Stadt im Mittelalter
The Medieval City
Die mittelalterliche Stadt war ein Sonderraum in der Ständegesellschaft: Marktrecht, Mauern, Zünfte und ein Rat gaben ihr eine eigene Ordnung, und „Stadtluft macht frei“ war wörtlich gemeint — wer ein Jahr und einen Tag in der Stadt lebte, entkam der Grundherrschaft. Markt, Kirche und Mauerring lassen diese Ordnung noch an jeder Altstadt ablesen. Ihre Kehrseiten waren Zunftzwang, Ausgrenzung und jüdische Gemeinden zwischen Schutz und Pogrom. Grundlage für Handel, Hanse und das aufsteigende Bürgertum.
Voraussetzungen (1)
Ermöglicht (1)
Der leibeigene Bauer Konrad flieht in eine Stadt und lebt dort ein Jahr und einen Tag unentdeckt. Was gilt nun nach dem Grundsatz 'Stadtluft macht frei'?
Die Handwerker einer Stadt schlossen sich in ___ zusammen, die Qualität und Preise kontrollierten.
Ein Streit zwischen zwei Händlern auf dem Markt einer mittelalterlichen Stadt wurde vor dem Gericht der Stadt entschieden, nicht vom Grundherrn des Umlands.
Was gehörte zu einer typischen mittelalterlichen Stadt?
Der Begriff '___' bezeichnete im Mittelalter einen Stadtbewohner mit vollen Rechten.
Welche Seuche bedrohte mittelalterliche Städte besonders stark?
Ordne die Ausbildungsstufen im Zunftwesen:
Eine Siedlung erhält vom König das Stadtrecht verliehen. Was darf sie von nun an?
Was war ein Ghetto im Mittelalter?
Städte, die direkt dem Kaiser unterstanden und keinem Landesherrn, nannte man ___.
Ein jĂĽdischer Handwerker konnte im Mittelalter ohne Weiteres Mitglied einer Zunft werden.
Was war die Aufgabe des Stadtrats?
Eine Magd, die in einer mittelalterlichen Stadt lebte und arbeitete, war damit automatisch BĂĽrgerin der Stadt.
Das ___ erlaubte einer Stadt, regelmäßig Märkte abzuhalten und Zölle zu erheben.
Eine Chronik aus der Pestzeit (um 1349) behauptet, Juden hätten die Brunnen vergiftet und so die Pest verursacht. Wie beurteilen Historiker diese Behauptung?