Konten abschließen
31. Dezember: Das Konto Materialaufwand von Harrys Bäckerei weist im Soll 7.640 € aus. Welcher Abschlussbuchungssatz gehört dazu?
Erklärung: Das Aufwandskonto gibt seinen Saldo ab, steht also im Haben; das GuV-Konto nimmt ihn auf und steht im Soll. Ins Schlussbilanzkonto kommt es nicht — dort stehen nur Bestände, und verbrauchtes Mehl ist kein Bestand mehr.
31. Dezember: Das Konto Umsatzerlöse weist im Haben 26.700 € aus. Welcher Abschlussbuchungssatz gehört dazu?
Erklärung: Der Saldo steht im Haben, ausgeglichen wird das Ertragskonto also im Soll — und ein Buchungssatz nennt immer erst das Konto im Soll, dann das im Haben. Deshalb Umsatzerlöse an GuV-Konto: Der Ertrag gibt seinen Saldo ab, das GuV-Konto nimmt ihn auf.
31. Dezember: Das Konto Abschreibungen weist im Soll 2.180 € aus. Welcher Abschlussbuchungssatz gehört dazu?
Erklärung: Abschreibungen sind ein Aufwandskonto und werden wie jedes andere über die GuV abgeschlossen. Dass für sie im ganzen Jahr kein Geld geflossen ist, ändert am Abschluss nichts.
31. Dezember: Das GuV-Konto zeigt im Soll Aufwendungen von 13.870 € und im Haben Erträge von 22.480 €. Welcher Abschlussbuchungssatz gehört dazu?
Erklärung: 22.480 € − 13.870 € = 8.610 € Gewinn. Weil die Erfolgskonten Unterkonten des Eigenkapitals sind, geht ihr Ergebnis dorthin zurück und nicht direkt ins Schlussbilanzkonto — in die Bilanz kommt es trotzdem, nämlich innerhalb des Eigenkapitals.
31. Dezember eines schlechten Jahres: Das GuV-Konto zeigt im Soll Aufwendungen von 18.300 € und im Haben Erträge von 16.550 €. Welcher Abschlussbuchungssatz gehört dazu?
Erklärung: 18.300 € − 16.550 € = 1.750 € Verlust. Jetzt fehlt dem GuV-Konto der Betrag im Haben, also gibt das Eigenkapital ihn ab: Harry gehört am Jahresende 1.750 € weniger vom Betrieb.
31. Dezember: Das Aktivkonto Bank hat einen Schlussbestand von 9.320 €. Welcher Abschlussbuchungssatz gehört dazu?
Erklärung: Das Aktivkonto gibt seinen Bestand ab und wird dafür im Haben ausgeglichen; das Schlussbilanzkonto nimmt ihn im Soll auf. Über die GuV geht nur, was verbraucht oder geschaffen wurde — Geld auf dem Konto ist beides nicht.
31. Dezember: Das Passivkonto Darlehen hat einen Schlussbestand von 16.200 €. Welcher Abschlussbuchungssatz gehört dazu?
Erklärung: Ein Passivkonto trägt seinen Bestand im Haben, wird also im Soll ausgeglichen — und steht damit im Buchungssatz vorn. Im Schlussbilanzkonto landet er rechts, bei der Mittelherkunft.
Das Konto Kasse: Anfangsbestand 1.740 € im Soll, im Jahr Zugänge von 4.560 € und Abgänge von 3.290 €. Wie hoch ist der Schlussbestand?
Erklärung: 1.740 € + 4.560 € − 3.290 € = 3.010 €. Wer alle drei Zahlen addiert, bekommt 9.590 € und hat die Abgänge wie Zugänge behandelt; wer den Anfangsbestand vergisst, bekommt 1.270 €.
Harrys Summenbilanz zeigt links 84.500 € und rechts 83.700 €. Beim Nachsehen findet er den Grund: Die Barzahlung von 800 € an den Mühlenlieferanten wurde nur im Soll der Verbindlichkeiten gebucht. Welche Eintragung fehlt?
Erklärung: Das Bargeld hat den Betrieb verlassen: Werteabgang, also Haben. Die Differenz von 800 € war kein Grund, irgendwo 800 € einzutragen, damit es passt — sie hat genau gezeigt, welche halbe Buchung fehlt.
Harrys Summen- und Saldenbilanz weicht um 450 € ab. Er trägt die 450 € als „Sonstiges“ im Haben ein, damit beide Seiten gleich sind. Damit ist sein Abschluss in Ordnung.
Erklärung: Nein. Die Probe ist jetzt aufgegangen, der Fehler steht aber weiter in den Büchern — und ein zweiter, erfundener Posten daneben. Eine Differenz ist ein Suchauftrag, kein Rechenposten.
Die Schlussbilanz von Harrys Bäckerei zeigt links 41.250 € und rechts 41.250 €. Daraus folgt, dass die Bäckerei in diesem Jahr Gewinn gemacht hat.
Erklärung: Nein. Beide Seiten sind immer gleich groß, im guten wie im schlechten Jahr: Sie beschreiben dasselbe Geld zweimal — links, was daraus geworden ist, rechts, woher es kam. Ob es ein Gewinn war, steht im Eigenkapital und in der GuV, nicht in der Übereinstimmung der Summen.
Am 31. Dezember sind bei Harry noch drei Konten offen. Welches davon wird über das GuV-Konto abgeschlossen?
Erklärung: Nur der Personalaufwand sammelt Verbrauch. Das Mehl im Lager und die offenen Lieferantenrechnungen sind Bestände und gehen ins Schlussbilanzkonto.
Der Saldo des GuV-Kontos wird nicht ins Schlussbilanzkonto gebucht, sondern auf das Konto ___.
Erklärung: Erfolgskonten sind Unterkonten des Eigenkapitals, und über das GuV-Konto kommt ihr gesammeltes Ergebnis dorthin zurück. In die Bilanz gelangt es damit trotzdem — als Teil des Eigenkapitals.
Das GuV-Konto von Harrys Bäckerei zeigt im Soll Aufwendungen von 17.260 € und im Haben Erträge von 23.140 €. Wie hoch ist der Gewinn in Euro?
Erklärung: 23.140 € − 17.260 € = 5.880 €. Dieser Saldo fehlt dem Konto im Soll und wird von dort aufs Eigenkapital gebucht.
Im Schlussbilanzkonto stehen im Soll Geschäftsausstattung 21.900 €, Rohstoffe 3.290 €, Bank 9.320 € und Kasse 3.010 €; im Haben Darlehen 16.200 € und Verbindlichkeiten 6.470 €. Wie hoch ist das Eigenkapital in Euro?
Erklärung: 37.520 € − 22.670 € = 14.850 €. Das ist keine Zahl, die man einträgt, damit es passt: Beide Seiten beschreiben dasselbe Vermögen, links wozu es geworden ist, rechts woher es kam — und was nicht von anderen kommt, gehört Harry.