Die Alpen sind ein Hochgebirge, dessen Vegetation sich mit der Höhe in Stufen ordnet — vom Laubwald über Nadelwald und Almen bis zu Fels und Eis oberhalb der Baumgrenze. Auf den Almen wird im Sommer Vieh gehalten, im Winter lebt die Region stark vom Tourismus, der Wertschöpfung bringt, aber Hänge, Wasser und Landschaft belastet. Lawinen und Muren sind typische Naturgefahren des steilen Reliefs. Die Alpengletscher schrumpfen sichtbar und sind damit ein unmittelbarer Anzeiger des Klimawandels; im Alpenvorland zeugen Seen und Moränen von den eiszeitlichen Gletschern.
â—Ź Durch das ZusammenstoĂźen der afrikanischen und der eurasischen Platte
â—‹ Durch Gletscherschmelze
Die Alpen sind ein Faltengebirge. Sie entstanden, weil die afrikanische Platte gegen die eurasische Platte drĂĽckte und dabei Gesteinsschichten aufgefaltet wurden.
Das Alpenvorland liegt zwischen den Alpen und der Donau.
âś“ Wahr
Das Alpenvorland erstreckt sich nördlich der Alpen bis etwa zur Donau. Es ist eine sanft hügelige Landschaft, die von Gletschern der Eiszeit geformt wurde.
Im Alpenvorland gibt es viele Seen, die durch Gletscher der Eiszeit entstanden sind.
âś“ Wahr
Gletscher haben tiefe Becken ausgeschĂĽrft, die sich nach dem Abschmelzen mit Wasser fĂĽllten. Beispiele sind der Starnberger See, der Ammersee und der Chiemsee.
Die Gletscher der Eiszeit haben Gestein transportiert und als Moränen abgelagert. Hinter den Moränenwällen staute sich Wasser – so entstanden viele Seen (z. B. Starnberger See, Chiemsee).
In einem Alpental soll ein neues Skigebiet entstehen: Pisten, Lifte, Hotels und ein groĂźer Parkplatz. Welche Folge hat das fĂĽr die Natur?
● Lebensräume von Tieren und Pflanzen gehen verloren
○ Der Bergwald wächst dichter als vorher
â—‹ Scheue Tiere finden mehr Ruhe als vorher
Durch den Bau von Skipisten, Liftanlagen, Straßen und Hotels werden natürliche Lebensräume zerstört, Böden verdichtet und Tiere gestört. Deshalb ist starker Tourismus ein Problem für die Natur in den Alpen.
Bei einer Wanderung im Alpenvorland siehst du einen langen HĂĽgelwall aus Kies, Sand und Gesteinsbrocken, den ein Gletscher der Eiszeit hier abgelagert hat. Wie heiĂźt so ein Wall?
● Moräne
â—‹ DĂĽne
â—‹ Deich
Eine Moräne besteht aus Gestein, Kies und Sand, das ein Gletscher transportiert und bei seinem Rückzug abgelagert hat. Dünen schüttet der Wind auf, Deiche bauen Menschen zum Schutz vor Hochwasser.
Oberhalb eines Bergdorfs ist der Hang steil und kahl. Immer wieder gehen dort Lawinen ab. Was schĂĽtzt das Dorf am besten?
● Am Hang Bäume pflanzen und Lawinenverbauungen errichten
â—‹ Am Hang eine breite Skipiste anlegen
â—‹ Unten im Tal einen Staudamm bauen
Wald hält Schneemassen am Hang fest (Schutzwald), und Lawinenverbauungen aus Stahl oder Beton verhindern das Abrutschen. Eine kahle Piste macht den Hang eher gefährlicher, und ein Staudamm hilft gegen Hochwasser, nicht gegen Lawinen.