KomplexitÀt und praktische Grenzen
Complexity and Practical Limits
Manche Probleme sind lösbar, aber ihre besten bekannten Algorithmen wachsen exponentiell: Pro zusĂ€tzlichem Element verdoppelt sich die Arbeit (2âż), und keine denkbare Hardware holt das ein â nachrechenbar an Rundreise- und Passwortbeispielen. Effizient lösbar (polynomiell, Klasse P) ist zu unterscheiden von âLösung schnell prĂŒfbar" (Klasse NP); ob beide zusammenfallen, ist die offene P-NP-Frage. Die produktive Wendung: Moderne VerschlĂŒsselung funktioniert gerade deshalb, weil bestimmte Probleme praktisch unlösbar sind, und Heuristiken liefern gute statt perfekter Lösungen.
Voraussetzungen (1)
Ein Algorithmus hat die Laufzeit O(2âż). Was passiert mit der Rechenzeit, wenn die Eingabe um EIN Element wĂ€chst?
Ein tausendmal schnellerer Computer macht einen exponentiellen Algorithmus fĂŒr deutlich gröĂere Eingaben praktikabel.
Ein Passwort aus Kleinbuchstaben wird um EIN Zeichen verlÀngert. Um welchen Faktor wÀchst die Anzahl der Möglichkeiten beim Durchprobieren? (Alphabet: 26 Buchstaben)
Das Rundreiseproblem (kĂŒrzeste Tour durch n StĂ€dte) per Durchprobieren aller Reihenfolgen: Warum scheitert das schon bei wenigen Dutzend StĂ€dten?
Ein SchlĂŒssel hat 128 Bit. Ein Angreifer probiert pro Sekunde 10ÂčÂČ SchlĂŒssel. Wie lange braucht er, um alle durchzuprobieren?
Ein praktisch unlösbares Problem ist dasselbe wie ein prinzipiell unentscheidbares Problem.
Ein Paketdienst muss tĂ€glich eine gute Route durch 80 Orte finden â optimal ist praktisch unerreichbar. Was tun Informatiker in solchen FĂ€llen?
Laufzeiten wie n oder nÂČ heiĂen polynomiell, Laufzeiten wie 2âż heiĂen ___.
Was zeichnet die Problemklasse P aus?
Was zeichnet die Klasse NP anschaulich aus?
Die Frage, ob P = NP gilt â ob also jedes schnell prĂŒfbare Problem auch schnell lösbar ist â ist bis heute unbeantwortet.
Ein Verfahren prĂŒft alle Teilmengen einer n-elementigen Menge. Wie viele sind das â und was folgt daraus?
FĂŒr ein Problem in NP gilt: Wer eine Lösungsidee (ein âZertifikat") vorgelegt bekommt, kann sie in polynomieller Zeit auf Richtigkeit prĂŒfen.
Sudoku in RiesengröĂe gilt als hartes Problem: Lösungen sind schnell zu prĂŒfen, aber kein bekannter Algorithmus findet sie fĂŒr alle FĂ€lle schnell. Zu welcher Klasse gehört es damit sicher?