Das Kind liest Jonglier-Muster als Zahlenfolgen: Jede Ziffer sagt, nach wie vielen Takten derselbe Ball wieder geworfen wird — je größer, desto höher. Es rechnet aus dem Durchschnitt der Ziffern die Ballzahl („441“: 9 : 3 = 3 Bälle), erkennt, dass ungerade Würfe die Hand wechseln und gerade in derselben Hand landen, und prüft, ob ein Muster überhaupt jonglierbar ist. Typische Fehler, die die Aufgaben gezielt ansprechen: die größte Ziffer oder die Summe für die Ballzahl halten, oder „da steht eine 3, also drei Bälle“. Grundlage ist die Siteswap-Notation von 1985 (Klimek; Magnusson & Tiemann; Day, Wright & Chalcraft), mathematisch aufbereitet bei Polster (2003). Bereitet das Lesen und Klatschen von Tricks wie dem Shower („51“), dem Fountain („4“) und der Fünf-Ball-Kaskade („5“) vor und übt den Durchschnitt aus Mathe 4/5.
Welcher Wurf landet in derselben Hand, aus der er geworfen wurde?
● eine 4
○ eine 3
○ eine 5
Gerade Zahlen bleiben in derselben Hand, ungerade wechseln die Hand. Darum kreuzt die Kaskade (3), und das Vier-Ball-Fountain (4) besteht aus zwei getrennten Säulen.
Bei „423“ landet in jedem Takt genau ein Ball. Bei „432“ landen alle drei Würfe im selben Takt (0 + 4 = 1 + 3 = 2 + 2 = 4) und stoßen zusammen. Bei „443“ ist der Durchschnitt 11 : 3 keine ganze Zahl — so ein Muster gibt es nicht.