KI im Alltag erkennen — gelernt oder fest programmiert?
Spotting AI in Everyday Life — Learned or Fixed-Programmed?
InformatikKlasse 313 Aufgaben
InformatikKIDigitale Kompetenz
Die Kinder sortieren Geräte aus ihrem Alltag: Die Schiebetür, die bei Bewegung aufgeht, folgt einer festen Regel, die ein Mensch eingebaut hat; die Foto-App, die Hunde erkennt, hat das aus vielen Beispielen gelernt. „Erkennt KI“ ist die erste Kompetenz bei Long & Magerko 2020. Räumt zwei Fehlvorstellungen aus, die Mertala & Fagerlund 2024 bei Viertklässlern belegen: Jedes Gerät mit Sensor oder Stimme sei „schlau“, und eine KI denke wie ein Mensch. Bereitet „KI lernt aus Beispielen“ und den Vergleich lernender und regelbasierter Verfahren (Spielbaum, Klasse 9) vor.
Die Foto-App hat Tausende Hundebilder gesehen und daraus gelernt, wie Hunde aussehen. TĂĽr und Taschenrechner folgen festen Regeln, die ein Mensch eingebaut hat.
â—Ź Eine StraĂźenlaterne, die angeht, wenn es dunkel wird
○ Ein Sprachassistent, der gesprochene Wörter versteht
○ Eine Übersetzungs-App, die Sätze ins Englische überträgt
„Wenn dunkel, dann Licht an“ — diese Regel hat ein Mensch eingebaut. Sprache verstehen und übersetzen lernen Computer dagegen aus sehr vielen Beispielen.
Welches Spielzeug hat aus vielen Beispielen gelernt?
● Ein Malprogramm, das aus einer Kritzelei einen Fisch errät
○ Eine Puppe, die beim Drücken „Hallo“ sagt
○ Ein Spielzeugauto, das beim Klatschen losfährt
Das Malprogramm hat viele gezeichnete Fische gesehen und rät daraus. Die Puppe spielt einen aufgenommenen Satz ab, das Auto folgt der Regel „Klatschen, also losfahren“ — sie sprechen oder reagieren, lernen aber nicht.
â—Ź Ein Spielroboter, der an jeder Wand nach rechts dreht
â—‹ Ein Saugroboter, der Socken auf Kamerabildern erkennt
○ Ein Paketroboter, der Gesichter von Fußgängern erkennt
„Wand, also rechts drehen“ ist eine eingebaute Regel. Socken und Gesichter auf Bildern zu erkennen, haben die anderen Roboter aus Beispielen gelernt. Roboter ist nicht gleich KI.