Antike — Tempel, Säulen und bunte Götter

Antiquity — Temples, Columns and Painted Gods

Kunst Klasse 6 20 Aufgaben
KunstKunstgeschichteArchitekturFehlvorstellung

Die Kinder lesen griechische und römische Bauten als Antwort auf eine Aufgabe: Der griechische Tempel ist ein Haus für das Götterbild, nicht ein Versammlungsraum, darum steht die Säulenhalle außen; die römische Basilika und das Forum dienen dem Gericht und dem Markt. Sie unterscheiden die drei Säulenordnungen an ihrem Kapitell (dorisch schlicht, ionisch mit Schnecken, korinthisch mit Akanthusblättern) und sehen, dass Säule und Balken ein Tragwerk sind, kein Schmuck. Die Fehlvorstellung „antike Tempel und Statuen waren weiß" wird an Farbresten widerlegt, die die Forschung (Brinkmann, „Bunte Götter") rekonstruiert hat. Die Formen kehren in der Renaissance und in jedem Bankgebäude mit Säulenportal wieder — der Stoff bereitet das Lesen späterer Architektur vor.

Leicht
Multiple Choice #1 12s â–¶ Testen

Ein Kapitell trägt zwei eingerollte Schnecken. Welche Säulenordnung ist das?

  • â—Ź ionisch
  • â—‹ dorisch
  • â—‹ korinthisch
Die Schnecken (Voluten) sind das Kennzeichen der ionischen Ordnung. Dorisch ist schlicht wie ein Kissen mit Platte, korinthisch trägt einen Kranz aus Akanthusblättern.
Multiple Choice #2 12s â–¶ Testen

Ein Kapitell ist rundum mit gezackten Akanthusblättern besetzt. Welche Säulenordnung ist das?

  • â—Ź korinthisch
  • â—‹ ionisch
  • â—‹ dorisch
Der Blätterkranz zeigt die korinthische Ordnung, die jüngste und reichste der drei. Die Römer verwendeten sie besonders gern.
Wahr / Falsch #3 15s â–¶ Testen

Die Marmorstatuen und Tempel der Griechen waren ursprĂĽnglich so weiĂź, wie wir sie heute im Museum sehen.

âś“ Falsch
An vielen Figuren sind Farbreste erhalten. Forscher wie Vinzenz Brinkmann haben sie rekonstruiert: Gewänder, Haare und Augen waren kräftig bemalt. Die Farbe ist in über 2 000 Jahren verwittert.
Multiple Choice #4 12s â–¶ Testen

Wo trafen sich die BĂĽrger Roms zum Markt, zu Reden und zum Gericht?

  • â—Ź auf dem Forum
  • â—‹ in der Cella
  • â—‹ im Atriumhaus
Das Forum war der zentrale Platz der Stadt, umgeben von Basiliken (Gerichts- und Markthallen) und Tempeln — ein profaner, also weltlicher Ort mitten im Leben.
Karteikarte #5 10s â–¶ Testen

Welcher berĂĽhmte dorische Tempel steht auf der Akropolis in Athen?

âś“ Antwort: der Parthenon
Karteikarte #6 20s â–¶ Testen

Was kennzeichnet die Säulenordnung?

✓ Antwort: festes Regelwerk für Säule, Kapitell und Gebälk
Karteikarte #7 20s â–¶ Testen

Welcher Begriff passt — festes Regelwerk für Säule, Kapitell und Gebälk?

✓ Antwort: Säulenordnung
Karteikarte #8 20s â–¶ Testen

Welche drei griechischen Säulenordnungen gibt es?

âś“ Antwort: dorische Ordnung, ionische Ordnung, korinthische Ordnung
Karteikarte #9 20s â–¶ Testen

Was kennzeichnet die dorische Ordnung?

✓ Antwort: schlichtes, kissenförmiges Kapitell, Säule ohne Fuß
Karteikarte #10 20s â–¶ Testen

Welcher Begriff passt — schlichtes, kissenförmiges Kapitell, Säule ohne Fuß?

âś“ Antwort: dorische Ordnung
Karteikarte #11 20s â–¶ Testen

Was kennzeichnet die ionische Ordnung?

âś“ Antwort: zwei eingerollte Schnecken (Voluten)
Karteikarte #12 20s â–¶ Testen

Welcher Begriff passt — zwei eingerollte Schnecken (Voluten)?

âś“ Antwort: ionische Ordnung
Karteikarte #13 20s â–¶ Testen

Was kennzeichnet die korinthische Ordnung?

✓ Antwort: Kranz aus Akanthusblättern
Karteikarte #14 20s â–¶ Testen

Welcher Begriff passt — Kranz aus Akanthusblättern?

âś“ Antwort: korinthische Ordnung
Mittel
Multiple Choice #1 15s â–¶ Testen

Die Säulen des Parthenon in Athen sind dick, ohne Fuß und haben ein schlichtes, kissenförmiges Kapitell. Welche Ordnung ist das?

  • â—Ź dorisch
  • â—‹ korinthisch
  • â—‹ ionisch
Kein Fuß, kräftiger Schaft, schlichtes Kapitell: dorisch. Der Parthenon (447–432 v. Chr.) ist ihr berühmtestes Beispiel.
Multiple Choice #2 15s â–¶ Testen

Wer durfte den Innenraum (die Cella) eines griechischen Tempels betreten?

  • â—Ź nur Priester — dort stand das Götterbild
  • â—‹ die ganze Stadt zum Gottesdienst
  • â—‹ Händler, die dort ihren Markt hatten
Der Tempel war das Haus der Gottheit. Die Feiern und Opfer fanden draußen am Altar vor dem Tempel statt — darum ist die Schauseite außen so prächtig und der Innenraum klein.
Multiple Choice #3 15s â–¶ Testen

Man entfernt aus einer Tempelfront eine Säule. Was passiert mit dem Balken (Architrav) darüber?

  • â—Ź Er verliert seine StĂĽtze und kann brechen
  • â—‹ Nichts — die Säulen sind nur Schmuck
  • â—‹ Er wird leichter
Säule und Balken bilden ein Tragwerk (Stütze und Last). Stein hält Druck gut aus, aber Biegung schlecht — darum stehen griechische Säulen so dicht.
Wahr / Falsch #4 15s â–¶ Testen

Säulen mit dreieckigem Giebel darüber findet man auch an Gebäuden des 19. Jahrhunderts in deutschen Städten.

âś“ Wahr
Museen, Banken und Gerichte wurden oft im Klassizismus mit antiken Säulenfronten gebaut — etwa die Glyptothek in München. Die antike Form sollte Würde und Dauer ausdrücken.
Karteikarte #5 10s â–¶ Testen

Wie heißt der Innenraum eines griechischen Tempels, in dem das Götterbild stand?

âś“ Antwort: Cella
Karteikarte #6 10s â–¶ Testen

Ist das Forum ein sakraler oder ein profaner Ort?

âś“ Antwort: profan
Profan heißt weltlich; sakral heißt heilig, religiös.