Der Stundenplan

The Timetable

Das Fido-Curriculum Klasse 1
Fido MetaCurriculum Structure

Das feste Wochengerüst hat echte Uhrzeiten: Ankommensfenster, Morgenkreis, zwei Arbeitsblöcke, gemeinsames Mittagessen, bildschirmfreier Nachmittag, Abschlusskreis, freie Zeit. Jeder Wochentag trägt einen eigenen Charakter. Mit dem Alter wandert das Gerüst vom verwobenen Vormittag der Kleinen zum festen Mastery-Block der Älteren.

Die drei Modi brauchen ein Gerüst: einen festen Wochenrhythmus, auf den sich Kinder und Eltern verlassen können. Das Prinzip dahinter ist einfach: Die Struktur bleibt jeden Tag gleich, der Inhalt wechselt. Kinder, besonders jüngere, arbeiten am besten in verlässlichen Routinen. Und Eltern wissen am Sonntag, was die Woche bringt. Deshalb hat auch jeder Wochentag einen festen Charakter: montags Kunst und Werken, dienstags Waldtag mit einem ganzen Vormittag im Wald, mittwochs Sport in der Turnhalle, donnerstags Alltagskönnen vom Kochen bis zur Gartenarbeit, freitags Schulversammlung und Wochenrückblick, und der Tag endet früher.

So sieht das Gerüst der Grundschule aus, mit konkreten Uhrzeiten, so wie es heute entworfen ist. Die Tabs zeigen daneben den Freitag und, als Ausblick, die Mittelstufe:

Wähle einen Tab: Montag bis Donnerstag, Freitag oder die Mittelstufe. Die Höhe jedes Blocks entspricht seiner Dauer.

Ein paar Dinge am Gerüst sind Absicht und keine Nebensache. Der Schultag reicht von 8 bis 16 Uhr und deckt damit einen vollen Arbeitstag der Eltern ab (Ganztagsschule). Gebracht und abgeholt wird in einem Zeitfenster, nicht zur Minute. Die Bildschirmarbeit liegt am Vormittag, ab dem Mittag ist der Tag bildschirmfrei. In der Grundschule bleibt die gesamte Tablet-Zeit bei höchstens rund sechzig Minuten, eingewoben in längere Arbeitsblöcke statt am Stück. Pausen, Übergänge und mindestens eine Stunde draußen sind fest eingeplant, bei jedem Wetter.

Ein Dienstag, von vorn

Wie sich das anfühlt, zeigt am besten ein einzelnes Kind. Mia, sieben, zweite Klasse, kommt um Viertel vor acht mit ihrer Freundin an und verschwindet in der Leseecke. Im Morgenkreis singt die Gruppe, dann erzählt jedes Kind einen Satz. Heute ist Waldtag, der ganze Vormittag gehört dem Wald: Spuren lesen, Hütten bauen, unterwegs zählen und benennen. Was hier geschieht, ist Sachunterricht, Sport und Deutsch in einem.

Zurück im Haus holt sie noch vor dem Essen ihren einen Mastery-Pomodoro nach, einen konzentrierten Übungsblock von fünfundzwanzig Minuten, Kopfhörer auf, genau ihre Aufgaben. Dann isst sie am gemischten Tisch neben ihrem Lesepaten aus der Vierten. Am Nachmittag ist Sing-Werkstatt. Im Abschlusskreis sagt sie, was sie heute geknackt hat, und die letzte Dreiviertelstunde gehört ihr allein.

Dasselbe Gerüst, mitwachsend

Das Gerüst wächst mit dem Alter mit. In der Grundschule sind die Modi ineinander verwoben. Die Arbeitsblöcke wechseln zwischen Material, kleiner Lektion und einem kurzen Pomodoro. Das ergibt keinen „Bildschirm-Vormittag“, sondern einen Montessori-Vormittag mit eingebetteter Übung.

In der Mittelstufe entsteht daraus ein eigener Mastery-Vormittag mit bis zu vier Pomodoros, deren Reihenfolge der Lernende wählt. In der Oberstufe werden fünf bis sechs daraus, hinauf bis zur Abitur-Tiefe. Die Nachmittage gehören dann zunehmend eigenen Projekten, Aufgaben im Schulbetrieb und Einsätzen außerhalb des Hauses.

Vergleiche die drei Linien: Jede ist eine Altersstufe, und die drei Segmente zeigen die Anteile der Modi an der strukturierten Zeit; dazu steht die tägliche Mastery-Dosis.

Verbindlich entworfen ist heute nur die Grundschule. Die Pläne für Mittel- und Oberstufe sind Skizzen, die aus der Grundschul-Erfahrung heraus überarbeitet werden. Und das Gerüst beantwortet absichtlich nur die halbe Frage. Es sagt, wann ein Arbeitsblock ist, aber nicht, was ein bestimmtes Kind darin tut, in welcher Ecke, mit welchem Erwachsenen. Die andere Hälfte beantwortet jeden Abend der Tagesplaner – davon handelt der nächste Abschnitt.

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