Erinnerung in der Region — Denkmäler, Feste und Gedenktage
Auf der Südseite des Münchner Siegestors steht „Dem Sieg geweiht, vom Krieg zerstört, zum Frieden mahnend“. Woran erinnert das Tor heute vor allem?
Erklärung: Gebaut wurde das Tor um 1850 für das bayerische Heer. Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg bekam es die neue Inschrift — seitdem mahnt es zum Frieden.
Ein Denkmal bedeutet für alle Menschen und zu allen Zeiten genau dasselbe.
Erklärung: Das Siegestor sollte zuerst einen Sieg feiern, heute mahnt es zum Frieden. Menschen deuten Erinnerung immer wieder neu.
Das Oktoberfest auf der Theresienwiese gibt es seit 1810. Welches Ereignis wurde damals gefeiert?
Erklärung: Zur Hochzeit gab es ein Pferderennen auf einer Wiese vor der Stadt. Nach der Braut heißt sie bis heute Theresienwiese.
In Landshut spielen alle vier Jahre Tausende Menschen in alten Gewändern die „Landshuter Hochzeit“ nach. Woran erinnert das Fest?
Erklärung: 1475 heiratete Herzog Georg der Reiche die polnische Königstochter Hedwig. Das Fest hält dieses echte Ereignis in Erinnerung.
Kurfürst Maximilian I. ließ 1638 die Mariensäule auf dem Marienplatz aufstellen. Wofür dankte er damit?
Erklärung: 1632 besetzten schwedische Truppen München, zerstörten die Stadt aber nicht. Die Säule ist ein Dank dafür. Den Bahnhof und das Oktoberfest gab es damals noch gar nicht.
An einer Hauswand in München hängt eine kleine Tafel mit einem Namen, Lebensdaten und dem Satz, dass dieser Mensch in der NS-Zeit verfolgt wurde. Was ist das?
Erklärung: Seit 2018 erinnert die Stadt München mit solchen Tafeln und Stelen an Menschen, die hier lebten und von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. So bekommen sie ihren Namen zurück.
Stolpersteine sind kleine Messingplatten im Boden vor Häusern. Sie tragen die Namen von Menschen, die dort wohnten und in der NS-Zeit verfolgt wurden.
Erklärung: Wer einen Stolperstein liest, bleibt kurz stehen und denkt an diesen einen Menschen.
Der Geschwister-Scholl-Platz in München ist nach Sophie und Hans Scholl benannt. Sie verteilten 1943 Flugblätter gegen die Herrschaft der ___.
Erklärung: Viele Straßennamen erinnern an Menschen. Sophie und Hans Scholl waren mutig und widersprachen dem Unrecht — dafür wurden sie bestraft.
Auf dem Kriegerdenkmal im Dorf stehen die Namen von Männern aus dem Ort, die in den Weltkriegen gestorben sind. Was tun die Menschen dort am Volkstrauertag im November?
Erklärung: Der Volkstrauertag ist ein stiller Gedenktag. Er erinnert an alle Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft und daran, Frieden zu bewahren.
Wenn Menschen an schlimme Ereignisse erinnern, wollen sie auch, dass so etwas nicht wieder passiert.
Erklärung: Gedenken schaut zurück und nach vorn: Es ehrt die Opfer und mahnt die Lebenden.
Lisa möchte herausfinden, warum ihre Straße „Am Brunnenfeld“ heißt. Wo erfährt sie das am verlässlichsten?
Erklärung: Archive und Museen bewahren Quellen auf, aus denen man die Herkunft von Namen und Denkmälern erfahren kann.
Die Theresienwiese heißt nach Prinzessin Therese. Ihr Name hält bis heute die Hochzeit von 1810 in Erinnerung.
Erklärung: Auch Orts- und Straßennamen sind Erinnerungszeichen. Wer nach dem Namen fragt, stößt auf ein Stück Geschichte.
Am Siegestor sind Teile der Figuren und Bilder nach dem Krieg absichtlich nicht wieder ergänzt worden. Was sollen Besucher daran sehen?
Erklärung: Das Tor wurde nach dem Krieg bewusst vereinfacht wiederaufgebaut. Die Lücken erinnern an die Zerstörung.