Relationale Datenbanken – Vertiefung
Was ist ein Primärschlüssel in einer relationalen Datenbank?
Erklärung: Der Primärschlüssel (Primary Key) muss eindeutig und nicht NULL sein. Beispiel: KundenNr in einer Kundentabelle. Er stellt sicher, dass jeder Datensatz unterscheidbar ist.
Ein ___ ist ein Attribut in einer Tabelle, das auf den Primärschlüssel einer anderen Tabelle verweist und so eine Beziehung herstellt.
Erklärung: Fremdschlüssel (Foreign Key) verknüpfen Tabellen: z. B. KundenNr in der Bestelltabelle verweist auf KundenNr in der Kundentabelle. So wird die 1:n-Beziehung 'Kunde hat Bestellungen' abgebildet.
Bei einer 1:n-Beziehung kann ein Datensatz der einen Tabelle mit mehreren Datensätzen der anderen Tabelle verknüpft sein.
Erklärung: Richtig. 1:n (eins-zu-viele): z. B. ein Kunde kann mehrere Bestellungen haben, aber jede Bestellung gehört zu genau einem Kunden. Der Fremdschlüssel steht in der n-Tabelle (Bestellung).
Was ist Redundanz in einer Datenbank?
Erklärung: Redundanz entsteht, wenn gleiche Daten an mehreren Stellen gespeichert werden. Beispiel: Die Kundenadresse steht in jeder Bestellung. Problem: Bei Adressänderung müssen alle Einträge aktualisiert werden.
Was ist eine 'Anomalie' in einer Datenbank?
Erklärung: Drei Arten: Einfügeanomalie (Daten können nicht eingefügt werden, weil andere Daten fehlen), Änderungsanomalie (Inkonsistenz bei Teilaktualisierung), Löschanomalie (unbeabsichtigter Datenverlust beim Löschen).
Die Eigenschaft, dass alle Daten in der Datenbank widerspruchsfrei und korrekt sind, nennt man ___.
Erklärung: Konsistenz bedeutet: Alle Daten sind korrekt, widerspruchsfrei und entsprechen den definierten Regeln. Redundanz gefährdet die Konsistenz, da bei Änderungen nicht alle Kopien aktualisiert werden könnten.
Welcher SQL-Befehl verknüpft zwei Tabellen über einen gemeinsamen Schlüssel?
Erklärung: JOIN verknüpft Tabellen: SELECT * FROM Kunden JOIN Bestellungen ON Kunden.KundenNr = Bestellungen.KundenNr. So werden Daten aus mehreren Tabellen in einer Abfrage kombiniert.
Was ist eine Kardinalität in der Datenmodellierung?
Erklärung: Kardinalitäten: 1:1 (genau ein Partner), 1:n (einer zu vielen), n:m (viele zu viele). Bei n:m-Beziehungen wird eine Zwischentabelle benötigt. Beispiel: Schüler-Kurse ist n:m.
Eine n:m-Beziehung wird in einer relationalen Datenbank über eine Zwischentabelle (Kreuztabelle) aufgelöst.
Erklärung: Richtig. Beispiel: Schüler nehmen an Kursen teil (n:m). Lösung: Tabelle 'Belegung' mit Fremdschlüsseln SchuelerNr und KursNr. So werden zwei 1:n-Beziehungen geschaffen.
SQL steht für ___ Query Language und ist die Standardsprache für Datenbankabfragen.
Erklärung: SQL (Structured Query Language) wurde in den 1970er-Jahren entwickelt und ist der Standard für relationale Datenbanken. Wichtige Befehle: SELECT, INSERT, UPDATE, DELETE, CREATE TABLE.
Welcher SQL-Befehl filtert Ergebnisse nach einer Bedingung?
Erklärung: WHERE filtert Zeilen: SELECT * FROM Schueler WHERE Klasse = '10a'. Mehrere Bedingungen werden mit AND/OR verknüpft: WHERE Note < 3 AND Fach = 'Deutsch'.
Welches SQL-Ergebnis liefert folgende Abfrage? SELECT COUNT(*) FROM Bestellungen WHERE KundenNr = 42
Erklärung: COUNT(*) zählt die Zeilen, die die WHERE-Bedingung erfüllen. Weitere Aggregatfunktionen: SUM() (Summe), AVG() (Durchschnitt), MAX(), MIN().
Ein Datenbankschema beschreibt die Struktur der Datenbank (Tabellen, Spalten, Datentypen, Beziehungen), nicht die konkreten Daten.
Erklärung: Richtig. Das Schema ist der Bauplan: Welche Tabellen gibt es? Welche Spalten mit welchen Datentypen? Welche Beziehungen? Die konkreten Daten (Zeilen) sind die Instanzen des Schemas.
Welche Chancen bietet die Verknüpfung großer Datenbestände?
Erklärung: Big Data ermöglicht: medizinische Forschung (Krankheitsmuster), effizientere Logistik, Verkehrssteuerung, personalisierte Empfehlungen. Aber: Es birgt auch Risiken für Datenschutz und Privatsphäre.
Welche Risiken birgt die automatisierte Analyse verknüpfter Datenbestände?
Erklärung: Risiken: Personenprofile ohne Wissen der Betroffenen, algorithmische Diskriminierung (z. B. bei Kreditvergabe), Überwachung, Datenlecks. Daher sind Datenschutzgesetze (DSGVO) und Transparenz wichtig.
Die Überführung eines objektorientierten Datenmodells (Klassen, Attribute, Beziehungen) in Tabellen mit Primär- und Fremdschlüsseln nennt man ___.
Erklärung: Bei der Transformation wird jede Klasse zu einer Tabelle, Attribute zu Spalten, Objekte zu Zeilen. Beziehungen werden über Fremdschlüssel (1:n) oder Zwischentabellen (n:m) abgebildet.