Freier Fall und Fallbeschleunigung
Eine schwere Eisenkugel und eine leichte Holzkugel fallen (ohne Luftwiderstand) gleich schnell.
ErklĂ€rung: Richtig. In BodennĂ€he fallen alle Körper mit derselben Fallbeschleunigung g. Die schwere Kugel fĂ€llt nicht schneller als die leichte â die verbreitete Vorstellung âschwere Körper fallen schneller" ist falsch.
Zwei Kugeln, eine mit 1 kg und eine mit 5 kg, fallen im Vakuum aus gleicher Höhe los. Welche kommt zuerst unten an?
ErklĂ€rung: Ohne Luftwiderstand fallen alle Körper mit derselben Beschleunigung g. Die Masse spielt keine Rolle â beide Kugeln kommen gleichzeitig an. âSchwerer fĂ€llt schneller" gilt nur scheinbar, wegen des Luftwiderstands.
Ein Stein fĂ€llt aus der Ruhe frei nach unten (g = 10 m/sÂČ). Welche Geschwindigkeit (in m/s) hat er nach 2 Sekunden?
ErklĂ€rung: v = g · t = 10 m/sÂČ Â· 2 s = 20 m/s.
Ein Körper fĂ€llt aus der Ruhe frei (g = 10 m/sÂČ). Welche Geschwindigkeit (in m/s) hat er nach 4 Sekunden?
ErklĂ€rung: v = g · t = 10 m/sÂČ Â· 4 s = 40 m/s.
Ein Ball fĂ€llt aus der Ruhe frei (g = 10 m/sÂČ). Welche Strecke (in Metern) fĂ€llt er in den ersten 2 Sekunden?
ErklĂ€rung: s = œ · g · tÂČ = œ · 10 m/sÂČ Â· (2 s)ÂČ = œ · 10 · 4 m = 20 m.
In BodennÀhe fallen alle Körper (ohne Luftwiderstand) mit der gleichen Beschleunigung, der ___.
ErklĂ€rung: Die Fallbeschleunigung g â 10 m/sÂČ ist fĂŒr alle Körper am selben Ort gleich. Sie ist eine Beschleunigung, kein Tempo.
Im luftleeren Raum (Vakuum) fĂ€llt ein Körper gar nicht, weil ihn keine Luft nach unten drĂŒckt.
ErklÀrung: Falsch. Den Fall verursacht die Gewichtskraft (die Anziehung der Erde), nicht der Luftdruck. Im Vakuum fÀllt ein Körper sogar besonders sauber, weil kein Luftwiderstand bremst.
Ein Stein fĂ€llt frei. Was bedeutet die Fallbeschleunigung g â 10 m/sÂČ?
ErklĂ€rung: g ist eine Beschleunigung â eine GeschwindigkeitsĂ€nderung pro Zeit. g â 10 m/sÂČ heiĂt, die Fallgeschwindigkeit wĂ€chst jede Sekunde um rund 10 m/s, nicht dass Tempo oder Strecke 10 betragen.
Ein Stein fÀllt frei und ist nach 1 s 10 m/s, nach 2 s 20 m/s schnell. FÀllt er die ganze Zeit mit gleichbleibender Geschwindigkeit?
ErklĂ€rung: Falsch. Die Geschwindigkeit wĂ€chst je Sekunde um g â 10 m/s (10 â 20 m/s), bleibt also nicht gleich. Der freie Fall ist eine gleichmĂ€Ăig beschleunigte Bewegung (a = g â 10 m/sÂČ), keine gleichförmige.
Ein Apfel löst sich vom Baum und fÀllt. Welche Kraft beschleunigt ihn nach unten?
ErklĂ€rung: Der freie Fall ist die Bewegung unter der Gewichtskraft F_G = m · g. Es gibt keine âgespeicherte Fallkraft" im Apfel, und der Luftdruck treibt den Fall nicht an.
Ein Stein fĂ€llt aus der Ruhe frei (g = 10 m/sÂČ). Welche Geschwindigkeit (in m/s) hat er nach 3 Sekunden?
ErklĂ€rung: v = g · t = 10 m/sÂČ Â· 3 s = 30 m/s (etwa 108 km/h).
Am höchsten Punkt eines senkrecht hochgeworfenen Balls ist die Geschwindigkeit kurz null â also ist dort auch die Beschleunigung null.
ErklĂ€rung: Falsch. Am höchsten Punkt ist die Geschwindigkeit null, aber die Gewichtskraft wirkt weiter â die Beschleunigung ist auch dort g â 10 m/sÂČ nach unten. Geschwindigkeit null bedeutet nicht Beschleunigung null.
Ein Ball fĂ€llt aus der Ruhe frei (g = 10 m/sÂČ). Welche Strecke (in Metern) fĂ€llt er in 3 Sekunden?
ErklĂ€rung: s = œ · g · tÂČ = œ · 10 m/sÂČ Â· (3 s)ÂČ = œ · 10 · 9 m = 45 m.
Eine Feder und eine MĂŒnze fallen in der Luft â die MĂŒnze kommt zuerst unten an. Woran liegt das?
ErklĂ€rung: Die Feder wird durch den Luftwiderstand viel stĂ€rker gebremst als die kompakte MĂŒnze. Ohne Luft (im Vakuum) fielen beide mit g und kĂ€men gleichzeitig an. In Luft entscheidet, wie groĂ der Luftwiderstand im Vergleich zur Gewichtskraft ist â bei der leichten, breiten Feder fast so groĂ wie ihre Gewichtskraft, bei der kompakten MĂŒnze winzig.