Korallenriffe — Symbiose und Korallenbleiche
Coral Reefs — Symbiosis and Coral Bleaching
Die Lernenden klären zuerst, was eine Koralle ist: kein Stein und keine Pflanze, sondern ein Tier — ein Polyp, der ein Kalkskelett baut und in seinem Gewebe Algen beherbergt. Die Algen liefern durch Photosynthese den größten Teil der Nahrung, die Koralle bietet Schutz und Nährstoffe (Symbiose); darum wachsen tropische Riffe nur in flachem, klarem, warmem Wasser. Ist das Meer wochenlang wärmer als gewohnt, stößt die Koralle die Algen ab und wird weiß — gebleicht, aber noch nicht tot; folgt die nächste Hitzewelle zu früh, stirbt sie (Hughes et al. 2018). Saureres Meerwasser durch gelöstes Kohlenstoffdioxid erschwert den Kalkbau. Das bereitet die Bewertung von Klimafolgen in Geographie 10/11 und Biodiversität vor.
Voraussetzungen (1)
Was ist eine riffbildende Steinkoralle?
Eine Koralle, die durch Bleiche ganz weiĂź geworden ist, ist bereits tot.
Was liefern die Algen im Gewebe der Koralle?
Koralle und Alge geben einander, was der andere braucht. Dieses Zusammenleben heiĂźt ___.
Wo liegt das größte Korallenriff der Erde?
Korallenriffe bedecken weniger als ein Prozent des Meeresbodens, aber rund ein Viertel aller Meerestierarten lebt an ihnen.
2016 bleichte am Great Barrier Reef ein groĂźer Teil der Korallen. Was war die Ursache?
In welchem Wasser kann ein tropisches Korallenriff wachsen?
An einem Riff ist das Wasser seit sechs Wochen 2 °C wärmer als in normalen Sommern. Hier ist mit Korallenbleiche zu rechnen.
Eine gebleichte Koralle sieht weiĂź aus. Was sieht man da?
Ein Riff braucht nach einer starken Bleiche etwa zehn Jahre, um sich zu erholen. Bei welchem Abstand zwischen zwei Hitzewellen ist es am stärksten gefährdet?
Löst sich mehr Kohlenstoffdioxid im Meer, wird das Wasser saurer, und Korallen können ihr Kalkskelett schwerer aufbauen.
Vor Norwegen gibt es in 200 bis 400 m Tiefe im kalten, dunklen Wasser Korallenriffe. Diese Korallen leben ohne Algen.