Anziehen — selbst und nach dem Wetter
Getting dressed — by yourself and for the weather
Anziehen ist eine der ersten Aufgaben, die Kinder ganz übernehmen: Mit 4 bis 5 klappt es mit etwas Hilfe, kleine Knöpfe und Schleifen kommen mit 6 bis 8 dazu — wer da noch Hilfe braucht, liegt völlig im normalen Bereich (ergotherapeutische Entwicklungsdaten). Entschieden wird vor dem Schrank: erst das Wetter prüfen, dann wählen. Das Zwiebelprinzip trägt die Entscheidung — mehrere dünne Schichten halten warme Luft fest und lassen sich beim Toben ausziehen, bevor man schwitzt; Überhitzen ist genauso ein Fehler wie Frieren (BZgA-Kindergesundheitsberatung). Nasses wird gewechselt, und eine Schicht mehr darf man sich selbst holen, ohne dass es jemand sagt. Bereitet die Morgen-Checkliste im Gewohnheiten-Lernpfad und die Kleiderpflege ab der Pubertät vor.
Können & Üben
Anziehen
Wird angezogen.
Zieht sich mit Hilfe an, der letzte Schritt gelingt allein.
Zieht sich vollständig allein an, wenn man es sagt.
Zieht sich von selbst an und schaut vorher aufs Wetter.
Holt sich selbst eine Schicht mehr, wechselt Nasses und legt abends vor.
Draußen sind 5 Grad und Wind. Was ziehst du an?
In der Pause wird dir beim Toben richtig heiß. Was machst du mit der Jacke?
Was schaust du VOR dem Anziehen nach?
Tom zieht die nassen Matschsachen nach dem Spielen aus und zieht Trockenes an. Richtig so.
Emma (6) braucht bei den kleinen Knöpfen noch Hilfe. Was stimmt?
Es regnet in Strömen. Welche Schuhe passen?
Im Winter reicht draußen ein T-Shirt, wenn man nur schnell genug rennt.
Was kommt beim Anziehen zuerst?
Bei Sonne und 28 Grad ist die dicke Winterjacke die richtige Wahl.
Wann legst du die Sachen für morgen am besten raus?
Wenn dir draußen kalt wird, darfst du dir selbst eine Schicht mehr holen — ohne zu warten, bis es jemand sagt.
Es sind minus 2 Grad. Welches Kleidungsstück gehört dazu?
Mia friert in ihrer dicken Jacke ohne etwas Warmes darunter. Mit Unterhemd und Pulli darunter wäre ihr wärmer.
Morgens ist es kalt, mittags wird es warm. Was hilft?