Menschen, die sich fĂĽr andere einsetzen

People who stand up for others

Ethik Klasse 4 15 Aufgaben
EthikHilfeVerantwortungMotivationSozial-bĂĽrgerliches Leben

Henri Dunant sah 1859 nach der Schlacht von Solferino Tausende Verwundete ohne Hilfe und gab mit seinem Buch den Anstoß zum Roten Kreuz (gegründet 1863; erster Friedensnobelpreis 1901). Hermann Gmeiner gründete 1949 in Imst in Tirol das erste SOS-Kinderdorf; Mutter Teresa pflegte als Ordensschwester Arme und Kranke in Kalkutta; Albert Schweitzer baute als Arzt ein Krankenhaus in Lambaréné im heutigen Gabun; Wangari Maathai ließ in Kenia mit vielen Frauen Bäume pflanzen (Green Belt Movement, Friedensnobelpreis 2004); Felix Finkbeiner gründete 2007 als Neunjähriger in Bayern die Kinderinitiative Plant-for-the-Planet, angeregt durch Maathai. Die Kinder ordnen Person, Form des Einsatzes und den Beweggrund zu, den die Lebensgeschichte selbst nennt — Mitgefühl nach etwas selbst Erlebtem, Glaube, Sorge um die Natur, ein Vorbild — und erkennen, dass auch die Lesepatin oder die Freiwillige Feuerwehr ohne Lohn Engagement ist. Verhindert wird der Schluss, Einsatz für andere sei etwas nur für Berühmte. Für die Frage, ob Helfen glücklich macht, steht ein Befund, kein Urteil: Aknin, Hamlin und Dunn (2012, PLoS ONE 7, e39211) beobachteten, dass schon Kinder unter zwei Jahren fröhlicher wirkten, wenn sie etwas abgaben, als wenn sie selbst etwas bekamen. Ob ein Leben durch Einsatz für andere „erfüllt“ wird, bleibt offen und wird begründet (Martens 1999). LehrplanPLUS GS Ethik 3/4, 3.1 Soziales Engagement begreifen (Motive und Formen in Lebensläufen engagierter Menschen; Einsatz für andere und ein erfülltes Leben). Bereitet vor: `ethik.erwachsen-werden` (Ethik 7, wofür ich selbst einstehen will) und `ethik.umwelt-und-tierethik`.

Leicht
Multiple Choice #1 15s â–¶ Testen

Diese Person sah 1859 nach der Schlacht von Solferino viele Verwundete ohne Hilfe und gab den AnstoĂź zum Roten Kreuz. Wer war das?

  • â—Ź Henri Dunant
  • â—‹ Albert Schweitzer
  • â—‹ Hermann Gmeiner
Henri Dunant schrieb ĂĽber Solferino ein Buch; daraus entstand 1863 das Rote Kreuz. Er bekam 1901 den ersten Friedensnobelpreis.
Multiple Choice #2 15s â–¶ Testen

Diese Person ließ in Kenia mit vielen Frauen Millionen Bäume pflanzen und bekam 2004 den Friedensnobelpreis. Wer war das?

  • â—Ź Wangari Maathai
  • â—‹ Felix Finkbeiner
  • â—‹ Mutter Teresa
Wangari Maathai gründete in Kenia das Green Belt Movement. Felix Finkbeiner pflanzt auch Bäume, aber er hat in Bayern angefangen — und sich Maathai zum Vorbild genommen.
Multiple Choice #3 15s â–¶ Testen

Diese Person gründete 2007 als Viertklässler in Bayern eine Kinderinitiative zum Bäumepflanzen. Wer war das?

  • â—Ź Felix Finkbeiner
  • â—‹ Wangari Maathai
  • â—‹ Hermann Gmeiner
Felix Finkbeiner war neun, als er nach einem Referat Plant-for-the-Planet gründete. Kinder können sich also auch selbst engagieren.
Multiple Choice #4 12s â–¶ Testen

Diese Person kĂĽmmerte sich als Ordensschwester in Kalkutta in Indien um Arme und Kranke. Wer war das?

  • â—Ź Mutter Teresa
  • â—‹ Wangari Maathai
  • â—‹ Albert Schweitzer
Mutter Teresa lebte als katholische Ordensschwester in Kalkutta und grĂĽndete dort einen Orden, der Armen und Kranken hilft.
Multiple Choice #5 15s â–¶ Testen

Henri Dunant schrieb, dass ihn das Leid der Verwundeten, das er selbst gesehen hatte, nicht mehr loslieĂź. Welcher Beweggrund wird hier genannt?

  • â—Ź MitgefĂĽhl nach etwas selbst Erlebtem
  • â—‹ Sorge um die Natur
  • â—‹ Ein Vorbild, dem er nacheifern wollte
Dunant hatte die Not mit eigenen Augen gesehen. Aus diesem MitgefĂĽhl wurde sein Einsatz.
Multiple Choice #6 12s â–¶ Testen

Mutter Teresa sagte, sie folge mit ihrer Arbeit einem Ruf Gottes. Welcher Beweggrund wird hier genannt?

  • â—Ź Ihr Glaube
  • â—‹ Sorge um die Natur
  • â—‹ Ein Vorbild, dem sie nacheifern wollte
Nach ihrem christlichen Glauben wollte Mutter Teresa Gott dienen, indem sie den Ärmsten half. Das ist ein religiöser Beweggrund.
Wahr / Falsch #7 12s â–¶ Testen

Frau Berg ist nicht berühmt. Jeden Dienstag liest sie ohne Lohn mit Kindern, denen Lesen schwerfällt. Ihr Einsatz zählt trotzdem nicht als Engagement.

âś“ Falsch
Doch. Engagement heißt, sich freiwillig für andere einzusetzen — dafür muss niemand berühmt sein.
LĂĽckentext #8 10s â–¶ Testen

Herr Yilmaz ist in seiner Freizeit bei der Freiwilligen Feuerwehr und bekommt dafĂĽr keinen Lohn. Er hat ein ___.

âś“ Antwort: Ehrenamt
Ehrenamt — eine Aufgabe, die man freiwillig und ohne Lohn für andere übernimmt.
Mittel
Multiple Choice #1 15s â–¶ Testen

Diese Person grĂĽndete 1949 in Tirol das erste SOS-Kinderdorf fĂĽr Kinder, die keine Familie mehr hatten. Wer war das?

  • â—Ź Hermann Gmeiner
  • â—‹ Henri Dunant
  • â—‹ Albert Schweitzer
Hermann Gmeiner wollte Kindern ein Zuhause geben, in dem sie wie in einer Familie aufwachsen. Heute gibt es SOS-Kinderdörfer auf der ganzen Welt.
Multiple Choice #2 15s â–¶ Testen

Diese Person baute als Arzt ein Krankenhaus in Lambaréné in Afrika und behandelte dort Kranke. Wer war das?

  • â—Ź Albert Schweitzer
  • â—‹ Henri Dunant
  • â—‹ Mutter Teresa
Albert Schweitzer war Arzt und gründete 1913 das Krankenhaus in Lambaréné im heutigen Gabun. Dunant half Verwundeten nach einer Schlacht, war aber kein Arzt.
Multiple Choice #3 15s â–¶ Testen

Wangari Maathai sah, dass in ihrer Heimat Wälder verschwanden und Bäche austrockneten. Welcher Beweggrund wird hier genannt?

  • â—Ź Sorge um die Natur
  • â—‹ Ihr Glaube
  • â—‹ Ein Vorbild, dem sie nacheifern wollte
Ohne Bäume trocknet der Boden aus, und Wasser und Brennholz werden knapp. Maathai pflanzte Bäume, um das zu ändern.
Multiple Choice #4 15s â–¶ Testen

Felix Finkbeiner las von Wangari Maathai und wollte, dass Kinder es ihr nachmachen. Welcher Beweggrund wird hier genannt?

  • â—Ź Ein Vorbild, dem er nacheifern wollte
  • â—‹ MitgefĂĽhl nach etwas selbst Erlebtem
  • â—‹ Sein Glaube
Felix nahm sich Maathai zum Vorbild. So kann der Einsatz eines Menschen andere anstecken.
Wahr / Falsch #5 15s â–¶ Testen

Forscherinnen beobachteten kleine Kinder: Wenn sie einem anderen etwas von ihren Leckerlis abgaben, wirkten sie fröhlicher, als wenn sie selbst eins bekamen.

âś“ Wahr
Ja. Das fanden Aknin, Hamlin und Dunn (2012) bei Kindern unter zwei Jahren. Geben kann also auch dem Gebenden Freude machen.
KI-bewertete Frage #6 120s â–¶ Testen

Wofür könntest du dich selbst einsetzen — in der Schule, in deinem Ort oder für die Natur? Was wäre ein erster Schritt, und warum ist dir das wichtig?

✓ Antwort: Ich könnte für die Kinder in der ersten Klasse eine Pausenspiel-Kiste machen. Zuerst frage ich meine Lehrerin, ob wir alte Spiele sammeln dürfen. Mir ist das wichtig, weil ich in der ersten Klasse oft nicht wusste, was ich spielen soll.
KI-bewertete Frage #7 130s â–¶ Testen

Henri Dunant hat sein ganzes Geld verloren und war später lange arm. Trotzdem hat er vielen Menschen geholfen. Kann ein Leben glücklich sein, wenn man viel für andere tut und selbst wenig hat? Begründe.

âś“ Antwort: Ich glaube schon, weil man sich freut, wenn man sieht, dass man geholfen hat. Aber wenn man gar nichts zu essen hat, ist man bestimmt nicht glĂĽcklich. Ein bisschen muss man auch fĂĽr sich selbst sorgen.