Der Schauplatz fast aller Lektüretexte: Athen im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. — Agora, Akropolis, Volksversammlung und Gerichte, Bürger, Metöken und Sklaven. Wer die Institutionen kennt, versteht, warum Sokrates vor 500 Richtern steht und worüber Xenophons Zeitgenossen streiten.
● der zentrale Markt- und Versammlungsplatz — Handel, Gericht und Gespräch an einem Ort
○ der Tempel der Athene
○ das Theater
Auf der Agora kauft Theano in der Anfangslektüre ein — und dort spricht der historische Sokrates die Bürger an. Wirtschaft, Politik und Philosophie teilen sich denselben Platz.
Wie hießen die in Athen ansässigen Fremden, die kein Bürgerrecht (kein Stimmrecht in der Ekklesia) hatten?
✓ Antwort: Metöken
Metöken zahlten Steuern und dienten im Heer, hatten aber kein Stimmrecht — ebenso wenig Sklaven und die Frauen der Bürger. Die attische Demokratie war direkt, aber exklusiv: „die Athener" in der Lektüre sind die erwachsenen männlichen Bürger.
Richtig oder falsch? Athenische Gerichte wie das im Prozess des Sokrates bestanden aus hunderten geloster Bürger-Richter.
✓ Wahr
Richtig — Sokrates stand 399 v. Chr. vor 501 gelosten Richtern (Platons Apologie). Es gab keine Berufsrichter und keine Staatsanwaltschaft; Bürger klagten Bürger an.
Der größte Teil Attikas bestand nicht aus der Stadt, sondern aus …
● Dörfern (δῆμοι) und Bauernhöfen — wie dem Hof des Philon in der Anfangslektüre
○ Palästen
○ Bergwerken
Die Mehrheit der Athener waren Bauern; zur Volksversammlung und zu den Festen wanderten sie in die Stadt — genau der Weg, den Kapitel 5 der Anfangslektüre erzählt.
Wie wurden die meisten athenischen Ämter besetzt — etwa die Ratsherren im Rat der 500?
● durch das Los
○ durch Erbfolge
○ durch Ernennung des Königs
Das Los galt als demokratischstes Verfahren: Jeder Bürger konnte drankommen. Gewählt wurden vor allem die zehn Strategen, deren Amt Fachwissen verlangte.