Bildentstehung verstehen — Punkt für Punkt
Understanding Image Formation — Point by Point
Jeder Punkt eines Gegenstands sendet ein divergentes Lichtbündel in alle Richtungen aus; ein Bild entsteht, wenn diese Bündel Punkt für Punkt wieder gesammelt werden — nicht, indem ein fertiges „Bildchen" durch den Raum wandert (ganzheitliche Bildwanderungs-Vorstellung, Goldberg & McDermott 1987). Deckt man die halbe Linse ab, verschwindet nicht die halbe Abbildung: Das ganze Bild bleibt, nur lichtschwächer, weil jeder Bildpunkt aus einem breiten Bündel gespeist wird. Schon eine kleine Öffnung ordnet die Bündel, wie die Lochkamera zeigt. Dieses Verständnis trägt die Strahlenkonstruktion an Sammellinsen sowie reelle und virtuelle Bilder.
Voraussetzungen (1)
Ermöglicht (1)
Ein Apfel liegt auf dem Tisch, die Deckenlampe brennt. Drei Kinder sitzen an drei verschiedenen Seiten des Tischs. Wer kann den Apfel sehen?
Eine Linse entwirft das scharfe Bild einer GlĂĽhlampe auf einen Schirm. Nimmt man die Linse weg, bleibt auf dem Schirm ein unscharfes Bild der GlĂĽhlampe zurĂĽck.
Eine Lochkamera ist auf einen Baum gerichtet. Auf ihrem Schirm zeigt die Baumkrone nach unten.
Von der beleuchteten Spitze eines Bleistifts laufen drei Lichtstrahlen durch die Linse — einer durch die Mitte, einer durch den oberen Rand, einer durch den unteren Rand. Wo kommen sie auf dem Schirm mit dem scharfen Bild an?
Ein Bild entsteht, wenn die LichtbĂĽndel der Gegenstandspunkte ___ fĂĽr Punkt wieder gesammelt werden.
Zwei Freunde stehen an verschiedenen Stellen und schauen dieselbe sonnenbeschienene Blume an. Wer sieht sie?
Eine Sammellinse entwirft das scharfe Bild einer Kerze auf einem Schirm. Nun deckt man die obere Hälfte der Linse ab. Was passiert mit dem Bild?
In einem dunklen Zimmer steht ein weißer Schirm zwei Meter hinter dem weit geöffneten Fenster. Was zeigt der Schirm?
Auf die Linse fällt ein Fingerabdruck. Was sieht man auf dem Schirmbild?
Damit viele Zuschauer im Kino gleichzeitig die Leinwand sehen können, muss jeder Punkt der Leinwand Licht in viele Richtungen streuen.
Eine Linse wirft das scharfe Bild des Fensterkreuzes auf einen weißen Karton. Nun rückt man den Karton ein Stück näher zur Linse. Was zeigt der Karton?
Bei der Lochkamera gilt: Je kleiner das Loch, desto schärfer, aber auch desto ___ wird das Bild.
Der Schirm mit dem scharfen Bild wird weggenommen. Hält man später ein Blatt Papier genau an dieselbe Stelle, erscheint das scharfe Bild darauf sofort wieder.
Du stichst neben das Loch einer Lochkamera ein zweites kleines Loch. Was zeigt der Schirm jetzt?