Augenhöhe und Horizont — wohin der Fluchtpunkt wandert
Du zeichnest einen langen Flur im Stehen. Dann hockst du dich hin und zeichnest ihn noch einmal. Wo liegt der Fluchtpunkt jetzt?
Erklärung: Der Fluchtpunkt liegt immer auf Augenhöhe. Sinkt dein Auge, sinkt der Horizont mit ihm — und alle Fluchtlinien schwenken mit.
Eine Kiste steht auf dem Boden, ihr Deckel liegt unter deiner Augenhöhe. Was siehst du von ihr?
Erklärung: Alles unterhalb des Horizonts sieht man von oben. Je weiter unter dem Horizont, desto mehr vom Deckel.
Eine würfelförmige Lampe hängt hoch über deinem Kopf. Was siehst du von ihr?
Erklärung: Über dem Horizont sieht man Dinge von unten. Die waagerechten Kanten der Lampe laufen im Bild nach unten zum Fluchtpunkt.
Eine Kiste ist genau so hoch wie deine Augen; ihr Deckel liegt auf dem Horizont. Wie erscheint der Deckel?
Erklärung: Auf Augenhöhe schaust du genau in die Ebene des Deckels. Er schrumpft zu einer Linie auf dem Horizont.
In einem Bild von einer Stadtstraße liegt der Horizont dort, wo die Dächer aufhören und der Himmel beginnt.
Erklärung: Der Horizont liegt auf Augenhöhe des Betrachters — in einer Stadt meist in Höhe der Fenster im Erdgeschoss, mitten durch die Häuser. Wo der Himmel beginnt, hängt von der Höhe der Häuser ab.
Der Horizont liegt in einer richtigen Perspektive immer in der Bildmitte.
Erklärung: Er liegt dort, wo das Auge des Betrachters ist. Ein Bild aus Froschperspektive hat ihn ganz unten, eines aus Vogelperspektive weit oben oder sogar über dem Bildrand.
Du stehst auf einem ebenen Platz. Viele Erwachsene, so groß wie du, stehen nah und fern. Wo liegen ihre Köpfe im Bild?
Erklärung: Ihre Augen sind auf deiner Augenhöhe, also auf dem Horizont — egal wie weit weg. Nur die Füße rücken mit der Entfernung zum Horizont hinauf.
Auf demselben Platz steht ein Kind, halb so groĂź wie du. Wo liegt sein Kopf im Bild?
Erklärung: Sein Kopf ist tiefer als deine Augen, also unter dem Horizont — und zwar immer auf halber Strecke zwischen seinen Füßen und dem Horizont.
In einem Bild liegt der Horizont knapp über dem Boden, die Häuser ragen riesig nach oben. Wo stand der Zeichner?
Erklärung: Ein tiefer Horizont bedeutet ein tiefes Auge: Froschperspektive. Sie lässt Gebäude und Figuren mächtig wirken — Film und Werbung nutzen das.
Du siehst in einem Bild die Dächer der Häuser von oben, der Horizont liegt am oberen Bildrand. Welche Ansicht ist das?
Erklärung: Hoher Horizont, Dächer von oben: Das Auge war hoch über den Häusern — Vogelperspektive.
Die Linie in Augenhöhe, auf der die Fluchtpunkte liegen, heißt ___ .
Erklärung: Horizont, Horizontlinie und Augenhöhe meinen beim Zeichnen dasselbe — nicht die Kante zwischen Erde und Himmel.
Wohin wandert der Horizont, wenn du auf eine Leiter steigst?
Antwort:
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