Wo ein Lebensmittel herkommt und wie es dorthin gelangt, entscheidet über seine Umweltbilanz. Eine Erdbeere im Winter reist per Flugzeug oder wächst im beheizten Gewächshaus — beides kostet viel Energie, während dieselbe Frucht im Sommer aus der Region kaum Transport braucht. Fleisch beansprucht ein Vielfaches der Fläche und des Wassers pflanzlicher Nahrung, und ein großer Teil aller Lebensmittel wird weggeworfen, bevor er gegessen wird. Siegel versprechen Orientierung, sagen aber je nach Kriterium (Fläche, Wasser, Emissionen, Arbeitsbedingungen) sehr Unterschiedliches aus.
Saisonales Einkaufen bedeutet, Obst und Gemüse dann zu kaufen, wenn es in der Region natürlich wächst.
âś“ Wahr
Richtig. Saisonale Lebensmittel werden zur natürlichen Erntezeit gekauft (z. B. Erdbeeren im Sommer, Äpfel im Herbst). Das spart Energie für Beheizung und Transport.
Was ist ein Wochenmarkt und warum ist er nachhaltig?
â—‹ Ein Online-Shop fĂĽr Lebensmittel
â—Ź Ein Markt, auf dem regionale Erzeuger direkt an Verbraucher verkaufen
â—‹ Ein Supermarkt mit langen Ă–ffnungszeiten
○ Ein Großmarkt für Händler
Auf Wochenmärkten verkaufen lokale Bauern und Erzeuger direkt an Verbraucher. Das verkürzt Transportwege, reduziert Verpackung und stärkt die regionale Wirtschaft.
Etwa ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel wird ___, statt gegessen.
âś“ Antwort: weggeworfen
Lebensmittelverschwendung ist ein großes Problem. In der EU werden jährlich rund 88 Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet – vom Feld bis zum Teller.
Richtig. Ein Saisonkalender zeigt, welches Obst und GemĂĽse gerade in der Region Saison hat. Wer danach einkauft, kauft frischer, gĂĽnstiger und klimafreundlicher.
Im Juni wachsen Erdbeeren in Bayern draußen in der Sonne – ohne Heizung und ohne langen Transport. Im Januar muss ein Gewächshaus in Bayern stark beheizt werden; das kostet viel Energie, obwohl die Erdbeeren aus der Region kommen. Erdbeeren aus Marokko reisen weit, und „bio“ ändert nichts am Transportweg.
Die Entfernung, die ein Lebensmittel vom Erzeuger bis zum Verbraucher zurĂĽcklegt, nennt man ___.
âś“ Antwort: Lebensmittelkilometer
Lebensmittelkilometer (auch: Food Miles) messen die Transportentfernung. Lange Wege bedeuten meist mehr COâ‚‚-Emissionen durch LKW, Schiff oder Flugzeug.
Im Supermarkt liegen drei Sorten Tomaten. Welche darf das EU-Bio-Siegel tragen?
â—Ź Aus Spanien, ohne KunstdĂĽnger und Spritzmittel
â—‹ Aus dem Nachbardorf, mit KunstdĂĽnger gedĂĽngt
â—‹ Aus veganem Anbau, mit KunstdĂĽnger gedĂĽngt
Das EU-Bio-Siegel bekommen nur Produkte, die ohne chemisch-synthetische Pestizide und ohne Kunstdünger erzeugt wurden. Woher sie kommen, ist egal: Auch spanische Tomaten können bio sein, Tomaten aus dem Nachbardorf nicht automatisch. „Vegan“ sagt nur, dass keine tierischen Zutaten enthalten sind – nichts über den Dünger.
Was versteht man unter dem ökologischen Fußabdruck eines Lebensmittels?
○ Die Größe der Verpackung
â—Ź Die Gesamtmenge an Ressourcen und Emissionen, die bei Produktion, Transport und Verbrauch anfallen
â—‹ Das Gewicht des Lebensmittels
â—‹ Den Preis pro Kilogramm
Der ökologische Fußabdruck erfasst den gesamten Ressourcenverbrauch: Wasser, Energie, Fläche und CO₂-Emissionen von der Erzeugung bis zum Verbrauch.
Ordne die Transportmittel nach COâ‚‚-Effizienz (am sparsamsten zuerst).
âś“ Antwort: Schiff, Bahn, LKW, Flugzeug
Schiffe transportieren groĂźe Mengen mit wenig COâ‚‚ pro Tonne. Die Bahn ist ebenfalls effizient. LKW und besonders Flugzeuge verursachen deutlich mehr Emissionen.
Importierte Lebensmittel haben immer einen höheren CO₂-Fußabdruck als regionale Produkte.
âś“ Falsch
Falsch. Nicht immer – es kommt auf die gesamte Ökobilanz an. Tomaten aus Spanien im Winter können klimafreundlicher sein als beheizte Gewächshaus-Tomaten aus Deutschland.