Licht, Wärme, Boden — Umweltfaktoren messen und deuten

Light, Warmth, Soil — Measuring and Interpreting Environmental Factors

Heimat- und Sachunterricht Klasse 3 14 Aufgaben
NaturĂ–kologieExperimenteMessenĂ–kosystem

Die Kinder untersuchen mit einfachen Hilfsmitteln — Thermometer, Lichtmesser, Bodenprobe im Blumentopf, Wahlkiste für Asseln — wie sich Orte unterscheiden (Wiese und Buchenwald, Bachufer und Hügel, Sand und Gartenerde), und deuten die Werte als Ursache dafür, wer wo lebt: Sauerklee im Schatten, Mauerpfeffer auf trockenem Sand, Frühblüher vor dem Laubaustrieb, Asseln im Dunkel-Feuchten. Im Mittelpunkt steht der faire Vergleich: gleiche Uhrzeit, gleiche Messhöhe, nur ein Faktor verschieden, mehr als eine Messung (Kontrollvariablen-Strategie, Chen & Klahr 1999). Abgebaut wird, eine einzige Messung oder eine Merkregel („Moos zeigt nach Norden“) für eine Ursache zu halten. Die App prüft Planen und Deuten an beschriebenen Messungen; das Messen selbst geschieht draußen. Nach GDSU 2013, naturwissenschaftliche Perspektive (untersuchen, messen, auswerten). Baut auf hsu.lebensraeume.angepasst-leben auf und bereitet das Ökosystem und den Erkenntnisweg in Natur und Technik vor (natur-und-technik.grade6.oekosystem-grundlagen, natur-und-technik.erkenntnisweg.zusammenhang-und-ursache, natur-und-technik.erkenntnisweg.wiederholte-messungen).

Leicht
Multiple Choice #1 15s â–¶ Testen

In einem Topf ist Sand, im anderen Gartenerde. In beide gieĂźt Lena einen Becher Wasser. Was beobachtet sie beim Sand?

  • â—Ź Das Wasser läuft schnell unten heraus.
  • â—‹ Das Wasser bleibt lange oben stehen.
  • â—‹ Es läuft genauso viel und so schnell heraus wie bei der Erde.
Zwischen den Sandkörnern sind große Lücken, das Wasser versickert schnell. Sandboden trocknet darum rasch aus.
Multiple Choice #2 12s â–¶ Testen

In einer Kiste ist eine Hälfte hell und trocken, die andere dunkel und feucht. Wohin krabbeln die Asseln?

  • â—Ź auf die dunkle, feuchte Seite
  • â—‹ auf die helle, trockene Seite
  • â—‹ sie verteilen sich gleichmäßig
Asseln trocknen im Hellen und Trockenen schnell aus. Nach dem Versuch bringt man sie zurĂĽck an ihren Fundort.
Wahr / Falsch #3 10s â–¶ Testen

Asseln leben unter Steinen und im Laub, weil es dort dunkel und feucht ist.

âś“ Wahr
Der Versuch mit der Kiste zeigt, was Asseln suchen. Unter Steinen und im Laub finden sie genau diese Bedingungen.
Multiple Choice #4 12s â–¶ Testen

Am Bach ist der Boden nass, 20 Meter weiter auf dem Hügel trocken. Wo wächst eher die Sumpfdotterblume?

  • â—Ź am nassen Bachufer
  • â—‹ auf dem trockenen HĂĽgel
  • â—‹ an beiden Stellen gleich gut
Die Sumpfdotterblume braucht nassen Boden. Wie viel Wasser im Boden ist, entscheidet mit, welche Pflanzen wo wachsen.
LĂĽckentext #5 12s â–¶ Testen

Wie warm die Erde ist, misst man mit einem Boden___.

âś“ Antwort: thermometer
Das Bodenthermometer steckt man ein paar Zentimeter tief in die Erde. Im Schatten ist der Boden im Sommer oft deutlich kĂĽhler als in der Sonne.
Mittel
Multiple Choice #1 20s â–¶ Testen

Um 11 Uhr misst die Klasse auf der Wiese 26 °C, unter den Buchen 18 °C. Welche Pflanze wächst eher unter den Buchen?

  • â—Ź Sauerklee, der mit wenig Licht auskommt
  • â—‹ Sonnenblume, die volle Sonne braucht
  • â—‹ Klatschmohn, der auf sonnigen Feldern wächst
Unter dem Blätterdach ist es kühler und schattiger. Dort kommen Schattenpflanzen wie der Sauerklee zurecht, Sonnenpflanzen nicht.
Multiple Choice #2 25s â–¶ Testen

Die Klasse will wissen, ob es im Wald kĂĽhler ist als auf der Wiese. Welcher Messplan ist fair?

  • â—Ź beide Orte um 11 Uhr, Thermometer jeweils 1 Meter hoch und beschattet
  • â—‹ Wiese um 8 Uhr morgens, Wald um 13 Uhr mittags
  • â—‹ Wiese mit dem Thermometer in der prallen Sonne, Wald mit dem Thermometer in der Jackentasche
Fair ist ein Vergleich, wenn nur der Ort verschieden ist. Uhrzeit, Höhe und Schatten am Thermometer müssen gleich sein.
Wahr / Falsch #3 12s â–¶ Testen

Tim hat einmal gemessen, dass es im Wald kĂĽhler ist. Das reicht als Beweis.

âś“ Falsch
Eine einzige Messung kann ein Zufall sein, etwa wenn gerade eine Wolke vorbeizog. Erst mehrere Messungen an verschiedenen Tagen zeigen, ob es stimmt.
Multiple Choice #4 15s â–¶ Testen

Der Mauerpfeffer hat dicke Blätter, die Wasser speichern. Wo wächst er am besten?

  • â—Ź auf trockenem Sandboden in der Sonne
  • â—‹ am nassen Ufer eines Teichs
  • â—‹ auf schattigem, feuchtem Waldboden
Wer Wasser in den Blättern speichern kann, übersteht trockene Tage. Das passt zu einem Boden, in dem Regen schnell versickert.
Multiple Choice #5 15s â–¶ Testen

Der Lichtmesser zeigt auf der Wiese 50 000 Lux, im dichten Fichtenwald 1 000 Lux. Wo wachsen am Boden kaum Pflanzen?

  • â—Ź im dichten Fichtenwald
  • â—‹ auf der Wiese
  • â—‹ an beiden Orten gleich viele
Lux misst, wie hell es ist. Im Fichtenwald kommt nur ein kleiner Teil des Lichts am Boden an — zu wenig für die meisten Pflanzen.
Wahr / Falsch #6 12s â–¶ Testen

Im Buchenwald blühen im März viele Buschwindröschen, bevor die Bäume ihre Blätter bekommen.

âś“ Wahr
Solange die Buchen kahl sind, kommt viel Licht auf den Boden. Die Frühblüher nutzen diese Zeit, bevor das Blätterdach alles beschattet.
Multiple Choice #7 15s â–¶ Testen

An einer Mauer wächst Moos nur auf der schattigen Seite. Was ist der wahrscheinlichste Grund?

  • â—Ź Dort trocknet die Mauer langsamer.
  • â—‹ Moos zeigt immer nach Norden wie ein Kompass.
  • â—‹ Auf der Sonnenseite hat jemand das Moos abgekratzt.
Moos braucht Feuchtigkeit. Im Schatten bleibt es länger feucht — egal in welcher Himmelsrichtung. Als Kompass taugt Moos nicht.
Wahr / Falsch #8 15s â–¶ Testen

Auf der sandigen Wiese wachsen andere Pflanzen als auf der lehmigen Wiese daneben, obwohl beide gleich viel Sonne bekommen. Der Boden kann der Grund sein.

âś“ Wahr
Wenn Licht und Wärme gleich sind, bleibt der Boden als Unterschied übrig. So grenzt man die Ursache ein.
Multiple Choice #9 20s â–¶ Testen

Lena will herausfinden, ob Kresse Licht zum Wachsen braucht. Welcher Versuch ist fair?

  • â—Ź zwei gleiche Schalen mit gleich viel Wasser, eine am Fenster, eine im dunklen Schrank
  • â—‹ eine Schale am Fenster mit Wasser, eine im dunklen Schrank ohne Wasser
  • â—‹ nur eine Schale am Fenster
Nur das Licht darf verschieden sein. Fehlt im Schrank auch das Wasser, weiĂź Lena nicht, was das Wachsen gebremst hat.