Europäische Integration

European Integration

Geschichte Klasse 10 15 Aufgaben
Europäische IntegrationEUEuropaKerncurriculum

Die europäische Integration war die Antwort auf zwei Weltkriege: Wer Kohle und Stahl — die Rohstoffe des Krieges — gemeinsam verwaltet, kann schwer noch gegeneinander rüsten. Aus der Montanunion 1951 folgten die Römischen Verträge, der Binnenmarkt, Maastricht mit dem Euro und die Osterweiterung. Das Prinzip heißt Frieden durch Verflechtung. Seine Bedeutung misst sich an der vorangegangenen Kriegserfahrung — ohne dass Krisen wie Brexit und Reformstau ausgeblendet werden.

Voraussetzungen (1)

Leicht
Multiple Choice #1 25s â–¶ Testen

Was war das ursprüngliche Ziel der europäischen Integration nach dem Zweiten Weltkrieg?

  • â—‹ Eine europäische Armee aufzubauen
  • â—Ź Durch wirtschaftliche Verflechtung einen dauerhaften Frieden in Europa zu sichern
  • â—‹ Die Kolonialmächte zu stärken
  • â—‹ Eine gemeinsame Sprache einzufĂĽhren
Die Grundidee: Wenn Staaten wirtschaftlich voneinander abhängig sind, wird ein Krieg unwahrscheinlich. Die Montanunion (EGKS, 1951) legte den Grundstein, indem sie die Kohle- und Stahlproduktion gemeinsam verwaltete.
LĂĽckentext #2 15s â–¶ Testen

Der deutsch-französische Freundschaftsvertrag (Élysée-Vertrag) wurde ___ unterzeichnet und markierte die Aussöhnung der früheren 'Erbfeinde'.

âś“ Antwort: 1963
Adenauer und de Gaulle unterzeichneten 1963 den Élysée-Vertrag. Er institutionalisierte regelmäßige Konsultationen und Jugendaustausch und gilt als Meilenstein der europäischen Versöhnung.
Wahr / Falsch #3 15s â–¶ Testen

Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) wurde 1957 durch die Römischen Verträge gegründet.

âś“ Wahr
Richtig. Die Römischen Verträge (1957) gründeten die EWG und Euratom. Gründungsmitglieder: Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, Niederlande, Luxemburg.
Multiple Choice #4 20s â–¶ Testen

In welchem Jahr wurde die Europäische Union (EU) gegründet?

  • â—‹ 1957
  • â—‹ 1989
  • â—Ź 1992
  • â—‹ 2002
Der Vertrag von Maastricht (1992) begründete die Europäische Union und führte die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik sowie die Unionsbürgerschaft ein. Er legte auch den Grundstein für den Euro.
Wahr / Falsch #5 15s â–¶ Testen

Die EU hat heute mehr als 25 Mitgliedstaaten.

âś“ Wahr
Richtig. Die EU hat 27 Mitgliedstaaten (seit dem Brexit 2020, als GroĂźbritannien austrat). Vor dem Brexit waren es 28.
LĂĽckentext #6 15s â–¶ Testen

Der ___ ist seit 2002 das gemeinsame Zahlungsmittel in vielen EU-Staaten und Symbol der wirtschaftlichen Integration.

âś“ Antwort: Euro
Der Euro wurde 1999 als Buchgeld und 2002 als Bargeld eingefĂĽhrt. Heute nutzen 20 der 27 EU-Staaten den Euro (Eurozone).
Wahr / Falsch #7 15s â–¶ Testen

Der Brexit war der erste Fall, dass ein Mitgliedstaat die EU verlieĂź.

âś“ Wahr
Richtig. 2016 stimmten die Briten per Referendum für den Austritt. Am 31. Januar 2020 verließ das Vereinigte Königreich offiziell die EU — ein historischer Einschnitt.
LĂĽckentext #8 15s â–¶ Testen

Das Schengener Abkommen ermöglichte die Abschaffung der ___kontrollen zwischen den teilnehmenden Staaten.

âś“ Antwort: Grenz
Das Schengener Abkommen (1985/1990) schuf den Schengen-Raum: freies Reisen ohne Passkontrollen an den Binnengrenzen. Heute gehören 29 Staaten zum Schengen-Raum.
Mittel
Multiple Choice #1 25s â–¶ Testen

Was bedeutet 'Osterweiterung der EU'?

  • â—‹ Die Expansion der EU nach Asien
  • â—Ź Der Beitritt mittel- und osteuropäischer Staaten nach dem Ende des Kalten Krieges
  • â—‹ Die GrĂĽndung der EU im Osten Europas
  • â—‹ Der Beitritt der TĂĽrkei
2004 traten 10 Staaten bei (u. a. Polen, Ungarn, Tschechien, Baltische Staaten), 2007 Rumänien und Bulgarien, 2013 Kroatien. Die Osterweiterung war eine historische Chance, Europa nach der Teilung wieder zu vereinen.
LĂĽckentext #2 20s â–¶ Testen

Der Vertrag von ___ (2009) reformierte die EU-Institutionen und stärkte die Rolle des Europäischen Parlaments.

âś“ Antwort: Lissabon
Der Vertrag von Lissabon (2007 unterzeichnet, 2009 in Kraft) ersetzte den gescheiterten EU-Verfassungsentwurf. Er schuf den Posten des ständigen Ratspräsidenten und des Hohen Vertreters für Außenpolitik.
Multiple Choice #3 20s â–¶ Testen

Welche Institution der EU wird direkt von den Bürgern gewählt?

  • â—‹ Die Europäische Kommission
  • â—Ź Das Europäische Parlament
  • â—‹ Der Europäische Rat
  • â—‹ Der Europäische Gerichtshof
Das Europäische Parlament ist das einzige direkt gewählte EU-Organ. Seit 1979 finden alle fünf Jahre Europawahlen statt. Es hat Mitentscheidungsrechte bei Gesetzgebung und Haushalt.
Multiple Choice #4 30s â–¶ Testen

Was war der Schuman-Plan (1950)?

  • â—‹ Ein Plan zur Wiedervereinigung Deutschlands
  • â—Ź Der Vorschlag, die französische und deutsche Kohle- und Stahlproduktion einer gemeinsamen Behörde zu unterstellen
  • â—‹ Ein VerteidigungsbĂĽndnis
  • â—‹ Ein Marshallplan fĂĽr Osteuropa
Robert Schuman (französischer Außenminister) schlug 1950 vor, Kohle und Stahl gemeinsam zu verwalten — die Schlüsselindustrien für Kriegsführung. Daraus entstand 1951 die EGKS (Montanunion).
Sortieren #5 35s â–¶ Testen

Ordne die Stationen der europäischen Integration chronologisch.

✓ Antwort: EGKS (Montanunion), Römische Verträge (EWG), Élysée-Vertrag, Vertrag von Maastricht (EU-Gründung)
EGKS 1951 — Römische Verträge 1957 — Élysée-Vertrag 1963 — Maastricht 1992.
Multiple Choice #6 25s â–¶ Testen

Welche Grundfreiheiten garantiert der EU-Binnenmarkt?

  • â—‹ Nur Freiheit des Warenverkehrs
  • â—Ź Freier Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital
  • â—‹ Nur Reisefreiheit
  • â—‹ Freiheit der Religion und Presse
Die vier Grundfreiheiten des Binnenmarkts: freier Warenverkehr, PersonenfreizĂĽgigkeit, Dienstleistungsfreiheit und freier Kapitalverkehr. Sie bilden das wirtschaftliche Fundament der EU.
Multiple Choice #7 20s â–¶ Testen

Zwei EU-Staaten streiten ĂĽber die Fangmengen fĂĽr Fisch in der Nordsee. Wie wird dieser Streit heute ausgetragen?

  • â—‹ Mit Zöllen auf die Waren des anderen
  • â—Ź In Verhandlungen im EU-Ministerrat
  • â—‹ Mit Kriegsschiffen vor der KĂĽste
Die EU-Staaten legen Fangmengen jedes Jahr gemeinsam im Rat fest. Weil sie wirtschaftlich und politisch eng verflochten sind, tragen sie Konflikte in Verhandlungen und vor Gerichten aus – Zölle untereinander verbietet der Binnenmarkt, und ein Krieg zwischen Mitgliedstaaten ist undenkbar geworden. Nach Jahrhunderten europäischer Kriege nennt man die EU deshalb ein Friedensprojekt; 2012 erhielt sie den Friedensnobelpreis.