Judentum und frĂĽhes Christentum

Judaism and Early Christianity

Geschichte Klasse 6 16 Aufgaben
JudentumChristentumRomReligion

Aus einer kleinen jüdischen Gruppe wurde binnen dreier Jahrhunderte die Staatsreligion des Römischen Reiches. Das Judentum lebte als religiöse Minderheit im Vielvölkerreich; das Christentum breitete sich aus, wurde unter einzelnen Kaisern verfolgt und unter Konstantin ab 313 zunächst geduldet, später bevorzugt. Entscheidend ist die Verbindung von Herrschaft und Religion — eine Konstellation, die Mittelalter und Kreuzzüge prägt. Der Umgang eines Imperiums mit einer religiösen Minderheit wird hier zum ersten Mal zum historischen Muster.

Leicht
Multiple Choice #1 20s â–¶ Testen

In welchem Teil des Römischen Reiches lebten die Juden zur Zeit Jesu?

  • â—‹ In Gallien
  • â—Ź In der Provinz Judäa (heutiges Israel/Palästina)
  • â—‹ In Ă„gypten
Judäa war eine römische Provinz im östlichen Mittelmeerraum. Jerusalem war das religiöse Zentrum des Judentums mit dem Tempel.
LĂĽckentext #2 15s â–¶ Testen

Das wichtigste Heiligtum der Juden in Jerusalem war der ___.

âś“ Antwort: Tempel
Der Tempel in Jerusalem war das religiöse Zentrum des Judentums. Er wurde 70 n. Chr. von den Römern zerstört. Heute steht dort nur noch die Klagemauer.
Wahr / Falsch #3 20s â–¶ Testen

Das Judentum ist eine monotheistische Religion, das heiĂźt, die Juden glauben an einen einzigen Gott.

âś“ Wahr
Richtig! Das Judentum war eine der ersten monotheistischen Religionen. Im Gegensatz zu Griechen und Römern, die viele Götter verehrten, glauben Juden an nur einen Gott.
Multiple Choice #4 25s â–¶ Testen

Wer war Jesus von Nazareth aus historischer Sicht?

  • â—‹ Ein römischer Kaiser
  • â—Ź Ein jĂĽdischer Wanderprediger, der die christliche Bewegung begrĂĽndete
  • â—‹ Ein griechischer Philosoph
Jesus war ein jüdischer Wanderprediger, der um Christi Geburt in der Provinz Judäa lebte. Seine Anhänger gründeten die christliche Religionsgemeinschaft.
Wahr / Falsch #5 15s â–¶ Testen

Die ersten Christen wurden im Römischen Reich verfolgt.

âś“ Wahr
Richtig! Die Christen weigerten sich, den römischen Kaiser als Gott zu verehren. Deshalb wurden sie immer wieder verfolgt, eingesperrt oder getötet.
Wahr / Falsch #6 15s â–¶ Testen

Das Christentum entwickelte sich aus dem Judentum.

âś“ Wahr
Richtig! Jesus war Jude, und das Christentum hat viele Grundlagen im Judentum, z. B. den Glauben an einen Gott und das Alte Testament.
Wahr / Falsch #7 15s â–¶ Testen

Juden und Christen glauben beide an nur einen Gott.

âś“ Wahr
Richtig! Sowohl das Judentum als auch das Christentum sind monotheistische Religionen. Der Unterschied: Christen glauben, dass Jesus der Sohn Gottes ist, Juden nicht.
Mittel
Multiple Choice #1 20s â–¶ Testen

Was geschah 70 n. Chr. in Jerusalem?

  • â—‹ Jesus wurde geboren
  • â—Ź Die Römer zerstörten den jĂĽdischen Tempel
  • â—‹ Das Christentum wurde Staatsreligion
Nach einem jüdischen Aufstand zerstörten die Römer unter Titus den Tempel in Jerusalem. Dies war eine Katastrophe für das jüdische Volk.
LĂĽckentext #2 20s â–¶ Testen

Die Zerstreuung der Juden in viele Länder nach der Tempelzerstörung nennt man ___.

âś“ Antwort: Diaspora
Diaspora (griechisch: Zerstreuung) bezeichnet das Leben jüdischer Gemeinschaften außerhalb ihrer Heimat. Nach 70 n. Chr. wurden viele Juden aus Judäa vertrieben.
Multiple Choice #3 20s â–¶ Testen

Ein römischer Beamter befiehlt einem Christen, dem Kaiser wie einem Gott zu opfern. Der Christ weigert sich und wird bestraft. Warum weigert er sich?

  • â—Ź Er betet nur seinen einen Gott an
  • â—‹ Er will keine Steuern an Rom zahlen
  • â—‹ Er will die Sklaven Roms befreien
Im Römischen Reich musste man dem Kaiser göttliche Ehren erweisen. Die Christen lehnten dies ab, weil sie nur einen Gott verehrten. Das galt als Staatsfeindlichkeit — deshalb wurden Christen verfolgt.
Sortieren #4 35s â–¶ Testen

Ordne die Ereignisse zur Geschichte des Christentums im Römischen Reich zeitlich:

✓ Antwort: Leben und Wirken Jesu (um Christi Geburt), Zerstörung des Tempels in Jerusalem (70 n. Chr.), Ende der Christenverfolgung (313 n. Chr.), Christentum wird Staatsreligion (380 n. Chr.)
Jesus wirkte um Christi Geburt. 70 n. Chr. wurde der Tempel zerstört. 313 n. Chr. beendete Konstantin die Verfolgung. 380 n. Chr. machte Theodosius das Christentum zur Staatsreligion.
Multiple Choice #5 20s â–¶ Testen

Was bedeutet der Begriff 'Diaspora'?

  • â—‹ Ein religiöses Fest
  • â—Ź Die Zerstreuung eines Volkes in viele Länder
  • â—‹ Ein jĂĽdisches Gebet
Diaspora kommt aus dem Griechischen und bedeutet 'Zerstreuung'. Sie beschreibt das Leben jüdischer Gemeinschaften fern ihrer Heimat nach der Zerstörung des Tempels.
Multiple Choice #6 25s â–¶ Testen

Wie verbreitete sich das Christentum im Römischen Reich?

  • â—‹ Durch Eroberungen
  • â—Ź Durch Missionare, die entlang der HandelsstraĂźen reisten
  • â—‹ Durch Zwang der Kaiser
Missionare wie der Apostel Paulus reisten auf den gut ausgebauten römischen Straßen durch das Reich und verbreiteten die christliche Lehre. Die Infrastruktur des Reiches erleichterte die Ausbreitung.
Schwer
Multiple Choice #1 25s â–¶ Testen

Welcher römische Kaiser machte das Christentum zur Staatsreligion?

  • â—‹ Konstantin
  • â—‹ Nero
  • â—Ź Theodosius I.
Kaiser Theodosius I. erhob das Christentum 380 n. Chr. zur Staatsreligion des Römischen Reiches. Zuvor hatte Kaiser Konstantin 313 n. Chr. die Christenverfolgung beendet.
LĂĽckentext #2 25s â–¶ Testen

Kaiser Konstantin beendete die Christenverfolgung im Jahr 313 n. Chr. mit dem Edikt von ___.

âś“ Antwort: Mailand
Das Edikt von Mailand (313 n. Chr.) gewährte den Christen Religionsfreiheit. Es war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur späteren Anerkennung als Staatsreligion.
LĂĽckentext #3 25s â–¶ Testen

Das Judentum und das Christentum sind Religionen, die an nur einen Gott glauben. Solche Religionen nennt man ___.

âś“ Antwort: monotheistisch
Monotheismus (von griechisch 'monos' = allein und 'theos' = Gott) ist der Glaube an einen einzigen Gott. Im Gegensatz dazu steht der Polytheismus (Vielgötterei) der Griechen und Römer.