Herrschaft im Mittelalter
Im Jahr ___ wurde Otto der Große zum Kaiser gekrönt.
Erklärung: 962 ist ein Grundlegendes Datum: Die Kaiserkrönung Ottos des Großen begründete das mittelalterliche Kaisertum im Heiligen Römischen Reich.
Was war das Ottonische Reich?
Erklärung: Das Ottonische Reich entstand aus dem ostfränkischen Reich. Die Ottonen (Otto I., II., III.) begründeten das mittelalterliche Kaisertum und das Heilige Römische Reich.
Im Jahr 1273 kamen die Kurfürsten zusammen und wählten Rudolf von Habsburg zum König – so wurde man im Heiligen Römischen Reich Herrscher.
Erklärung: Richtig! Das Wahlkönigtum war ein besonderes Merkmal des Heiligen Römischen Reiches. Der König wurde von den Kurfürsten gewählt, nicht automatisch durch Erbfolge bestimmt – Rudolf von Habsburg wurde 1273 so zum König.
1077 steht König Heinrich IV. drei Tage als Büßer vor der Burg Canossa, um Papst Gregor VII. um Vergebung zu bitten. Worum ging es in ihrem Streit?
Erklärung: Im Investiturstreit stritten Kaiser und Papst darüber, wer das Recht hatte, Bischöfe in ihr Amt einzusetzen (zu investieren). Der Gang nach Canossa 1077 war der Höhepunkt dieses Konflikts.
Im Investiturstreit ging es um die Frage, wer ___ in ihr Amt einsetzen darf.
Erklärung: Der Investiturstreit drehte sich um die Einsetzung (Investitur) von Bischöfen. Der Kaiser nutzte Bischöfe als Stützen seiner Macht (Reichskirchensystem), der Papst beanspruchte dieses Recht für die Kirche.
Der König überträgt einem Grafen ein Stück Land. Dafür verspricht ihm der Graf Treue und Kriegsdienst. Wie heißt diese Ordnung?
Erklärung: Im Lehnswesen vergab der König (Lehnsherr) Land (Lehen) an Adlige (Vasallen). Dafür schuldeten diese Treue und militärische Dienste. So entstand eine Herrschaftspyramide.
Otto der Große setzte Bischöfe in ihr Amt ein und übertrug ihnen Ländereien und Herrschaftsrechte, damit sie seine Herrschaft stützten.
Erklärung: Richtig! Das war das Reichskirchensystem. Der Kaiser setzte Bischöfe ein und gab ihnen Ländereien – im Gegenzug stützten sie seine Macht im Reich.
Der König ist gestorben. Wer bestimmt im Heiligen Römischen Reich den Nachfolger?
Erklärung: Die Kurfürsten (von 'küren' = wählen) waren die höchsten Reichsfürsten mit dem Recht der Königswahl. Es gab sieben Kurfürsten: drei geistliche und vier weltliche. Nicht alle Adligen durften mitwählen.
Beim ___ reiste der König von Pfalz zu Pfalz durchs Land, weil es keine feste Hauptstadt gab.
Erklärung: Das Reisekönigtum war typisch für das mittelalterliche Reich. Da es keine feste Hauptstadt gab, zog der König mit seinem Hofstaat von Pfalz zu Pfalz, um seine Herrschaft auszuüben.
Das Heilige Römische Reich hatte eine feste Hauptstadt wie das Römische Reich.
Erklärung: Falsch! Anders als Rom als Hauptstadt des Römischen Reiches hatte das Heilige Römische Reich keine feste Hauptstadt. Der König regierte als Reisekönig von verschiedenen Pfalzen aus.
Um 1300 erhebt der Herzog von Bayern in seinem Gebiet eigene Zölle und spricht selbst Recht – der König kann ihm kaum noch hineinreden. Welcher Vorgang zeigt sich hier?
Erklärung: Territorialisierung bedeutet, dass die Landesfürsten immer mehr eigene Macht in ihren Gebieten aufbauten. Die Zentralgewalt des Königs wurde dadurch schwächer – das Gegenteil von Zentralisierung.
Ordne die Herrschaftsformen zeitlich:
Erklärung: Karl der Große (800) begründete das Kaisertum, Otto I. (962) erneuerte es, der Investiturstreit (11. Jh.) schwächte den Kaiser, und die Kurfürsten (13. Jh.) institutionalisierten die Königswahl.
Ein Bischof, der vom Kaiser ein großes Lehen erhalten hat, stirbt. Was geschieht mit dem Lehen?
Erklärung: Da Bischöfe im Zölibat lebten und keine legitimen Erben hatten, fielen ihre Lehen nach dem Tod an den Kaiser zurück. Genau deshalb war das Reichskirchensystem für den Kaiser so nützlich – er konnte die Lehen immer wieder neu vergeben.
Das Heilige ___ Reich war der offizielle Name des mittelalterlichen Kaiserreichs.
Erklärung: Das Heilige Römische Reich (später mit dem Zusatz 'Deutscher Nation') war der Name des mittelalterlichen Kaiserreichs. Es verstand sich als Nachfolger des Römischen Reiches.
Im Lehnswesen konnte ein Vasall selbst wieder Lehen an Untervasallen vergeben.
Erklärung: Richtig! Das Lehnswesen war eine Pyramide: Der König vergab Lehen an Fürsten, diese konnten Teile an kleinere Adlige weitergeben. So entstand eine Kette von Lehnsbeziehungen.
Ein Schüler sagt: „Der mittelalterliche König konnte allein herrschen wie ein ägyptischer Pharao.“ Was übersieht er?
Erklärung: Im Vergleich zum ägyptischen Pharao war der mittelalterliche König stärker vom Adel abhängig. Er musste mit Fürsten und Bischöfen zusammenarbeiten und wurde von den Kurfürsten gewählt – aber auf Lebenszeit, nicht jedes Jahr.
In welchem Jahr wurde Otto der Große zum Kaiser gekrönt?
Antwort:
962
Erklärung: Mit Otto beginnt die lange Verbindung von deutschem Königtum und römischem Kaisertum.
In welchem Jahr ging Heinrich IV. nach Canossa?
Antwort:
1077
Erklärung: Der König bat den Papst im Büßergewand um Aufhebung des Banns — ein Höhepunkt des Investiturstreits.
Um welche Frage stritten Kaiser und Papst, als Heinrich IV. nach Canossa ging?
Hattest du es gewusst?
Antwort:
wer Bischöfe einsetzen darf
Erklärung: Der Investiturstreit — Bischöfe waren zugleich geistliche Hirten und mächtige Lehnsherren, darum wollten beide Seiten sie bestimmen.
In welcher Stadt steht die Pfalzkapelle Karls des Großen?
Antwort:
Aachen
Erklärung: Dort wurden über 600 Jahre lang die deutschen Könige gekrönt — ein Bauwerk als Herrschaftsbotschaft.
Welches Ereignis ist der 1. der fünf Wendepunkte des Mittelalters?
Antwort:
Reichsbildung der Franken
Der wievielte der fünf Wendepunkte des Mittelalters ist Reichsbildung der Franken?
Antwort:
1
Welcher Wendepunkt des Mittelalters folgt auf Reichsbildung der Franken?
Antwort:
Kaiserkrönung Karls des Großen
Welches Ereignis ist der 2. der fünf Wendepunkte des Mittelalters?
Antwort:
Kaiserkrönung Karls des Großen
Der wievielte der fünf Wendepunkte des Mittelalters ist Kaiserkrönung Karls des Großen?
Antwort:
2
Welcher Wendepunkt des Mittelalters folgt auf Kaiserkrönung Karls des Großen?
Antwort:
Kaiserkrönung Ottos des Großen
Welcher Wendepunkt des Mittelalters kommt vor Kaiserkrönung Karls des Großen?
Antwort:
Reichsbildung der Franken
Welches Ereignis ist der 3. der fünf Wendepunkte des Mittelalters?
Antwort:
Kaiserkrönung Ottos des Großen
Der wievielte der fünf Wendepunkte des Mittelalters ist Kaiserkrönung Ottos des Großen?
Antwort:
3
Welcher Wendepunkt des Mittelalters folgt auf Kaiserkrönung Ottos des Großen?
Antwort:
Gang nach Canossa
Welcher Wendepunkt des Mittelalters kommt vor Kaiserkrönung Ottos des Großen?
Antwort:
Kaiserkrönung Karls des Großen
Welches Ereignis ist der 4. der fünf Wendepunkte des Mittelalters?
Antwort:
Gang nach Canossa
Der wievielte der fünf Wendepunkte des Mittelalters ist Gang nach Canossa?
Antwort:
4
Welcher Wendepunkt des Mittelalters folgt auf Gang nach Canossa?
Antwort:
Blüte der Staufer
Welcher Wendepunkt des Mittelalters kommt vor Gang nach Canossa?
Antwort:
Kaiserkrönung Ottos des Großen
Welches Ereignis ist der 5. der fünf Wendepunkte des Mittelalters?
Antwort:
Blüte der Staufer
Der wievielte der fünf Wendepunkte des Mittelalters ist Blüte der Staufer?
Antwort:
5
Welcher Wendepunkt des Mittelalters kommt vor Blüte der Staufer?
Antwort:
Gang nach Canossa
Nenne die fünf Wendepunkte des Mittelalters der Reihe nach.
Hattest du es gewusst?
Antwort:
Reichsbildung der Franken, Kaiserkrönung Karls des Großen, Kaiserkrönung Ottos des Großen, Gang nach Canossa, Blüte der Staufer