Fairness und Kooperation (GS)

Fairness and cooperation (primary)

Sport Klasse 1 14 Aufgaben
SportFairnessKooperationSelbsterkenntnis

Das Kind beurteilt Spielsituationen: Was ist hier fair? Es unterscheidet mit Lenk & Pilz zwei Seiten der Fairness — Regeln einhalten, auch wenn es niemand sieht (formelle Fairness), und den Gegner achten, gleiche Chancen schaffen, helfen, wenn jemand stürzt (informelle Fairness). Dazu gehören Mannschaften bilden, ohne jemanden bloßzustellen, Regeln gemeinsam statt eigenmächtig ändern, beim Rangeln das „Stopp“ achten und mit Sieg und Niederlage umgehen. Die Aufgaben zielen auf typische Irrtümer: „Was der Schiedsrichter nicht sieht, zählt nicht“, „die Langsamen schaden dem Team“, „Regeln gelten für die anderen“. Im Spiel selbst beobachtet der Guide Fairness und Zusammenspiel. Bereitet die Sportspiele, die Regeln der Sporttheorie und das Helfen und Sichern beim Turnen vor. Lehrplanbezug: LehrplanPLUS GS Sport, Lernbereich 2 und 4.3.

Können & Üben

Zusammenspiel

Spielt nur allein, sucht keinen Pass.

Passt zum freien Mitspieler und ruft sich ab.

Spielt im Team zusammen und hält sich an die vereinbarten Regeln.

Leicht
Multiple Choice #1 14s â–¶ Testen

Beim Völkerball streift dich der Ball am Arm. Niemand hat es gesehen. Was ist fair?

  • â—Ź sagen, dass du getroffen bist, und rausgehen
  • â—‹ weiterspielen, weil es keiner gesehen hat
  • â—‹ behaupten, der Ball hat vorher den Boden berĂĽhrt
Die Regel gilt auch, wenn niemand hinschaut. Wer sich selbst meldet, spielt fair — darauf können sich alle verlassen.
Wahr / Falsch #2 12s â–¶ Testen

Ben hält beim Fußball einen Gegner am Trikot fest, als die Lehrerin gerade wegschaut. Ist das fair?

âś“ Falsch
Ein Foul bleibt ein Foul, auch wenn es niemand sieht. Fair ist, sich an die Regeln zu halten, nicht nur, sich nicht erwischen zu lassen.
Multiple Choice #3 14s â–¶ Testen

Ihr bildet zwei Mannschaften fĂĽr ein Ballspiel. Was ist fair?

  • â—Ź abzählen oder losen, sodass beide Teams gemischt sind
  • â—‹ zwei Kinder wählen nacheinander, die Langsamen bleiben ĂĽbrig
  • â—‹ alle Schnellen in ein Team, damit es sicher gewinnt
Gemischte Teams geben beiden Seiten eine Chance, und niemand steht am Ende als Letzter da. Beim Wählen bleiben immer dieselben übrig.
Multiple Choice #4 12s â–¶ Testen

Deine Mannschaft hat knapp verloren. Was ist fair?

  • â—Ź den anderen die Hand geben und „gut gespielt“ sagen
  • â—‹ den Ball wegschieĂźen und ohne GruĂź gehen
  • â—‹ sagen, dass die anderen bestimmt geschummelt haben
Enttäuscht sein ist normal. Fair ist, den Sieg der anderen anzuerkennen — ohne Beweis ist „die haben geschummelt“ ein Vorwurf.
Wahr / Falsch #5 12s â–¶ Testen

Mias Team hat gewonnen. Sie lacht die Verlierer aus und ruft: „Ihr seid schlecht!“ Ist das fair?

âś“ Falsch
Fair gewinnen heißt, sich zu freuen, ohne die anderen kleinzumachen. Ohne Gegner gäbe es gar kein Spiel.
Multiple Choice #6 14s â–¶ Testen

Beim Fangspiel stĂĽrzt ein Kind aus der anderen Gruppe und weint. Was ist fair?

  • â—Ź das Spiel anhalten und nachschauen, ob es sich wehgetan hat
  • â—‹ schnell weiterlaufen, solange es am Boden liegt
  • â—‹ es abschlagen, weil es gerade nicht wegläuft
Fairness heiĂźt auch, den Gegner zu achten: Ein verletztes Kind ist wichtiger als ein Punkt.
Wahr / Falsch #7 12s â–¶ Testen

Beim Rangeln ruft Ali „Stopp!“. Lena drückt trotzdem weiter, weil sie fast gewonnen hat. Ist das fair?

âś“ Falsch
Beim Rangeln gilt: „Stopp“ heißt sofort aufhören — immer. Nur so können sich alle trauen mitzumachen.
Multiple Choice #8 12s â–¶ Testen

Beim Staffellauf ist Emma die Langsamste im Team. Was ist fair?

  • â—Ź sie laufen lassen und anfeuern
  • â—‹ sie auf die Bank setzen, damit das Team gewinnt
  • â—‹ sie auslachen, wenn sie ĂĽberholt wird
Zur Mannschaft gehören alle. Anfeuern hilft Emma mehr als jede Kritik — und jedes Kind hat in einem anderen Spiel seine Stärke.
Wahr / Falsch #9 12s â–¶ Testen

Beim Wettlauf startet Finn absichtlich einen Schritt vor der Linie und gewinnt knapp. Ist sein Sieg fair?

âś“ Falsch
Ein Sieg zählt nur, wenn alle unter denselben Regeln gestartet sind. Wer sich einen Vorteil erschummelt, hat nicht wirklich gewonnen.
Mittel
KI-bewertete Frage #1 120s â–¶ Testen

Deine Mannschaft hat knapp verloren. Ein Kind sagt, das Spiel war unfair. Wie könnt ihr herausfinden, ob es wirklich unfair war — und was tut ihr dann?

✓ Antwort: Wir schauen uns an, was passiert ist: Galten für alle dieselben Regeln? Hatten beide gleich viel Platz und gleiche Aufgaben? War es gleich, aber wir haben verloren, dann war es fair und wir können sagen „gut gespielt“. War etwas ungleich, reden wir es aus und ändern die Regel fürs nächste Mal.
KI-bewertete Frage #2 120s â–¶ Testen

Ihr wollt ein Fangspiel spielen, aber die schnellen Kinder gewinnen immer und die anderen haben keinen Spaß mehr. Wie könnt ihr die Regeln so ändern, dass es für alle ein gutes Spiel wird?

✓ Antwort: Wir könnten Schutzzonen einbauen, mehrere Fänger nehmen oder den Schnellen eine kleine Aufgabe geben, damit alle eine Chance haben. Wichtig ist, dass wir die Regel gemeinsam abstimmen und nach einer Runde fragen, ob es jetzt für alle Spaß macht.
Multiple Choice #3 16s â–¶ Testen

Toms Team liegt hinten. Er will mitten im Spiel eine Regel ändern. Was ist fair?

  • â—Ź das Spiel kurz anhalten und alle gemeinsam abstimmen lassen
  • â—‹ die neue Regel einfach selbst ansagen
  • â—‹ die Regel nur fĂĽr das eigene Team ändern
Regeln sind eine Abmachung aller Mitspielenden. Ändern darf man sie nur gemeinsam — und sie gelten dann für beide Teams.
Wahr / Falsch #4 14s â–¶ Testen

Jonas steht im Mini-FuĂźball oft frei. Lukas passt nie zu ihm, weil Jonas langsam ist. Ist das fair?

âś“ Falsch
Im Team spielen alle mit. Wer einen freien Mitspieler übergeht, nimmt ihm die Chance, besser zu werden, und schwächt das ganze Team.
Multiple Choice #5 14s â–¶ Testen

Zwei Kinder streiten, ob der Ball im Aus war. Keiner ist sicher. Was ist fair?

  • â—Ź den Spielzug wiederholen
  • â—‹ wer lauter ruft, bekommt den Ball
  • â—‹ das Spiel abbrechen und gehen
Wenn niemand es sicher weiß, bekommt keiner einen Vorteil: Wiederholen ist gerecht für beide Seiten. Lautstärke ist kein Beweis.