine Sekundärquelle: Es entstand fast 2 000 Jahre später und stützt sich auf Hunderte Funde. Für einen Überblick ist es deshalb besser als ein einzelnes Fundstück. „Sekundär“ heißt nicht „schlechter“ – welche Quelle am besten hilft, hängt von der Frage ab. Münze und Grabstein sind Primärquellen, verraten aber jeweils nur einen kleinen Ausschnitt.
Ein Geschichtsbuch von 1900 beschreibt die Steinzeit. Wofür kann genau dieses Buch eine Primärquelle sein?
Erklärung: Ob etwas primär oder sekundär ist, hängt von der Frage ab. Für die Steinzeit ist das Buch eine späte Darstellung — aber für die Frage, wie man 1900 dachte, ist es eine Primärquelle aus dieser Zeit.
Ötzi, die Gletschermumie, ist eine Primärquelle für das Leben in der Jungsteinzeit.
Erklärung: Richtig. Ötzi ist ein echter Mensch aus der Zeit selbst — mit Kleidung, Werkzeugen und Nahrung im Magen. Unmittelbarer kann eine Quelle kaum sein.
Eine Quelle, die später über eine Zeit berichtet und sich dabei auf andere Quellen stützt, heißt ___quelle.
Erklärung: Eine Sekundärquelle entsteht nach den Ereignissen und beruht auf anderen Quellen. Eine Primärquelle stammt dagegen unmittelbar aus der Zeit selbst.
Welches Stück ist eine Primärquelle für das Alte Ägypten?
Erklärung: Primär heißt — aus der Zeit selbst. Buch und Film sind spätere Bearbeitungen.
Herodot schreibt um 440 v. Chr. über den Bau der Pyramiden, die damals schon 2000 Jahre alt waren. Für den Pyramidenbau ist sein Text eine Primärquelle.
Erklärung: Herodot lebte rund 2000 Jahre nach dem Bau und gibt Erzählungen weiter — für den Pyramidenbau ist das ein späterer Bericht. Für das Griechenland seiner eigenen Zeit ist er eine Primärquelle.
Eine Forscherin will wissen, was Ă–tzi zuletzt gegessen hat. Wo findet sie den sichersten Beleg?
Erklärung: Der Mageninhalt ist ein Überrest aus der Zeit selbst — er zeigte Steinbockfleisch und Einkorn.