Die Mastery-Engine
The Mastery Engine
Mastery-Lernen hält den Anspruch fest und lässt die Zeit variieren: Weiter geht es erst, wenn ein Thema wirklich sitzt (Richtwert ≥ 90 %). Dazu kommen verteiltes Üben und eine Arbeitsteilung aus Maschine und Lernbegleitung: Die Maschine liefert den Stoff auf dem Stand jedes Kindes, der Mensch begleitet. Die Idee ist alt. Fido rechnet mit ihrer realistischen Wirkung, nicht mit den berühmten zwei Sigma.
1984 berichtete der Bildungsforscher Benjamin Bloom, dass Kinder mit Einzelunterricht, die erst weiterlernten, wenn sie den Stoff beherrschten, dem Klassendurchschnitt weit voraus waren: um zwei Standardabweichungen. Dass Einzelbetreuung nach diesem Prinzip deutlich mehr bringt als Unterricht in der Gruppe, ist seither gut belegt. Die Größe des Vorsprungs dagegen nicht.
Der Grund ist einfach. Im normalen Unterricht steht die
Zeit fest: Nach ein paar Wochen nimmt die ganze Klasse das
nächste Thema, ob alle das alte können oder nicht. Wie viel dabei
hängen bleibt, ist von Kind zu Kind verschieden.
Genau das tut unsere Lernsoftware, die Mastery-Engine. Sie stellt
Aufgaben auf passendem Niveau, gibt sofort Rückmeldung und schaltet
ein Thema erst frei, wenn ein Kind es sicher kann. Die Grenze liegt
bei etwa 90 Prozent richtig gelöster Aufgaben. Gelernte Themen kommen
in Abständen wieder, bevor die Erinnerung daran verblasst. Die
Forschung nennt das
Blooms berühmte „zwei Sigma“ stammen aus kleinen, kurzen Studien mit Einzelunterricht und sind nie wiederholt worden. Belastbar sind kleinere Werte: Mastery-Lernen erreicht bei Tests über den geübten Stoff Effektstärken von etwa 0,4 bis 0,8, also knapp eine halbe bis gut drei viertel Standardabweichung. Bei allgemeinen Leistungstests bleibt fast nichts davon übrig. Am größten ist der Vorsprung, wenn Maschine und Mensch zusammenarbeiten.
Deshalb teilt Fido die Arbeit. Die Maschine übernimmt Üben, Tempo und
Prüfen. Die