Das Teelicht auf der KĂŒchenwaage
Eine Stumpenkerze steht auf einer offenen Waage, die 250 g anzeigt. Sie brennt eine Stunde. Was zeigt die Waage danach?
ErklĂ€rung: Auf der offenen Waage wird eine brennende Kerze leichter â die Stoffe, die bei der Verbrennung entstehen, steigen mit der warmen Luft auf und verlassen die Waage. Ob sie vernichtet sind, sagt die Waage nicht.
Eine Kerze wiegt um 18 Uhr 60 g und um 21 Uhr 48 g. Wie viel Gramm verliert sie im Mittel pro Stunde?
ErklĂ€rung: In drei Stunden fehlen 60 g â 48 g = 12 g, also 12 g : 3 h = 4 g pro Stunde. 12 g ist die ganze Abnahme, 3 g wĂ€re durch vier Stunden geteilt.
Dass die Waage unter einer offenen Kerze leichter wird, beweist, dass das Wachs vernichtet wird.
ErklĂ€rung: Die offene Waage misst nur, was auf ihr liegen bleibt. Was als Gas mit der warmen Luft aufsteigt, verlĂ€sst die Waage â ob es noch da ist, kann sie nicht zeigen.
Ein Teelicht wiegt mit Schale 14 g; die leere Schale mit Docht wiegt 2 g. Das Teelicht brennt ganz herunter. Was zeigt die Waage zum Schluss?
ErklÀrung: Das Wachs (12 g) verlÀsst die Waage, die Aluschale bleibt liegen. Wer 0 g erwartet, vergisst die Schale; wer 14 g erwartet, glaubt, dass die Waage nichts merkt.
Ein Holzscheit von 2 kg verbrennt im Lagerfeuer und hinterlĂ€sst nur etwa 20 g Asche. Die ĂŒbrigen fast 2 kg sind vernichtet.
ErklĂ€rung: Auch hier verlassen die Verbrennungsprodukte als Gase den Haufen: Rauch, Wasserdampf und unsichtbare Gase. ZurĂŒck bleiben nur die Mineralstoffe als Asche. Wohin die Masse geht, klĂ€rt dieser Artikel an der Kerze.
Ein Teelicht mit 10 g Wachs brennt gleichmĂ€Ăig in 4 Stunden ab. Wie viel Wachs ist nach 1,5 Stunden noch ĂŒbrig?
ErklĂ€rung: 2,5 g pro Stunde, in 1,5 Stunden also 3,75 g verbrannt â ĂŒbrig bleiben 10 g â 3,75 g = 6,25 g. 3,75 g ist das Verbrannte, nicht der Rest.