Mendelsche Regeln
Was ist die Meiose?
ErklÀrung: Die Meiose (Reduktionsteilung) erzeugt Keimzellen (Ei- und Samenzellen) mit halbem Chromosomensatz (haploid: 23 Chromosomen beim Menschen). Bei der Befruchtung entsteht wieder ein vollstÀndiger Satz (diploid: 46).
Menschliche Körperzellen haben 46 Chromosomen. Wie viele Chromosomen hat eine menschliche Keimzelle (Ei- oder Samenzelle)?
ErklĂ€rung: Keimzellen sind haploid â sie haben den halben Chromosomensatz: 46 / 2 = 23 Chromosomen. Bei der Befruchtung verschmelzen zwei Keimzellen wieder zu 46.
Die 1. Mendelsche Regel heiĂt auch ___regel.
ErklÀrung: Die 1. Mendelsche Regel (UniformitÀtsregel): Kreuzt man zwei reinerbige Individuen, die sich in einem Merkmal unterscheiden, sind alle Nachkommen der F1-Generation uniform (gleichartig).
Was besagt die Spaltungsregel (2. Mendelsche Regel)?
ErklÀrung: Bei einem dominant-rezessiven Erbgang zeigt die F2-Generation ein VerhÀltnis von 3:1. Drei Viertel zeigen das dominante Merkmal, ein Viertel das rezessive.
Ein dominantes Allel setzt sich im Erscheinungsbild (PhĂ€notyp) immer gegenĂŒber einem rezessiven durch.
ErklĂ€rung: Richtig! Ein dominantes Allel (z. B. A) ĂŒberdeckt die Wirkung eines rezessiven Allels (a). Sowohl AA als auch Aa zeigen den dominanten PhĂ€notyp. Nur aa zeigt den rezessiven.
Wenn ein Organismus zwei verschiedene Allele fĂŒr ein Merkmal besitzt (z. B. Aa), nennt man ihn ___.
ErklĂ€rung: Heterozygot (mischerbig) bedeutet, dass die beiden Allele fĂŒr ein Merkmal unterschiedlich sind (z. B. Aa). Homozygot (reinerbig) bedeutet: beide gleich (AA oder aa).
Zwei Eltern mit Genotyp Aa werden gekreuzt. Welches VerhÀltnis der Genotypen erwarten wir in der F2?
ErklĂ€rung: Kreuzung Aa Ă Aa ergibt: ÂŒ AA, œ Aa, ÂŒ aa (Genotyp-VerhĂ€ltnis 1:2:1). Im PhĂ€notyp bei Dominanz: Ÿ dominant, ÂŒ rezessiv (3:1).
Bei der Meiose werden homologe Chromosomen zufÀllig auf die Keimzellen verteilt.
ErklÀrung: Richtig! Die zufÀllige Verteilung der homologen Chromosomen auf die Keimzellen (unabhÀngige Assortierung) ist eine wichtige Quelle der genetischen Vielfalt.
Was ist Trisomie 21 (Down-Syndrom)?
ErklÀrung: Trisomie 21 entsteht durch einen Fehler bei der Meiose: Chromosom 21 wird nicht getrennt. Die betroffene Person hat 47 statt 46 Chromosomen (dreimal Chromosom 21).
Das Ă€uĂere Erscheinungsbild eines Organismus nennt man den ___, den Genotyp dagegen beschreibt seine genetische Ausstattung.
ErklĂ€rung: PhĂ€notyp = Ă€uĂerlich sichtbare Merkmale (z. B. braune Augen). Genotyp = die genetische Zusammensetzung (z. B. Bb). Der PhĂ€notyp wird durch Genotyp und Umwelt bestimmt.
Was versteht man unter PrÀimplantationsdiagnostik (PID)?
ErklĂ€rung: Bei der PID werden bei kĂŒnstlicher Befruchtung entstandene Embryonen genetisch untersucht, bevor sie in die GebĂ€rmutter eingesetzt werden. Dies wirft ethische Fragen auf.
Geschlechtliche Fortpflanzung erzeugt genetisch identische Nachkommen.
ErklĂ€rung: Falsch! Geschlechtliche Fortpflanzung fĂŒhrt durch Meiose (Neukombination) und Befruchtung (Kombination der elterlichen Erbanlagen) zu genetisch einzigartigen Nachkommen.
Warum fĂŒhrt die Meiose zu genetischer Vielfalt?
ErklĂ€rung: Die Meiose erzeugt Vielfalt durch: (1) zufĂ€llige Verteilung der vĂ€terlichen und mĂŒtterlichen Chromosomen, (2) Crossing-over (Austausch von DNA-Abschnitten zwischen homologen Chromosomen).
Ein Karyogramm ist eine geordnete Darstellung aller ___ einer Zelle.
ErklĂ€rung: Im Karyogramm werden die Chromosomen nach GröĂe und Form geordnet. Man kann daraus z. B. das Geschlecht (XX/XY) und Chromosomenanomalien (z. B. Trisomie) erkennen.
Was ist das Grundprinzip der Gentechnik?
ErklĂ€rung: Bei der Gentechnik wird DNA aus einem Organismus in einen anderen ĂŒbertragen (z. B. menschliches Insulin-Gen in Bakterien). So können Organismen neue Eigenschaften erhalten.
Die Nutzung der Gentechnik ist ausschlieĂlich positiv zu bewerten.
ErklÀrung: Falsch! Gentechnik hat Vorteile (z. B. Medikamentenherstellung, KrankheitsbekÀmpfung), aber auch Risiken und ethische Bedenken (z. B. bei genetischer VerÀnderung von Lebewesen, Eingriff in die Keimbahn).
Bei einer Kreuzung Aa à Aa: Wie viel Prozent der F2-Generation zeigen den rezessiven PhÀnotyp?
ErklĂ€rung: Nur Individuen mit Genotyp aa zeigen den rezessiven PhĂ€notyp. Die Wahrscheinlichkeit ist ÂŒ = 25 %. (AA: 25 %, Aa: 50 %, aa: 25 %)