Van Helmonts Weide auf der Waage
Angenommen, die Weide baut ihr Holz aus der Erde. Sie nimmt 74,5 kg zu. Was mĂŒsste die Waage danach fĂŒr die 90,7 kg Erde zeigen?
ErklĂ€rung: Was der Baum aus der Erde nimmt, fehlt der Erde: 90,7 kg â 74,5 kg â 16 kg. Gemessen hat van Helmont aber 90,6 kg â die Annahme war falsch.
Die Weide wog am Anfang 2,27 kg und nach fĂŒnf Jahren 76,74 kg. Um wie viel hat sie ungefĂ€hr zugenommen?
ErklĂ€rung: 76,74 kg â 2,27 kg = 74,47 kg, gerundet 74,5 kg. Van Helmont schrieb 5 Pfund und 169 Pfund 3 Unzen. Wer addiert, kommt auf 79 kg.
Der Baum hat rund 74 500 g gewonnen, die Erde 57 g verloren. Welcher Teil des Zuwachses könnte höchstens aus der Erde stammen?
ErklĂ€rung: 74 500 g : 57 g â 1300. Selbst wenn jedes fehlende Gramm Erde im Baum steckte, wĂ€re das nur ein winziger Bruchteil seines Holzes.
Van Helmont trocknete die Erde vor und nach dem Versuch, damit Wasser in der Erde das Wiegen nicht verfÀlschte.
ErklÀrung: Nasse Erde ist schwerer als trockene. Nur trocken gewogen lÀsst sich vergleichen, wie viel Erde selbst verschwunden ist.
Weil Pflanzen in der Erde wurzeln, nehmen sie ihr Baumaterial hauptsÀchlich aus der Erde auf.
ErklĂ€rung: Die Erde gibt Halt, Wasser und eine kleine Menge Mineralstoffe. Das Holz selbst besteht zum gröĂten Teil aus Stoffen, die nicht aus der Erde kommen â der Weidenversuch zeigt es auf der Waage.
Was sollte der gelochte Deckel vom Topf fernhalten?
ErklÀrung: Hineinwehender Staub hÀtte die Erde schwerer gemacht und den Verlust verdeckt. Wasser und Licht musste der Baum ja bekommen.
Tomaten können ganz ohne Erde in Wasser mit gelösten NĂ€hrsalzen wachsen und FrĂŒchte tragen.
ErklĂ€rung: In Hydrokultur wachsen Pflanzen ohne Erde. Sie brauchen Wasser, ein paar Mineralsalze, Licht und Luft â die Erde ist kein Baustoff.