Semikolon und Gedankenstrich
Semicolon and Dash
Zwischen Punkt und Komma stehen zwei Zeichen, die man für eine Wirkung wählt. Das Semikolon verbindet zwei Hauptsätze, die enger zusammengehören, als ein Punkt zeigen würde (Es regnete stark; wir blieben im Haus), und gliedert lange Aufzählungen in Gruppen. Der Gedankenstrich setzt einen Einschub oder Nachtrag deutlich ab und bereitet eine Überraschung vor (Er öffnete die Truhe – sie war leer); ein Einschub braucht ihn vorne und hinten. Vorgebeugt wird dem Semikolon vor einem Nebensatz (*Wir blieben drinnen; weil es regnete) und dem halben Gedankenstrich-Paar. Bredel (2011) trennt syntaktische Zeichen wie das Semikolon von Zeichen, die den Lesefluss unterbrechen; geübt wird an Satzpaaren. Ziel: bewusste Zeichensetzung in Erzählung, Erörterung und Analyse.
Voraussetzungen (1)
Welcher Satz ist richtig gesetzt?
„Ich gehe nach Hause; weil ich müde bin.“ ist richtig gesetzt.
„Lisa lernt Englisch; ihr Bruder lernt Französisch.“ ist richtig gesetzt.
Welcher Satz ist richtig gesetzt?
„Am Ende – und das hatte niemand erwartet – gewann der Außenseiter.“ ist richtig gesetzt.
Welcher Satz ist richtig gesetzt?
„Die Tür ging – auf und herein kam ein Hund.“ ist richtig gesetzt.
Welcher Satz ist richtig gesetzt?
„Ich freue mich auf die Ferien; denn dann fahren wir ans Meer.“ ist richtig gesetzt.
Trenne die zwei Gruppen: Im Korb lagen Äpfel, Birnen und Pflaumen___ Brot, Käse und Wurst.
Welcher Satz gliedert die Einkaufsliste richtig?
„Mein Bruder – er ist zwölf, spielt Fußball.“ ist richtig gesetzt.
Welcher Satz setzt den Gedankenstrich richtig vor die Ăśberraschung?