Rote Liste und Artensterben
Welche Art ist weltweit ausgestorben?
Erklärung: Die letzte Wandertaube starb 1914 in einem Zoo in Cincinnati. Biber und Luchs waren in Bayern verschwunden, lebten aber anderswo weiter — und sind zurückgekehrt.
Der Biber war in Bayern ausgerottet. Heute leben dort wieder Tausende Biber.
Erklärung: Im 19. Jahrhundert wurde der letzte bayerische Biber erlegt. Ab 1966 wurden Biber wieder angesiedelt; heute leben über 20 000 in Bayern. Ein regional ausgestorbenes Tier kann zurückkommen — ein weltweit ausgestorbenes nicht.
Der Feldhamster ist in Deutschland vom Aussterben bedroht. Was gefährdet ihn am stärksten?
Erklärung: Der Hamster lebt nur im Acker. Ändert sich die Bewirtschaftung, verliert er Nahrung und Deckung — sein Lebensraum geht verloren. Schnee schützt ihn im Bau sogar eher.
In Kategorie 1 der Roten Liste stehen Arten, die vom ___ bedroht sind.
Erklärung: Kategorie 1 ist die höchste Gefährdungsstufe für Arten, die noch leben. Kategorie 0 heißt: ausgestorben oder verschollen.
Welche Art ist am stärksten gefährdet?
Erklärung: Je kleiner die Zahl, desto größer die Gefahr: 1 vom Aussterben bedroht, 2 stark gefährdet, 3 gefährdet. Auf der Vorwarnliste stehen Arten, die noch nicht gefährdet sind, aber abnehmen.
Auf der Roten Liste Bayerns stehen nur Tiere.
Erklärung: Es gibt Rote Listen für Pflanzen, Moose, Flechten und Pilze ebenso wie für Tiere. Pflanzen werden leicht übersehen — dabei hängen viele Tiere von genau einer Pflanzenart ab.
Sobald eine Art auf der Roten Liste steht, ist sie allein dadurch gesetzlich geschĂĽtzt.
Erklärung: Die Rote Liste ist ein Gutachten von Fachleuten: Sie zeigt, wie gefährdet eine Art ist. Geschützt wird eine Art erst durch Gesetze und Verordnungen — und vor allem durch den Schutz ihres Lebensraums.
Heckrinder sehen dem Auerochsen ähnlich. Also hat man den ausgestorbenen Auerochsen zurückgezüchtet.
Erklärung: Heckrinder sind Hausrinder, die nur so ähnlich aussehen. Der letzte Auerochse starb 1627 in Polen — mit ihm sind seine Erbanlagen für immer verloren.
Die allermeisten Arten, die jemals auf der Erde gelebt haben, sind heute ausgestorben.
Erklärung: Aussterben gehört zur Erdgeschichte. Besorgniserregend ist heute das Tempo: Arten verschwinden viel schneller als im Durchschnitt der Vergangenheit.
Wie schnell sterben heute Arten aus, verglichen mit dem Durchschnitt der letzten zehn Millionen Jahre?
Erklärung: Der Weltbiodiversitätsrat IPBES schätzte 2019, dass etwa eine Million Arten vom Aussterben bedroht sind und das Aussterbetempo um ein Vielfaches über dem natürlichen Durchschnitt liegt.
Welche Art ist durch Lebensraumverlust am stärksten gefährdet?
Erklärung: Spezialisten brauchen einen ganz bestimmten Lebensraum. Verschwindet das Hochmoor, hat die Libelle keinen anderen Ort — Taube und Fuchs weichen einfach aus.
Was hilft einer seltenen Moorlibelle am meisten?
Erklärung: Arten überleben in ihrem Lebensraum. Ein nasses Moor bietet Platz für Tausende Libellen über viele Generationen — ein Zoo oder ein Schild nicht.
Die Liste, in der Fachleute festhalten, wie stark eine Art gefährdet ist, heißt ___ Liste.
Erklärung: In Bayern gibt das Landesamt für Umwelt die Roten Listen heraus und überarbeitet sie regelmäßig.