Vieles von Montessori
A Great Deal from Montessori
Fido übernimmt viel von Montessori: die vorbereitete Umgebung, Freiheit in klaren Grenzen, echte Arbeit, altersgemischte Gruppen, sich selbst korrigierendes Material in der Grundschule und eine Lernbegleitung, die vorbereitet, statt anzutreiben. Die eine bewusste Abweichung: Fido ergänzt ein verbindliches Fundament und ein Anreizsystem mit festen Regeln, wo die Montessori-Tradition äußeren Anreizen skeptisch gegenübersteht.
Vor ĂĽber hundert Jahren entwarf Maria Montessori ein Bild vom Lernen,
auf dem auch Fido aufbaut. Kinder lernen darin in einer sorgfältig
Konkret ĂĽbernehmen wir vier Dinge:
- Die vorbereitete Umgebung. Nicht der Erwachsene treibt an, sondern der Raum lädt ein; die Lernbegleitung bereitet ihn vor. Material und Aufgaben liegen so bereit, dass ein Kind selbst danach greifen kann.
- Freiheit in klaren Grenzen. Das Kind wählt, woran und wie lange es arbeitet, innerhalb eines Rahmens, den die Erwachsenen setzen und auf den Verlass ist. Das ist der Kern unseres freien Modus.
- Material, das sich selbst korrigiert. Montessoris Material ist so gebaut, dass jeweils nur eine Eigenschaft variiert und das Kind seinen Fehler selbst sieht, ohne dass ein Erwachsener ihn benennt. FĂĽr Stellenwert und BrĂĽche gibt es eigene Materialien, etwa das goldene Perlenmaterial und die Bruchkreise. In der Grundschule arbeiten unsere Kinder damit, neben der kurzen Zeit am Tablet.
- Altersgemischte Gruppen. Kinder lernen von den etwas Älteren und erklären den etwas Jüngeren, was sie schon können. So arbeiten auch die Montessori-Schulen in München.
An einer Stelle biegen wir bewusst anders ab. Die Montessori-Tradition setzt auf die innere Motivation und ist skeptisch gegenüber äußeren Anreizen. Auch wir bauen auf die eigenen Antriebe der Kinder. Für den akademischen Kern legen wir aber zusätzlich ein verbindliches Fundament fest, also das, was jedes Kind sicher lernen soll, und setzen ein Anreizsystem mit festen Regeln darauf. Der Grund: Manches Nötige macht nicht von allein Freude und muss trotzdem sitzen. Offen bleibt, worauf sich solche Entscheidungen stützen, wenn nicht auf Geschmack.