Lösungen, Suspensionen und Emulsionen
Welches dieser Gemische ist eine echte Lösung?
Erklärung: In einer echten Lösung sind die Teilchen des gelösten Stoffes so klein und gleichmäßig verteilt, dass das Gemisch homogen und klar ist und sich nichts absetzt. Mineralwasser ist kein reines Wasser, sondern eine Lösung von Salzen (und oft CO₂) in Wasser. Im Kakao setzen sich Pulverteilchen ab (Suspension), die Salatsoße trennt sich in Öl und Essig (Emulsion).
Wie unterscheidet sich eine Suspension von einer Lösung?
Erklärung: Beispiele für Suspensionen: aufgewirbelter Sand in Wasser, Schlamm, frisch geschüttelter Orangensaft mit Fruchtfleisch. Die Teilchen sind zwar fein verteilt, aber zu groß für eine echte Lösung — Schwerkraft zieht sie nach unten.
Was ist eine Emulsion?
Erklärung: Bei einer Emulsion ist eine Flüssigkeit in feinsten Tröpfchen in einer anderen verteilt. Beispiele: Milch (Fett-Tröpfchen in Wasser), Mayonnaise, Hautcreme. Damit die Tröpfchen nicht wieder zusammenfließen, braucht es meist einen Emulgator.
Ein Stoff, der zwei nicht mischbare Flüssigkeiten dauerhaft fein verteilt hält, heißt ___.
Erklärung: Emulgatoren haben einen wasserliebenden (hydrophilen) und einen fettliebenden (lipophilen) Teil. Sie setzen sich zwischen Öl- und Wassertropfen und verhindern, dass sich die Phasen wieder trennen. Beispiele: Lecithin im Eigelb (Mayonnaise), Seifen, Spülmittel.
Wenn man Salz in Wasser auflöst, kann man die einzelnen Salzteilchen mit einem Mikroskop noch erkennen.
Erklärung: Falsch. In einer echten Lösung ist das Salz auf Ionen-Ebene verteilt — diese Teilchen sind viel zu klein für jedes Lichtmikroskop. Erst wenn das Wasser verdunstet, kristallisiert das Salz wieder sichtbar aus.
Ein Taschenlampenstrahl wird im dunklen Raum seitlich durch drei Gläser geschickt. In welchem Glas sieht man den Strahl als leuchtende Bahn?
Erklärung: Das ist der Tyndall-Effekt: In Milch schweben Fett-Tröpfchen, die etwa so groß sind wie die Wellenlänge des Lichts – sie streuen das Licht zur Seite, die Bahn leuchtet. Salzwasser und Kupfersulfatlösung sind echte Lösungen: Ihre Ionen sind viel kleiner, das Licht geht ungestört hindurch. Eine Farbe allein bedeutet also keine streuenden Teilchen.
Die maximale Stoffmenge eines Stoffes, die sich bei einer bestimmten Temperatur in einer festen Menge Lösungsmittel löst, heißt ___ (ein Wort).
Erklärung: Die Löslichkeit hängt vom Lösungsmittel, vom gelösten Stoff und von der Temperatur ab. Bei den meisten Salzen steigt sie mit der Temperatur, bei Gasen sinkt sie. Erreicht eine Lösung ihre maximale Konzentration, ist sie *gesättigt*.
Kochsalz, Speiseöl und Wasser werden geschüttelt, bis sich nichts mehr ändert. Danach bilden sich wieder zwei Schichten. Wo befindet sich das Salz?
Erklärung: „Gleiches löst sich in Gleichem“: Die polaren Wassermoleküle umhüllen die Na⁺- und Cl⁻-Ionen und lösen sie aus dem Gitter (Hydratation). Die unpolaren Ölmoleküle können das nicht. Ein gelöster Stoff verteilt sich deshalb nicht einfach auf jede Flüssigkeit im Glas, sondern nur auf die, die ihn lösen kann – hier das Wasser.
Beim Lösen eines Stoffes findet eine chemische Reaktion statt — der Stoff wird zerstört.
Erklärung: Falsch. Lösen ist ein *physikalischer* Vorgang. Die gelösten Teilchen bleiben chemisch unverändert; man kann sie durch Verdampfen des Lösungsmittels wieder zurückgewinnen. Erst wenn sich der Stoff in seine Bestandteile zerlegt (z. B. CO₂ + H₂O ⇌ H₂CO₃), spricht man von einer Reaktion.
Welches Beispiel ist ein Aerosol (Gemisch aus Flüssigkeit oder Feststoff in einem Gas)?
Erklärung: Aerosole sind Kolloide mit Gas als Trägerphase: Nebel (Wasser-Tröpfchen in Luft), Rauch (Russpartikel in Luft), Hairspray. Sirup ist eine echte Lösung, Granit ein Mineralgemisch (fest in fest), Salzlake eine Lösung.