Heiß pürieren — halb voll, Dampf raus, langsam an
Drei Liter heiße Kürbissuppe sollen in den Standmixer. Wie füllst du ihn?
Erklärung: Heiße Suppe gibt beim Mixen Dampf ab, und der braucht Platz. Im halbvollen Behälter kann er entweichen; im randvollen drückt er den Deckel hoch. Halb voll allein reicht aber nicht — Deckel und Stufe gehören dazu.
Der Mixer ist halb voll mit heißer Suppe. Was machst du mit dem Deckel?
Erklärung: Durch die Öffnung entweicht der Dampf, das Tuch fängt Spritzer ab (Herstellerangaben, etwa Vitamix). Ein dichter Deckel staut den Dampf, ganz ohne Deckel fliegt die Suppe beim Anlaufen heraus.
Die heiße Suppe ist im Mixer, die Öffnung mit einem Tuch abgedeckt. Wie schaltest du ein?
Erklärung: Auf voller Stufe schießt die heiße Suppe schlagartig nach oben, auch bei kurzen Stößen. Langsam angefahren kommt die Masse in Bewegung, ohne gegen den Deckel zu schlagen.
Du pürierst die heiße Suppe mit dem Stabmixer direkt im Topf. Bring die Handgriffe in die richtige Reihenfolge.
Erklärung: Die Hersteller schreiben es so vor: erst eintauchen, dann einschalten — sonst spritzt heiße Suppe hoch. Vom Herd genommen, steht der Topf ruhig und das Gerät überhitzt nicht. Ausgeschaltet wird, bevor der Stab die Oberfläche verlässt.
In der Linsensuppe schwimmen noch ein Lorbeerblatt und ein Thymianzweig, der Stabmixer steht bereit. Was tust du?
Erklärung: Lorbeerblatt und Thymianstiel sind zäh und holzig; sie haben ihr Aroma beim Kochen schon abgegeben. Der Mixer zerhackt sie nur zu harten, kratzigen Splittern in der Suppe. Erst herausnehmen, dann pürieren.
Deine pürierte Spargelsuppe ist glatt, aber auf der Zunge spürst du noch feine Fasern. Was tust du?
Erklärung: Holzige Fasern zerkleinert auch der Mixer nicht ganz; das Sieb hält sie zurück. Passieren macht die Suppe samtig. Mehl bindet Flüssigkeit, keine Fasern.
Mit dem Stabmixer in der flachen Pfanne spritzt die heiße Sauce überall hin. Was hilft?
Erklärung: Der Stabmixer spritzt, sobald die Messer nicht ganz in der Flüssigkeit stecken. Ein hohes, schmales Gefäß gibt genug Tiefe. Schnellere Bewegung und höhere Stufe schleudern nur mehr heraus.
Im verschlossenen Smoothie-Becher kannst du eine heiße Suppe genauso pürieren wie einen Obst-Smoothie.
Erklärung: Die Hersteller solcher Becher verbieten heiße Zutaten ausdrücklich: Der Dampf baut im dichten Becher Druck auf, beim Öffnen oder schon beim Mixen kann die heiße Suppe herausschießen.
Ein Stabmixer im Topf spart das Umfüllen der heißen Suppe — und damit eine Gelegenheit, sich zu verbrühen.
Erklärung: Jedes Umgießen heißer Flüssigkeit ist eine Gelegenheit, sich zu verbrühen — und heiße Flüssigkeit, nicht der Backofen, verursacht die meisten Verbrennungen bei Kindern. Wer im Topf püriert, gießt nichts um.
Aus wenig Wasser wird beim Verdampfen sehr viel Dampf — darum baut heiße Suppe im dicht verschlossenen Mixer Druck auf.
Erklärung: Dampf braucht ein Vielfaches des Platzes, den das Wasser brauchte. Im offenen Topf entweicht er, im dichten Behälter drückt er gegen den Deckel. Darum: halb voll, Öffnung frei, Tuch darüber.
Hast du den Deckeleinsatz herausgenommen, darfst du den Mixer ruhig randvoll mit heißer Suppe füllen.
Erklärung: Die freie Öffnung lässt Dampf heraus, hält aber eine randvolle, aufwirbelnde Suppe nicht zurück. Die Regeln gelten zusammen: höchstens halb voll, Öffnung frei mit Tuch, kleine Stufe zuerst.
Um Reste vom Messer des Stabmixers abzustreifen, reicht es, ihn auszuschalten.
Erklärung: Ein Druck auf den Schalter, und das Messer läuft wieder an. Die Hersteller schreiben vor, vor dem Berühren des Messers den Stecker zu ziehen.
Das gefaltete Tuch über der Öffnung im Mixerdeckel legst du nur locker auf und drückst es nicht fest hinein.
Erklärung: Das Tuch soll Spritzer auffangen, der Dampf aber hindurch entweichen. Fest in die Öffnung gestopft, verschließt es den Deckel wieder — und der Dampf drückt von innen wie beim dichten Deckel.