Public History und Erinnerungspolitik
Public History and Politics of Memory
Public History fragt, wie Geschichte außerhalb der Wissenschaft öffentlich genutzt wird — in Gedenktagen, Denkmälern, Museen, Filmen und Politik. Diese Geschichtskultur ist nie neutral: Wer an etwas erinnert, trifft eine Auswahl und verfolgt oft ein Interesse. Sie zu dekonstruieren heißt, die Instrumentalisierung von Vergangenheit für gegenwärtige Zwecke sichtbar zu machen. Das Werkzeug dafür ist eine vertiefte Quellenkritik, die auch Denkmäler und Filme als Quellen liest.
Voraussetzungen (2)
Was bezeichnet der Begriff "Public History"?
Geschichte kann politisch instrumentalisiert werden, indem sie selektiv erzählt wird, um eine Gruppe zu legitimieren oder eine andere abzuwerten.
Was ist mit "Instrumentalisierung von Geschichte" gemeint?
Die Gesamtheit der Formen, in denen eine Gesellschaft sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzt — Denkmäler, Gedenktage, Filme, Museen —, nennt man ___-kultur.
Ein Social-Media-Post zeigt ein Foto mit der Unterschrift „Berlin, Mai 1945“. Welcher Befund zeigt, dass diese Angabe falsch ist?
Ein Denkmal stellt eine historische Figur heldenhaft dar. Als Quelle betrachtet, worĂĽber gibt es am sichersten Auskunft?
Ein Historienfilm zeigt das Mittelalter dramatisch und detailreich. Welche quellenkritische Haltung ist angemessen?
Weil zwei Länder dasselbe Ereignis unterschiedlich erinnern, ist eines der beiden Geschichtsbilder automatisch "richtig" und das andere "falsch".