Schwerer wird's — nah am Körper, aus den Beinen

It gets heavier — close to the body, lift with the legs

EntwicklungBewegungTragenErgonomie

Mit steigendem Gewicht des Kindes ändert sich die Hebemechanik: die Last dicht am Körper führen, aus den Beinen heben statt aus dem runden Rücken und dabei nicht verdrehen. So trägt die kräftige Bein- und Hüftmuskulatur die Arbeit, nicht die Bandscheiben. Praktisch heißt das auch, den Gitterbettboden rechtzeitig tiefer zu stellen.

Mit jedem Kilo verschiebt sich das Problem vom Baby zu dir. Zwei Hebel entscheiden, ob dein Rücken das mitmacht: wie nah die Last an deinem Körper ist, und woraus du hebst — aus den Beinen oder aus dem runden Rücken.

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Links: aus dem runden Rücken gehoben, die Last weit vom Körper — der größte Rückenfehler. Rechts: in die Hüfte und Knie gehen, gerader Rücken, das Kind nah am Körper, mit den Beinen hochdrücken.

Die Mechanik dahinter ist simpel: Je weiter die Last vom Rücken weg ist, desto größer der Hebel auf die Lendenwirbel — ein Kind auf Armeslänge belastet die Wirbelsäule um ein Vielfaches mehr als dasselbe Kind nah am Bauch. Deshalb: erst nah heranholen, aus Hüfte und Knien in die Höhe, und nicht verdrehen — beim Wegdrehen die Füße versetzen, nicht den Rumpf.

Zwei Handgriffe an der Umgebung sparen den meisten Ärger: das Gitterbett tief stellen (oder die Seite herunterlassen), damit du nicht über den Rand langen musst, und nah ans Bett treten, bevor du hebst. Rückenschmerzen nach der Geburt sind extrem häufig — und genau diese Wiederholungen, dutzende Male am Tag, sind der Grund.

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