Korallenriffe — Symbiose und Korallenbleiche
Was ist eine riffbildende Steinkoralle?
Erklärung: Eine Koralle besteht aus vielen kleinen Polypen mit Fangarmen — Tieren, die mit Quallen verwandt sind. Den Kalk ihres Skeletts bauen sie selbst.
Eine Koralle, die durch Bleiche ganz weiß geworden ist, ist bereits tot.
Erklärung: Die gebleichte Koralle lebt noch, aber sie hungert, weil ihr die Algen fehlen. Kühlt das Wasser bald ab, können sich wieder Algen ansiedeln. Dauert die Hitze an, stirbt sie.
In welchem Wasser kann ein tropisches Korallenriff wachsen?
Erklärung: Die Algen in der Koralle brauchen viel Licht. Trübes Wasser und große Tiefe schlucken das Licht — dann fehlt der Koralle ihre wichtigste Nahrungsquelle.
Was liefern die Algen im Gewebe der Koralle?
Erklärung: Die Algen stellen mit Licht Zucker her und geben den größten Teil davon an die Koralle ab. Die Koralle gibt ihnen einen geschützten Platz und Nährstoffe.
An einem Riff ist das Wasser seit sechs Wochen 2 °C wärmer als in normalen Sommern. Hier ist mit Korallenbleiche zu rechnen.
Erklärung: Schon 1 °C über dem üblichen Sommerhöchstwert, wenige Wochen lang, löst Bleiche aus. Bei 2 °C über sechs Wochen ist sie sehr wahrscheinlich.
Eine gebleichte Koralle sieht weiß aus. Was sieht man da?
Erklärung: Die Farbe einer Koralle kommt größtenteils von ihren Algen. Hat sie die Algen abgestoßen, ist das Gewebe fast farblos, und das weiße Skelett scheint durch.
Ein Riff braucht nach einer starken Bleiche etwa zehn Jahre, um sich zu erholen. Bei welchem Abstand zwischen zwei Hitzewellen ist es am stärksten gefährdet?
Erklärung: Kommt die nächste Hitzewelle, bevor sich das Riff erholt hat, wird es immer weiter geschwächt. Seit 1980 ist der Abstand zwischen schweren Bleichen auf etwa 6 Jahre geschrumpft (Hughes et al. 2018).
Koralle und Alge geben einander, was der andere braucht. Dieses Zusammenleben heißt ___.
Erklärung: Beide Partner haben einen Vorteil: Die Alge wohnt geschützt und bekommt Nährstoffe, die Koralle bekommt Zucker.
Löst sich mehr Kohlenstoffdioxid im Meer, wird das Wasser saurer, und Korallen können ihr Kalkskelett schwerer aufbauen.
Erklärung: Ein Teil des Kohlenstoffdioxids aus der Luft löst sich im Meer und bildet Kohlensäure. In saurerem Wasser fällt es Korallen und Muscheln schwerer, Kalk abzuscheiden.
Wo liegt das größte Korallenriff der Erde?
Erklärung: Das Great Barrier Reef ist über 2 000 km lang. Vor der Westküste Südamerikas liegt zwar Tropenland, aber dort fließt eine kalte Meeresströmung — zu kalt für Riffkorallen.
Korallenriffe bedecken weniger als ein Prozent des Meeresbodens, aber rund ein Viertel aller Meerestierarten lebt an ihnen.
Erklärung: Das Kalkgerüst bietet unzählige Verstecke und Nischen. Darum gehören Riffe zu den artenreichsten Lebensräumen der Erde.
2016 bleichte am Great Barrier Reef ein großer Teil der Korallen. Was war die Ursache?
Erklärung: Die Massenbleiche folgte einer marinen Hitzewelle (Hughes et al. 2017). Taucher schaden Riffen auch, aber nur stellenweise; klares, helles Wasser brauchen Korallen sogar.
Vor Norwegen gibt es in 200 bis 400 m Tiefe im kalten, dunklen Wasser Korallenriffe. Diese Korallen leben ohne Algen.
Erklärung: Kaltwasserkorallen fangen mit ihren Fangarmen Plankton aus dem Wasser und brauchen deshalb kein Licht. Sie wachsen sehr langsam. Nur die Riffkorallen der Tropen sind auf ihre Algen angewiesen.