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Wiederholtes Heben und Tragen überlastet bei Eltern typische Stellen: das Handgelenk (die „Mama-Daumen"-Sehnenreizung de Quervain), den unteren Rücken und den Nacken. Ein neutrales Handgelenk, das Greifen mit der ganzen Hand statt nur dem Daumen und regelmäßiger Seitenwechsel beugen den Beschwerden vor. Der eigene Körper ist Teil der Ausrüstung — Schonung ist keine Schwäche.

Auch du bist Teil der Statik. Die häufigste Tragverletzung der Eltern sitzt nicht im Rücken, sondern im Handgelenk — der „Mama-Daumen" (fachlich de Quervain), eine schmerzhafte Reizung der Sehnen auf der Daumenseite. Sie entsteht genau dann, wenn man das Kind immer wieder mit abgespreiztem Daumen und geknicktem Handgelenk hochhebt.

✗ geknickt, Daumen raus ✓ gerade, ganze Hand
Links: das Kind mit abgespreiztem Daumen und geknicktem Handgelenk gegriffen — genau das reizt die Daumensehnen. Rechts: mit der ganzen, flachen Hand von unten schöpfen, Handgelenk gerade, Daumen angelegt.

Die Vorbeugung passt in eine Zeile: mit der ganzen Handfläche und dem Unterarm von unten schöpfen statt mit den Daumen unter den Achseln zu greifen, das Handgelenk gerade halten und beide Arme abwechseln. Tut es schon weh, hilft eine kurze Schonung, eine Schiene und der Gang zur Hand- oder Physiotherapie — das „Mama-Daumen"-Problem ist häufig und gut behandelbar.

Dasselbe Prinzip gilt für den ganzen Körper: nah heben, Seite wechseln, zwischendurch aufrichten. Du trägst dein Kind jahrelang, viele Male am Tag. Gut auf dich zu achten ist kein Luxus — es ist die Voraussetzung dafür, es weiter tragen zu können.

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