Die Kinder erklären den Gasaustausch in Lunge und Gewebe als Diffusion entlang des Konzentrationsgefälles und vergleichen „Lungen" mit verschiedener Fläche und Wanddicke: Rund 100 m² Austauschfläche und eine Barriere von etwa einem Tausendstel Millimeter machen die Lunge schnell. Sie verfolgen ein Sauerstoffmolekül durch Lungenvene, linkes Herz, Aorta und Kapillare bis in die Muskelzelle und zurück und begründen, warum die linke Kammer die dickste Wand hat. Dabei fallen drei hartnäckige Fehlvorstellungen: Venenblut sei blau, Arterien führten immer sauerstoffreiches Blut, und das Herz pumpe nur in einen einzigen Kreislauf (Arnaudin & Mintzes 1985; Michael et al. 2002). Blutdruck, Rauchen, Herzinfarkt und Herzdruckmassage schließen an; der Transport endet dort, wo die Zellatmung beginnt.
Eine Person bricht zusammen und atmet nicht normal. Du hast 112 angerufen. Was tust du jetzt?
â—Ź In der Brustmitte 100- bis 120-mal pro Minute fest drĂĽcken
â—‹ Die Person aufsetzen und ihr Wasser geben
â—‹ Ruhig warten, bis der Rettungsdienst kommt
Die Herzdruckmassage hält den Kreislauf und damit die Sauerstoffversorgung des Gehirns in Gang. Ohne sie sinken die Überlebenschancen mit jeder Minute deutlich.
Die linke Kammer drückt das Blut durch den ganzen Körper und muss dafür viel höheren Druck aufbauen als die rechte, die nur bis zur nahen Lunge pumpt.
Welche dieser gedachten Lungen tauscht Gase am schnellsten aus?
● Fläche 100 m², Wand 0,001 mm dick
○ Fläche 100 m², Wand 0,01 mm dick
○ Fläche 10 m², Wand 0,001 mm dick
Diffusion ist umso schneller, je größer die Fläche und je kürzer der Weg. Die echte Lunge verbindet beides: rund 100 m² und eine Barriere von etwa einem Tausendstel Millimeter.