Alltag in Athen und Attika

Everyday life in Athens and Attica

Altgriechisch Klasse 8 11 Aufgaben
KulturAlltagsleben

Wie die Menschen der Lektüretexte lebten: der οἶκος als Wirtschafts- und Familieneinheit, Landarbeit und Handwerk, Rollen von Männern, Frauen, Kindern und Sklaven, Essen, Kleidung, Schule und Symposion. Der Hintergrund, vor dem die Anfangslektüre spielt und den Xenophons Alltagsschilderungen voraussetzen.

Leicht
Multiple Choice #1 25s ▶ Testen

Was bezeichnet ὁ οἶκος im klassischen Athen?

  • ● Haus, Familie und Besitz als eine Wirtschaftseinheit
  • ○ nur das Gebäude
  • ○ den Tempel
Der Oikos umfasst Menschen, Gebäude, Land und Vieh — deshalb heißt „Haushaltsführung" οἰκονομία, das Wurzelwort unserer „Ökonomie".
Multiple Choice #2 25s ▶ Testen

Wovon lebte die Mehrheit der attischen Bevölkerung?

  • ● von der Landwirtschaft — Getreide, Oliven, Wein, Schafe und Ziegen
  • ○ vom Seehandel
  • ○ vom Töpferhandwerk
Die Öl-, Wein- und Getreidewirtschaft des Philon-Hofs ist der attische Normalfall; Handwerk und Handel konzentrierten sich in Stadt und Hafen.
Multiple Choice #3 12s ▶ Testen

Theano kauft auf dem Markt ἔλαιον. Was bringt sie nach Hause?

  • ● Olivenöl
  • ○ Wein
  • ○ Getreide
ἔλαιον ist das Olivenöl — Speise, Lampenbrennstoff und Körperpflege zugleich. Wein heißt οἶνος, Getreide σῖτος. Unser „Öl" (lateinisch oleum) stammt von diesem Wort.
Multiple Choice #4 15s ▶ Testen

Die Mädchen gehen zur κρήνη und holen Wasser (Hof des Philon, Kap. 4). Wohin gehen sie?

  • ● zum Brunnen bzw. zur Quelle
  • ○ zum Fluss Ilissos zum Baden
  • ○ zum Hafen Piräus
Häuser hatten meist kein fließendes Wasser; Wasserholen an der κρήνη (Brunnenhaus, Quelle) war Arbeit der Frauen und Mädchen — und Treffpunkt.
Wahr / Falsch #5 12s ▶ Testen

Das Wort „Ökonomie" stammt von ὁ οἶκος („Haus, Haushalt").

✓ Wahr
οἰκονομία = die Ordnung (νόμος) des Hauses (οἶκος). Xenophon schrieb dazu einen eigenen Dialog, den „Oikonomikos".
Mittel
Wahr / Falsch #1 25s ▶ Testen

Richtig oder falsch? Bürgerliche Frauen in Athen führten den Haushalt, waren aber von Volksversammlung und Gericht ausgeschlossen.

✓ Wahr
Richtig — die Quellen (z. B. Xenophons Oikonomikos) zeigen die Frau als Herrin des Innenbereichs, ohne politische Rechte. Ein Befund, den man beim Lesen mitdenken muss.
Multiple Choice #2 30s ▶ Testen

Was lernten athenische Jungen in der Schule?

  • ● Lesen und Schreiben, Musik (Lyra) und Sport in der Palästra
  • ○ Rhetorik ab dem 6. Lebensjahr
  • ○ nur Kriegshandwerk
Grammatistes, Kitharistes und Paidotribes — die drei klassischen Lehrer. Mädchen lernten im Haus; höhere Bildung boten später Sophisten (gegen Geld) oder das Gespräch mit Sokrates (gratis).
Multiple Choice #3 30s ▶ Testen

Ein großer Teil der Arbeit in Haus, Werkstatt und Bergwerk wurde geleistet von …

  • ● Sklavinnen und Sklaven — unfreien Menschen, die gekauft und verkauft wurden
  • ○ Lohnarbeitern mit Verträgen
  • ○ Maschinen
Die attische Gesellschaft war eine Sklavenhaltergesellschaft; Wohlstand und Muße der Bürger beruhten darauf. Die Texte erwähnen es beiläufig — lesen sollte man es nicht beiläufig.
Multiple Choice #4 15s ▶ Testen

Wer bringt den Jungen eines reichen Athener Haushalts zur Schule und passt auf ihn auf?

  • ● der παιδαγωγός, ein Sklave
  • ○ der Vater selbst
  • ○ ein bezahlter Sophist
Der παιδαγωγός („Kinderführer") war ein Sklave, der den Jungen begleitete. Aus dem Wort wurde unser „Pädagoge" — ein Aufstieg, den sich der Sklave kaum hätte vorstellen können.
Multiple Choice #5 15s ▶ Testen

Abends liegen Männer auf Klinen, trinken mit Wasser gemischten Wein und diskutieren. Wie heißt das?

  • ● συμπόσιον
  • ○ ἐκκλησία
  • ○ ἀγορά
Das Symposion („gemeinsames Trinken") war ein privates Fest der Männer; Platons Dialog „Symposion" spielt auf einem. Die ἐκκλησία ist die Volksversammlung, die ἀγορά der Marktplatz.
Wahr / Falsch #6 12s ▶ Testen

Athenische Mädchen gingen wie die Jungen täglich zur Schule in die Palästra.

✓ Falsch
Schule und Palästra waren den Jungen vorbehalten; Mädchen lernten zu Hause, was der οἶκος verlangte (Spinnen, Weben, Haushaltsführung). Einige lernten dort auch lesen.