Mendelsche Regeln

Mendelian Laws of Inheritance

Biologie Klasse 9 17 Aufgaben
GenetikVererbungMendelMeioseKerncurriculum

Die drei Mendelschen Regeln beschreiben, wie Merkmale bei der Kreuzung weitergegeben werden: Uniformität (die F1 aus reinerbigen Eltern ist gleichförmig), Spaltung (in der F2 treten die Merkmale im Verhältnis 3:1 wieder auf) und Unabhängigkeit (zwei Merkmale werden getrennt vererbt). Ursache ist die Meiose: Bei der Bildung der Keimzellen werden die Chromosomen — und damit die Allele — zufällig auf die Zellen verteilt. Mit dominant-rezessiven Allelen lassen sich Kreuzungsergebnisse und ihre Zahlenverhältnisse so vorhersagen. Die Verhältnisse sind kein Rechenritual, sondern stehen für tatsächliche Merkmalsvererbung.

Vorrechnen (1)

Leicht
Multiple Choice #1 20s â–¶ Testen

Was ist die Meiose?

  • â—Ź Eine Zellteilung zur Bildung von Keimzellen mit halbem Chromosomensatz
  • â—‹ Eine Zellteilung zur Bildung identischer Tochterzellen
  • â—‹ Die Verdopplung der DNA
  • â—‹ Die Verschmelzung von Ei- und Samenzelle
Die Meiose (Reduktionsteilung) erzeugt Keimzellen (Ei- und Samenzellen) mit halbem Chromosomensatz (haploid: 23 Chromosomen beim Menschen). Bei der Befruchtung entsteht wieder ein vollständiger Satz (diploid: 46).
Zahleneingabe #2 15s â–¶ Testen

Menschliche Körperzellen haben 46 Chromosomen. Wie viele Chromosomen hat eine menschliche Keimzelle (Ei- oder Samenzelle)?

âś“ Antwort: 23
Keimzellen sind haploid – sie haben den halben Chromosomensatz: 46 / 2 = 23 Chromosomen. Bei der Befruchtung verschmelzen zwei Keimzellen wieder zu 46.
LĂĽckentext #3 15s â–¶ Testen

Die 1. Mendelsche Regel heiĂźt auch ___regel.

✓ Antwort: Uniformitäts
Die 1. Mendelsche Regel (Uniformitätsregel): Kreuzt man zwei reinerbige Individuen, die sich in einem Merkmal unterscheiden, sind alle Nachkommen der F1-Generation uniform (gleichartig).
Wahr / Falsch #4 20s â–¶ Testen

Ein dominantes Allel setzt sich im Erscheinungsbild (Phänotyp) immer gegenüber einem rezessiven durch.

âś“ Wahr
Richtig! Ein dominantes Allel (z. B. A) überdeckt die Wirkung eines rezessiven Allels (a). Sowohl AA als auch Aa zeigen den dominanten Phänotyp. Nur aa zeigt den rezessiven.
LĂĽckentext #5 15s â–¶ Testen

Wenn ein Organismus zwei verschiedene Allele fĂĽr ein Merkmal besitzt (z. B. Aa), nennt man ihn ___.

âś“ Antwort: heterozygot
Heterozygot (mischerbig) bedeutet, dass die beiden Allele fĂĽr ein Merkmal unterschiedlich sind (z. B. Aa). Homozygot (reinerbig) bedeutet: beide gleich (AA oder aa).
LĂĽckentext #6 15s â–¶ Testen

Das äußere Erscheinungsbild eines Organismus nennt man den ___, den Genotyp dagegen beschreibt seine genetische Ausstattung.

✓ Antwort: Phänotyp
Phänotyp = äußerlich sichtbare Merkmale (z. B. braune Augen). Genotyp = die genetische Zusammensetzung (z. B. Bb). Der Phänotyp wird durch Genotyp und Umwelt bestimmt.
Wahr / Falsch #7 15s â–¶ Testen

Geschlechtliche Fortpflanzung erzeugt genetisch identische Nachkommen.

âś“ Falsch
Falsch! Geschlechtliche Fortpflanzung fĂĽhrt durch Meiose (Neukombination) und Befruchtung (Kombination der elterlichen Erbanlagen) zu genetisch einzigartigen Nachkommen.
LĂĽckentext #8 12s â–¶ Testen

Ein Karyogramm ist eine geordnete Darstellung aller ___ einer Zelle.

âś“ Antwort: Chromosomen
Im Karyogramm werden die Chromosomen nach Größe und Form geordnet. Man kann daraus z. B. das Geschlecht (XX/XY) und Chromosomenanomalien (z. B. Trisomie) erkennen.
Mittel
Multiple Choice #1 25s â–¶ Testen

Was besagt die Spaltungsregel (2. Mendelsche Regel)?

  • â—Ź Kreuzt man zwei Individuen der F1-Generation, spalten sich die Merkmale in der F2 im Verhältnis 3:1 auf
  • â—‹ Alle Nachkommen sehen gleich aus
  • â—‹ Merkmale werden immer zu gleichen Teilen vererbt
  • â—‹ Dominante Merkmale verschwinden in der F2
Bei einem dominant-rezessiven Erbgang zeigt die F2-Generation ein Verhältnis von 3:1. Drei Viertel zeigen das dominante Merkmal, ein Viertel das rezessive.
Multiple Choice #2 30s â–¶ Testen

Zwei Eltern mit Genotyp Aa werden gekreuzt. Welches Verhältnis der Genotypen erwarten wir in der F2?

  • â—Ź 1 AA : 2 Aa : 1 aa
  • â—‹ 3 AA : 1 aa
  • â—‹ 1 AA : 1 Aa
  • â—‹ Alle Aa
Kreuzung Aa × Aa ergibt: ¼ AA, ½ Aa, ¼ aa (Genotyp-Verhältnis 1:2:1). Im Phänotyp bei Dominanz: ¾ dominant, ¼ rezessiv (3:1).
Wahr / Falsch #3 15s â–¶ Testen

Bei der Meiose werden homologe Chromosomen zufällig auf die Keimzellen verteilt.

âś“ Wahr
Richtig! Die zufällige Verteilung der homologen Chromosomen auf die Keimzellen (unabhängige Assortierung) ist eine wichtige Quelle der genetischen Vielfalt.
Multiple Choice #4 20s â–¶ Testen

Was ist Trisomie 21 (Down-Syndrom)?

  • â—Ź Eine Genommutation, bei der Chromosom 21 dreimal vorkommt
  • â—‹ Eine Krankheit, bei der ein Chromosom fehlt
  • â—‹ Eine Veränderung in einem einzelnen Gen
  • â—‹ Eine durch Viren verursachte Krankheit
Trisomie 21 entsteht durch einen Fehler bei der Meiose: Chromosom 21 wird nicht getrennt. Die betroffene Person hat 47 statt 46 Chromosomen (dreimal Chromosom 21).
Multiple Choice #5 25s â–¶ Testen

Was versteht man unter Präimplantationsdiagnostik (PID)?

  • â—Ź Genetische Untersuchung von Embryonen vor dem Einsetzen in die Gebärmutter
  • â—‹ Untersuchung des Blutes der Mutter
  • â—‹ Genetische Beratung vor der Schwangerschaft
  • â—‹ Ultraschalluntersuchung des Fötus
Bei der PID werden bei künstlicher Befruchtung entstandene Embryonen genetisch untersucht, bevor sie in die Gebärmutter eingesetzt werden. Dies wirft ethische Fragen auf.
Multiple Choice #6 25s â–¶ Testen

Warum fĂĽhrt die Meiose zu genetischer Vielfalt?

  • â—Ź Durch zufällige Verteilung der homologen Chromosomen und Crossing-over
  • â—‹ Durch identische Verdopplung der DNA
  • â—‹ Weil alle Keimzellen den gleichen Chromosomensatz haben
  • â—‹ Weil Mutation bei jeder Meiose stattfindet
Die Meiose erzeugt Vielfalt durch: (1) zufällige Verteilung der väterlichen und mütterlichen Chromosomen, (2) Crossing-over (Austausch von DNA-Abschnitten zwischen homologen Chromosomen).
Multiple Choice #7 20s â–¶ Testen

Was ist das Grundprinzip der Gentechnik?

  • â—Ź Fremd-DNA wird in das Erbgut eines Organismus eingebaut
  • â—‹ Gene werden mit einem Mikroskop beobachtet
  • â—‹ Chromosomen werden gezählt
  • â—‹ DNA wird durch Strahlung zerstört
Bei der Gentechnik wird DNA aus einem Organismus in einen anderen übertragen (z. B. menschliches Insulin-Gen in Bakterien). So können Organismen neue Eigenschaften erhalten.
Wahr / Falsch #8 20s â–¶ Testen

Die Nutzung der Gentechnik ist ausschlieĂźlich positiv zu bewerten.

âś“ Falsch
Falsch! Gentechnik hat Vorteile (z. B. Medikamentenherstellung, Krankheitsbekämpfung), aber auch Risiken und ethische Bedenken (z. B. bei genetischer Veränderung von Lebewesen, Eingriff in die Keimbahn).
Zahleneingabe #9 25s â–¶ Testen

Bei einer Kreuzung Aa × Aa: Wie viel Prozent der F2-Generation zeigen den rezessiven Phänotyp?

âś“ Antwort: 25
Nur Individuen mit Genotyp aa zeigen den rezessiven Phänotyp. Die Wahrscheinlichkeit ist ¼ = 25 %. (AA: 25 %, Aa: 50 %, aa: 25 %)