Die attische Demokratie entstand in Schritten — von Solons Reformen über Kleisthenes zu Perikles im 5. Jahrhundert v. Chr. Ihr Kern waren die Volksversammlung, der Rat der 500 und das Losverfahren, mit dem Ämter besetzt wurden. Doch teilhaben durfte nur ein kleiner Teil: freie, erwachsene, männliche Bürger — Frauen, Metöken und Sklaven waren ausgeschlossen. Athen war also direkt und ausschließend, unsere Demokratie ist repräsentativ und allgemein; beides gleichzusetzen wäre falsch. Vertieft wird das im Artikel zur attischen Demokratie.
Das griechische Wort 'Demokratie' bedeutet Herrschaft des ___.
âś“ Antwort: Volkes
Demokratie setzt sich zusammen aus 'demos' (Volk) und 'kratos' (Herrschaft). In Athen bedeutete dies, dass die BĂĽrger selbst ĂĽber politische Fragen entschieden.
Tausende BĂĽrger Athens kommen auf einem HĂĽgel zusammen, diskutieren und stimmen ĂĽber Krieg und neue Gesetze ab. Wie heiĂźt diese Einrichtung?
â—Ź Volksversammlung (Ekklesia)
â—‹ Rat der 500
â—‹ Areopag
In der Volksversammlung (Ekklesia) kamen die BĂĽrger zusammen, diskutierten und stimmten ĂĽber Gesetze, Krieg und Frieden ab. Jeder BĂĽrger hatte eine Stimme. Der Rat der 500 bereitete die Sitzungen nur vor.
Gegen welches GroĂźreich fĂĽhrten die Griechen die Perserkriege?
○ Das Römische Reich
○ Das Ägyptische Reich
â—Ź Das Persische Reich
Die Perserkriege (490–479 v. Chr.) waren Konflikte zwischen den griechischen Poleis und dem persischen Großreich. Wichtige Schlachten waren Marathon (490) und Salamis (480 v. Chr.).
In der modernen Demokratie in Deutschland dürfen alle Erwachsenen wählen, unabhängig vom Geschlecht.
âś“ Wahr
Richtig! Im Gegensatz zur athenischen Demokratie haben in Deutschland alle Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren das Wahlrecht – ein wichtiger Unterschied.
Die Perserkriege trugen zur Stärkung der athenischen Demokratie bei.
âś“ Wahr
Richtig! Nach den Siegen über die Perser (z. B. bei Marathon und Salamis) stieg das Selbstbewusstsein der einfachen Bürger, die als Ruderer und Soldaten gekämpft hatten. Sie forderten mehr politische Mitsprache.
Im Athen des 5. Jahrhunderts v. Chr. leben eine Bürgerin, ein Sklave und ein zugezogener Händler (Metöke). Wer von ihnen darf in der Volksversammlung abstimmen?
â—Ź Keiner von den dreien
○ Nur der zugezogene Händler
â—‹ Alle drei
In der athenischen Demokratie waren nur etwa 10–15 % der Bevölkerung stimmberechtigt — die männlichen Bürger. Frauen, Sklaven und zugezogene Fremde (Metöken) hatten keine politischen Rechte. Darum war sie keine Demokratie im heutigen Sinne.
Perikles lieĂź den Parthenon-Tempel auf der Akropolis errichten.
âś“ Wahr
Richtig! Unter Perikles wurde die Akropolis neu gestaltet. Der Parthenon, ein Tempel für die Göttin Athene, ist das berühmteste Bauwerk aus dieser Zeit.
Ordne die Reformer und Staatsmänner Athens zeitlich (frühester zuerst):
âś“ Antwort: Solon, Kleisthenes, Perikles
Solon (um 594 v. Chr.) legte die Grundlagen, Kleisthenes (um 508 v. Chr.) fĂĽhrte die demokratische Ordnung ein, und Perikles (ab 443 v. Chr.) fĂĽhrte Athen in die BlĂĽtezeit.
Was hatten die athenische und die heutige deutsche Demokratie gemeinsam?
â—‹ Frauen durften mitstimmen
â—Ź Die BĂĽrger konnten ĂĽber politische Fragen mitentscheiden
â—‹ Es gab ein Parlament wie den Bundestag
In beiden Systemen haben die Bürger Mitspracherecht. Der wichtige Unterschied: In Athen war es eine direkte Demokratie (Bürger stimmen selbst ab), in Deutschland eine repräsentative Demokratie (Bürger wählen Vertreter).